MICHELAU

Geborgen unter dem Schirm Gottes

Auch die Kinder und Jugendlichen durften ihre Gedanken zum Thema „Geborgen sein bei Gott“, notieren und ...

Das Gemeindefest stand heuer unter dem Motto „Geborgen sein bei Gott“. Bereits in den Vormittagsstunden hatten sich zahlreiche Gläubige zum Familiengottesdienst mit Dekanin Stefanie Ott-Frühwald, der Band „Boxenstopp“ und dem Team vom Hort „Mi. S. T.“ (Michelauer Schüler Treff) unter den Platanen eingefunden.

Auch wenn kein Regentropfen die Veranstaltung störte, spielten Schirme im übertragenden Sinn eine Rolle. Es ging um Geborgenheit und den großen, allumspannenden Schirm Gottes. Für die Kinder fand ein eigener Gottesdienst im Kindergarten Sophienheim statt, in dessen Verlauf sie ihre Sicht der Dinge zu Papier bringen sollten. Gegen Ende des Familiengottesdienstes sollten sie wieder zu den Erwachsenen stoßen. „Gott behüte die Familie, die Eltern, den Papa auf der Autobahn, den Hasen und den seit zehn Jahren bestehenden Hort“, waren nur einige der Schirm-Gedanken, die die Kinder zu Papier gebracht hatten. Auch die Erwachsenen hatten die Möglichkeit, ihre Schirm-Erfahrungen auf bunte Zettel zu notieren und sie auf zwei große Plakate zu kleben.

Von 30 auf 100 Kinder gewachsen

In diesem Jahr begeht der Hort „Michelauer Schüler Treff“ sein zehnjähriges Bestehen. Ein Anlass, der mit zahlreichen Aktionen gefeiert wurde. 2008 waren es 30 Kinder, die die Einrichtung besuchten, erinnert sich Sabrina Saliger, Erzieherin und Fachpädagogin für Schulkinder sowie Mitarbeiterin der ersten Stunde. „Nächstes Jahr sind es schon 100 Kinder.“ Eine Fotoausstellung mit Bildern aus den vergangenen zehn Jahren ließ die Zeit noch einmal Revue passieren. Dabei dürfte sich so mancher wiedererkannt haben. Des Weiteren gab es eine Tombola und einen Luftballon-Wettbewerb.

Nach dem Gottesdienst hatte die Kirchengemeinde mit viel Aufwand für das Wohl und die Unterhaltung der Gäste gesorgt. Der Ambulante Pflegedienst der Diakonie hatte den Altersforschungsanzug „AgeMan“ dabei, der dem Träger einen Eindruck vom Altsein geben soll und das Befinden eines etwa 80-jährigen Menschen nachempfinden lässt.

„Grüner Wicht“ und „KiBa“

Auch in diesem Jahr bot die Evangelische Jugend in der Teestube des Gemeindehauses eine Cocktail-Bar mit alkoholfreien Getränken an. Heraus kamen Kreationen mit launigen Namen wie „Grüner Wicht“, „KiBa“ oder „Cocktail Rubino“. Allesamt Cocktails, die aus verschiedenen Obstsäften und Sirup bestanden.

Ständig umlagert war der Stand der Michelauer Kleintierzüchter. Besonders die Kaninchen hatten es den Kindern angetan. Darunter auch ein Muttertier mit fünf Jungen, die immer wieder aus dem Gehege geholt und gestreichelt wurden. Ein prächtiger Hahn ließ ab und zu ein kräftiges Kikeriki hören.

Ihren Spaß hatten die Jüngsten mit Kinderzauberer Dr. Blume. Magdalena assistierte dem Magier bei einem Zauberstück mit einem Malbuch. Zunächst komplett leer, füllte sich das Buch unter Mithilfe der Kinder nach und nach mit Inhalt. „Jeder sagt seine Lieblingsfarbe in die Hand“, forderte der Magier sie auf. Anschließend musste sein kleines Publikum ihm seine Farben zuwerfen. Und siehe da, das Malbuch füllte sich.

Kasperltheater und Torwandschießen

Anschließend war der Kasper an der Reihe. Wer wollte, konnte sich schminken lassen. Ein Angebot, das gerne angenommen wurde. Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft versuchte sich so mancher im Torwandschießen.

Am Nachmittag hatten die Kinderchöre ihren großen Auftritt. Das offizielle Programm des Michelauer Gemeindefestes endete mit einer Andacht mit dem Chor „Cantica Nova“. Auch in diesem Jahr wurde den Besuchern viel geboten; es blieb kaum ein Wunsch offen.

Kaninchen sorgten für den Streichelfaktor.
Wer wollte, konnte sich schminken lassen.