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MARKTGRAITZ

50 Jahre Tischtennis innerhalb des Tunvereins Marktgraitz

50 Jahre Tischtennis innerhalb des Tunvereins Marktgraitz
Die Tischtennisgruppe des TV Marktgraitz in der Zeit, als das 25-jährige Bestehen gefeiert wurde. Foto: Roland Dietz

Viele Mitglieder der Tischtennis-Abteilung des TV Marktgraitz blieben wegen der Corona–Pandemie zu Hause. Dennoch war die 50 Jahr-Feier der Abteilung eine schöne Sache. Mit Stolz blickten die Anwesenden auf ereignisreiche 50 Jahre zurück.

Dies unterstrich die Vorsitzende des TV Marktgraitz, Kerstin Röling: „Die Corona-Pandemie hat uns alle etwas achtsamer gemacht. 50 Jahre Tischtennis-Abteilung in Marktgraitz sind auch eine Bilanz, die sich gerade heute sehen lassen kann. Es wurde ein Breitensport auf die Beine gestellt , bei dem jeder mit machen konnte und bis heute mitwirken kann.“ Neben dem Sport stehe die Gemeinschaft, auch mit dem Gegner in Respekt und Fairness, im Mittelpunkt.

Anfänge 1948 und von 1950 bis 1953 gab es den „TTC Marktgraitz/Redwitz“

Folgendes konnte sie im Anschluss aus der Chronik berichten: Bereits lange vor der Gründung der Abteilung sei schon ab 1948 immer wieder Tischtennis gespielt worden. Im Jahre 1950 sei auf die Initiative von Zahnarzt Dr. Hans Preißendörfer der Verein „TTC Marktgraitz/Redwitz“ gegründet worden. Man habe damals bereits mit zwei Herren- und einer Damenmannschaft am Spielbetrieb teilgenommen. Spielstätten seien der Höllensaal in Redwitz für die Damen und der Partheymüller-Saal in Marktgraitz gewesen. 1951 seien erstmals Turniere in Spielklassen ausgetragen worden. Aufgrund von Problemen mit der Saalmietung sei der Verein im Jahre 1953 leider wieder aufgelöst worden.

1967 hätten mit der Einweihung der Schulturnhalle in Marktgraitz endlich wieder Räumlichkeiten zur Verfügung gestanden, berichtete Röling. Und einige Marktgraitzer, die bereits aktiv in anderen Vereinen Tischtennis spielten, hätten an die Gründung einer eigenen TT-Abteilung innerhalb des Turnvereins ins Auge gefasst. Hauptinitiatoren waren laut der TV-Vorsitzenden Leonhard Prehmus, Heinrich Hagenbucher und Eduard Krauss. Aktive, die bereits im Verein von 1950 gespielt hätten.

Am 13. Juli fiel der Startschuss mit 28 Aktiven

Am 13. Juli 1970 war es dann soweit: Der damalige 1. Vorsitzende des TV Marktgraitz, Andreas Fischer, habe eine Zusammenkunft geleitet, die letztlich erfolgreich geweisen sei. Zur Gründung einer TT-Abteilung hätten sich 28 Personen (17 Erwachsene und elf Kinder/Jugendliche) gemeldet.

Beschlossen worden sei, zwei neue Platten zu kaufen. zwei weitere sollten aus Burgkunstadt beschafft werden. Hans-Alfred Geißlein, habe sich als 1. Abteilungsleiter zur Verfügung gestellt. Unter der Regie von Leonhard Prehmus hätten in der Saison 1971/72 bereits zwei Herrenmannschaften am Spielbetrieb teilgenommen, so Kerstin Röling. Spieler der 1. Stunde: Leonhard Prehmus, Hans-Alfred Geßein, Adolf Kestel, Eduard Krauss, Heinrich Hagenbucher, Heinrich Kestel, Josef Trinkwalter, Herbert Geßlein, Manfred Kollera, Franz-Josef Rubelt, Georg Partheymüller, Heinrich Seubold, Wolfgang Senger, Bernhard Herold und Günter Welsch. Erster Vereinsmeister wurde Leonhard Prehmus.

Der sportliche Erfolg stellte sich schon in 2. Saison ein

Seien dem sportlichen Erfolg natürlich zu Beginn Grenzen gesetzt gewesen, habe man eine sehr gute Kameradschaft gepflegt, die für ein harmonisches Klima in der Abteilung sorgte. Aber auch der Erfolg ließ laut der TV-Vorsitzenden nicht allzu lange auf sich warten: Der 1. Herrenmannschaft sei bereits in der 2. Saison der Aufstieg gelungen.

1975 sei eine Jugendabteilung gegründet worden, deren erster Vereinsmeister Hilmar Neder gewesen sei. Bis in die 1990-er Jahre habe es ein reges Sportleben gegeben, das von Auf und Abs geprägt gewesen sei. Auch bis heute hätten immer wieder schöne Erfolge errungen werden können:. So holten die Damen 2016 und 2017 jeweils den Kreispokal.

Eine schöne Begebenheit erzählte ein Mann der ersten Stunde: Josef Trinkwalter. Einen starken Zulauf an Spielern habe man durch das neu eröffnete Lehrschwimmbecken unterhalb der Turnhalle in den 1970-er Jahren verzeichnet. Nach dem Training oder dem Spiel hätten die Aktiven eben das Bad nutzen können, was in dieser Form im Landkreis wohl einmalig gewesen sei.

Begeisterung, wenn über alte Zeiten geplaudert wird

Es sei ein positives Zeichen, dass die kleine Feier trotz der nicht leichten Zeit abgehalten werden könne, sagte Bürgermeister Jochen Partheymüller. Im Namen aller Einwohner sprach er die Glückwünsche der Gemeinde aus. Für die Marktgemeinde sei es schön, eine Tischtennisabteilung zu haben und den Sport mit den kleinen Bällen zu frönen. Die Turnhalle werde demnächst auch wieder für sportliche Aktivitäten fit gemacht.

Pfarrer Lars Rebhan bemerkte, dass man auch heute noch viel Begeisterung erkennen könne, wen über alte Zeiten und den Tischtennissport gesprochen werde. Schön sei es, wenn weiterhin mit viel Hingabe, Konzentration und Gemeinschaftsgeist dem Sport nachgegangen werde. Dazu wünschte er allen viel Freude.

Geschenk für Mann der ersten Stunde: Josef Trinkwalter

Kerstin Röling zeichnete im Anschluss Gründungsmitglied Josef Trinkwalter für seine langjährige Treue und Einsatzbereitschaft mit einem Geschenk aus. Auch für die langjährige Leiterin der Damengruppe und der Gesamtabteilung Beate Geßlein gab es eine kleine Aufmerksamkeit.

Auf Abstand folgte dann ein gemütliches Beisammensein.

50 Jahre Tischtennis innerhalb des Tunvereins Marktgraitz
Vorsitzende Helga Thomas, Pfarrer Lars Rebhan und Vorsitzende Kerstin Röling (stehend, v. li.) zeichneten Beate Geßlein und Josef Trinkwalter (Gründungsmitglied) für ihre langjährige Treue aus. Foto: Roland Dietz
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Die Damenmannschaft im Jubiläumsjahr. Foto: Roland Dietz
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Die Herrenmannschaft im Jubiläumsjahr. Foto: Roland Dietz
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Gruppenbild am Ehrungsabend. Foto: Roland Dietz

Von Roland Dietz

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