MICHELAU

Drei Akkorde bringen Fans zum tanzen

Nicht nur die österreichische Truppe „Misstand“ animierte die Fans vor der Bühne mit ihrer ...

Rock ist hart, doch es geht noch härter: Punk-Rock ist angesagt und den bekamen in der Samstagnacht die Fans beim „Main Punk Festival“ knallhart auf die Ohren. Gleich fünf Bands hatten die Veranstalter aufgeboten. Mit von der Partie waren auch die aus Kro-nach stammende Formation „Unschlagbar“ und die Coburger Gruppen „Red Label“ und „Kulturclub“

Und „KC“ übernahmen gleich den Opening-Part und freuten sich, dass trotz der frühen Abendstunden bereits zahlreiche Punk-Fans den Weg in die Angerturnhalle gefunden hatten. Die Vestestädter hatten es wirklich drauf und überzeugten mit ihren Liedern, deren Texte zumeist vom Genießen des Lebens aber auch gesellschaftlichen Missständen und Problemen einzelner handeln.

Es folgten weitere heimische Bands, ehe der Bogen immer weiter gespannt wurde: Nicht nur der Name auch sonst hat sich bei den Jungs aus Reitsch, in der Nähe von Kronach einiges geändert. Ursprünglich unter dem Namen „Nothing is Perfect“ gegründet, dann in „Resignation“ umgetauft, wurde schließlich mit dem neuen Bassisten der Name „Unschlagbar“ aufs Label geschrieben. Die Qualität ihrer Musik ist geblieben.

„Eine Prise Humor, ein Schuss Wut und eine Handvoll Herz.“
Das Motto der Band, „Red Label“ aus Coburg

Auch „Red Label“, die Jungs aus Coburg, durften in Michelau nicht fehlen mit ihren eingängigen Melodien. Über sich selbst sagt die Band: „Eine Prise Humor, ein Schuss Wut und eine Handvoll Herz – das ist „Red Label“.

„Drei Leute, drei Akkorde, fertig ist der klassische Punk-Rock“ kommentierte Ralf Hirle den Auftritt der nachfolgenden Bands. Sein Sohn Lukas hatte gemeinsam mit seinen Kumpels das Main-Punk-Event für Michelau aus dem Boden gestampft.

In der Tat setzten die meisten Bands auf die klassische Dreierkombination von Bass, Gitarre und Schlagzeug. Dabei zeichnet sich der Punk-Rock generell durch trivial-einfache, durchaus originelle Kompositionen aus, was mit dem Schlagwort „drei Akkorde“ passend umschrieben wird. Übersteuerte verzerrte Gitarrenparts, hart geschlagene Bässe und hohe Tempi strahlten ihre Energie auf das Publikum aus, das den damit verbundenen Adrenalinkick vor der Bühne in einem wilden Pogo auslebte.

Perfekt inszenierten dies „Missstand“ aus Klagenfurt (Österreich) und „LAK“ aus Aschaffenburg. „LAK“ – „Lust auf Kunst“ begeisterte mit melodischem Punkrock, aber auch nachdenklichen deutschen Texten.

Schwedenpunk aus Deutschland

Den großen Kracher hatten die Organisatoren ans Ende der Punk-Rock-Nacht gesetzt. „Rasta Knast“, Schwedenpunk aus Deutschland! Die Jungs aus Hannover stehen für energiegeladenen Punkrock mit einer großen Portion Melodie und einem Schuss Melancholie. Dabei lässt sich die Vorliebe für schwedische Alltime-Punk-Bands wie „Asta Kask“, „Radioaktiva Räker“ oder „Strebers“ nicht verleugnen und spiegelt sich immer wider im Musikstil der vier Musiker.

Die Jungs haben jede Menge internationale Erfahrung. Auch in Michelau überzeugten sie mit ihren deutschen Liedern, aber auch Songs in Schwedisch, Portugiesisch und Spanisch gehörten zu ihrem Programm.

Nicht nur beim Drummer von „LAK“ glühten die Drumsticks.