REDWITZ

Gemeinderat Redwitz: Region ist bereits genug belastet

Noch ist der Raum leer und die Wände sind kahl. Doch bald soll der Jugendtreff im Bürgerhaus mit Leben gefüllt werden.

In ihrer Stellungnahme zum ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2030 (Version 2019) lehnt die Gemeinde alle Varianten der P 44 mod ab. Verwaltungsrat Heinrich Dinkel informierte den Gemeinderat, dass sich gegenüber der vorhergehenden Version des Netzentwicklungsplans keine Änderungen ergeben. Es seien nach wie vor die bekannten Alternativen vorgesehen, die die Gemeinde alle als unzumutbar ablehnt.

Die Region Redwitz und die nähere Umgebung tragen, so heißt es in der Stellungnahme, mit dem Ostbayernring, der neu gebauten Thüringer Strombrücke, der Leitung Richtung Remptendorf und der Leitung Richtung Würgau bereits einen erheblichen Teil zum Gelingen des Netzausbaus bei. Eine weitere Leitung sei nicht tragbar, insbesondere wenn sie gar nicht ins Umspannwerk Redwitz führen müsse. Mit den Leitungen, die ins Umspannwerk führen müssen, sei die Region bereits genug belastet, so dass eine reine Transportleitung hier nichts zu suchen habe.

Der Übertragungsnetzbetreiber habe folgenden Zeitplan vorgesehen: Im Frühjahr 2019 werde der zweite Entwurfs des Netzentwicklungsplans erstellt, veröffentlicht und der Bundesnetzagentur übergeben. Im Sommer 2019 folge die Konsultation durch die Bundesnetzagentur, und in der zweiten Jahreshälfte werde sie ihn bestätigen. Eventuell Ende 2019 schließe sich die Anpassung des Bundesbedarfsplangesetzes durch den Bundestag auf der Grundlage des bestätigten Netzentwicklungsplans in der Version 2019 an.

Konzepte für offenen Jugendtreff

Eingangs hatten Andreas Förster und Rainer Babucke vom Dekanat Michelau sowie Frank Gerstner und Thomas Petrak vom BRK als mögliche Träger für den offenen Jugendtreff im neuen Bürgerhaus ihre Konzepte vorgestellt. Quartiersmanagerin Christina Pösch informierte den Gemeinderat über den Jugend-Workshop und präsentierte die Ergebnisse. Da das Interesse der Jugendlichen groß ist, wird es einen weiteren Workshop geben. Bürgermeister Christian Mrosek ließ wissen, dass eine Beteiligung der Nachbargemeinden Marktgraitz, Hochstadt und Marktzeuln nicht zustande gekommen sei.

Beteiligen möchten auch die Gemeinden Ebersdorf, Sonnefeld und Weidhausen die Kommunen Redwitz, Marktgraitz, Marktzeuln, Mitwitz, Schneckenlohe und Grub an einer engeren Zusammenarbeit. Die drei Gemeinden aus dem angrenzenden Coburger Landkreis möchten abstimmen, ob Interesse an einer Arbeitsgemeinschaft zur nachhaltigen interkommunalen Entwicklung sowie der gemeinsamen Erstellung und Umsetzung eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) besteht. Dadurch könnte der Region mehr Stimme und Gewicht verliehen werden.

Notwendiges Netzwerk

Christian Zorn fand die Idee gut, doch habe man mit den Coburger Gemeinden wenig zu tun. Er tendiere mehr in Richtung Küps beziehungsweise zu einer Zusammenarbeit mit Hochstadt, Marktzeuln und Marktgraitz. Auch habe die Gemeinde selbst genügend andere Projekte. Auch Jürgen Gäbelein meinte, dass Redwitz mit den Gemeinden Richtung Coburg bisher wenig zu tun hatte. Doch hätten sich die Zeiten geändert. Viele Aufgaben seien nur in einem Netzwerk zu bewältigen. Der Bürgermeister ließ wissen, dass er die Infoveranstaltung in Sonnefeld besuchen und sich eine Meinung bilden werde. Simon Ehnes hielt dies für gut. Er schlug vor, auch die hiesige Region mehr zu entwickeln, und nannte beispielhaft das Redwitzer Biotop.