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Coburg

Brose baut 2000 Stellen ab

Das Brose Verwaltungsgebaeude in Bamberg. Foto: Brose

Der Coburger Automobilzulieferer Brose plant bis Ende des Jahres 2022 die Anzahl der
aktuellen Arbeitsplätze in Deutschland um rund 2000 zu reduzieren, mehrheitlich in den
Zentral- und Geschäftsbereichen. Wie das Unternehmen am Donnerstag weiter mitteilte, sind im Wesentlichen die Standorte Bamberg, Hallstadt, Coburg und Würzburg betroffen. Brose wird die Fertigung von Schließsystemen von Wuppertal, wo derzeit rund 200 Mitarbeiter beschäftigt sind, verlagern. In den Werken Coburg, Würzburg, Hallstadt und Berlin sollen insgesamt circa 600 Arbeitsplätze entfallen. Die Geschäftsführung sei entschlossen, in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitervertretungen betriebsbedingte Kündigungen weitgehend zu vermeiden, heißt es von Unternehmensseite.

Als Grund für den Arbeitsplatzabbau nannte das Unternehmen den Wandel der Automobilindustrie, einen rückläufigen Markt insbesondere in China, den globalen Preisdruck, aber auch interne Ursachen. Weiter heißt es: "Die einseitige Klimadebatte zulasten der Kfz-Industrie schafft zusätzlich Unsicherheit. Steigende Personal- und Arbeitskosten gefährden die Wettbewerbsfähigkeit der in Deutschland produzierenden Unternehmen."

Das Coburger Unternehmen mit dem schillernden Michael Stoschek als Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung an der Spitze beschäftigt rund 26000 Mitarbeiter an 63 Standorten in 23 Ländern. Diese erwirtschaften einen Umsatz von etwa 6,3 Milliarden Euro. 

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