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MÖNCHKRÖTTENDORF

Mönchkröttendorferin bei der Landfrauenküche

Mönchkröttendorferin bei der Landfrauenküche
Angela Wunderlich aus Mönchkröttendorf war die zweite Teilnehmerin aus dem Landkreis Lichtenfels bei der „BR-Landfrauenküche“. Foto: Gerda Völk

Elias hatte Geburtstag. Er und seine Schwester Anna wünschten sich als Nachspeise des Geburtstags-Menüs eine Ziegenfrischkäse-Tarte mit Himbeer-Limetten-Eis. Jene Nachspeise, mit der Angela Wunderlich bei der elften Staffel der „BR-Landfrauenküche“ gepunktet hatte. Nach Maria Pösch aus dem Lichtenfelser Ortsteil Roth war diesmal wieder Oberfranken durch den Landkreis Lichtenfels vertreten. Die Familie Wunderlich betreibt eine Wanderschäferei im Familienbetrieb mit rund 1800 Tieren. Viele ihrer Weiden liegen in schwer zugänglichen Naturschutzgebieten.

Im Mai diesen Jahres hatte ein Kamerateam die Wunderlichs besucht und erste Filmaufnahmen gedreht. „An diesem Tag war ein fürchterliches Wetter“, erinnert sich Angela Wunderlich. Früh hatte es genieselt, dann fiel sogar Schnee, und am Nachmittag schien die Sonne. Die ganze Bandbreite des Wetters. Eigentlich sollte die elfte Staffel mit Oberfranken beginnen, den frühen Drehtermin lehnte ihr Mann Anton Wunderlich aber ab.

Zuvor sollten noch einige Arbeiten am Haus erledigt werden. „Wenn schon das Fernsehen kommt, sollte es schon ordentlich ausschauen“, erklärt Anton Wunderlich. Letztlich war Oberfranken dann an dritter Stelle an der Reihe. Vom 2. bis 5. Juli war ein Kamerateam am Hof der Familie Wunderlich in Mönchkröttendorf präsent. Am Tag des Menüs waren es sogar zwei Teams, eines hat die Frauen bei der Betriebsführung begleitet, das andere hat Angela beim Kochen des Menüs gefilmt.

Ossobuco von den eigenen Lämmern

In diesem Jahr warteten zwei neue Herausforderungen auf die Landfrauen. Diesmal sollten nicht die Filetstücke verkocht werden, sondern jene Teile, die heute vom durchschnittlichen Verbraucher kaum noch nachgefragt werden, wie Wade, Innereien oder Beinscheiben. „Dabei sind gerade diese Teile in der Küche so unglaublich vielseitig zu verwenden“, erklärt die Köchin. Ossobuco von ihren eigenen Lämmern steht bei den Wunderlichs öfters auf Speisekarte. Dazu gab es Ofen-Süßkartoffel, Thymian-Vanille-Butter und Wurzelgemüse. Als Vorspeise ließen sich die Frauen Spargel-Ingwer-Salat auf Lammschinken-Carpaccio schmecken. Eigentlich sollte die Vorspeise aus Leber vom Lamm bestehen, davon hatte man ihr aber aus verschiedenen Gründen abgeraten. Deshalb hat sie eine Keule zum Metzger gebracht, und sie räuchern lassen. Am Tag des Menüs kam diese dann hauchdünn aufgeschnitten und mit Wildkräuter und Spargel auf die Teller der Landfrauen. Zudem war eine der Landfrauen Vegetarierin.

Ziegenfrischkäse für die Nachspeise

Mönchkröttendorferin bei der Landfrauenküche
Im Stall der Wunderlichs stehen Mutterschafe, Lämmer und Ziegen. Foto: Gerda Völk

Die Gastgeberinnen sollten ihr Menü so planen, dass auch eine fleischlose Variante dabei war. Nur das Fleisch weglassen wäre Angela Wunderlich nicht in den Sinn gekommen. „Damit wäre die Barbara nicht satt geworden.“ Bei ihr gab es Rote Beete, Süßkartoffel mit Feta überbacken. Den Ziegenfrischkäse für die Nachspeise hat sie sich von der zweiten Kandidatin Schirin Oeding aus der Oberpfalz mitgebracht.

Großes Finale am 18. November

Sieben Wochen lang haben sich sieben Frauen aus sieben bayerischen Regierungsbezirken gegenseitig bekocht, bewirtet und bewertet. Angela Wunderlich weiß, wer gewonnen hat, darf aber den Namen nicht verraten. Dies ist Teil der Vereinbarung zwischen der Produktionsfirma und den Teilnehmerinnen. Die Gewinnerin wird erst im großen Finale am 18. November bekannt gegeben.

Insgesamt zieht Angela Wunderlich ein positives Resümee. „Es hat Spaß gemacht, und wir haben Einblicke in andere Höfe gewonnen.“ Auch ein Treffen der Teilnehmerinnen der elften Staffel ist schon geplant. Wann das sein wird, steht noch in den Sternen.

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