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LICHTENFELS

Stadtrat Lichtenfels für Sanierung der Straße An der Zeil

Die Straße An der Zeil im Lichtenfelser Ortsteil Schney muss saniert werden. Der Stadtrat stimmte einer Erneuerung im kommenden Jahr zu. Foto: Steffen Huber

Die Stadt Lichtenfels lässt im nächsten Jahr die Straße An der Zeil in Schney sanieren. Der Stadtrat gab in der Sitzung am Montagabend einstimmig grünes Licht für das knapp 750 000 Euro teure Vorhaben. Laut Stadtbaumeister Gerhard Pülz bedeutet diese Sanierung aber auch, dass in den kommenden Jahren einige Baustellen in Schney für Verkehrsbehinderungen sorgen. Konkret sind dies neben der Straße An der Zeil die Friedrich-Ebert-Straße und die Krebsbachbrücke.

Der Stadtbaumeister gab dazu den Stadträten folgenden Zeitplan bekannt: Die bereits in diesem Jahr begonnene Verlegung von Leitungen in der Friedrich-Ebert-Straße soll im nächsten Jahr abgeschlossen werden. Allerdings werde nur eine provisorische Oberfläche verlegt, endgültig soll die Straßendecke dann im Jahr 2021 erneuert werden.

Krebsbachbrücke wird im nächsten Jahr neu gebaut

Als Umleitungsstrecke sind die Straßen An der Zeil sowie die Krebsbachbrücke vorgesehen. Sobald es der Arbeitsfortschritt in der Friedrich-Eber-Straße erlaube, beginne die Stadt mit der Sanierung der Straße An der Zeil. Darin enthalten ist laut Pülz unter anderem der Neubau der Einmündung in die Coburger Straße, der Lückenschluss des Rad- und Gehwegs nach Norden, die Erneuerung des Straßenbelags und die Sanierung dringend erforderlicher Gehwegabschnitte. Außerdem sollen die Betriebseinfahrten verstärkt werden. Die total marode Krebsbachbrücke wird im kommenden Jahr außerdem einem Neubau weichen.

Wie der Stadtbaumeister erläuterte, war für diese Planung eine Abstimmung mit dem Landratsamt notwendig, da die Friedrich-Ebert-Straße gleichzeitig als Kreisstraße Lif 2 unter dessen Zuständigkeit fällt. „Die Kanalsanierung wird im kommenden Jahr zu einer zeitweiligen halbseitigen Sperrung der Friedrich-Ebert-Straße führen, auch während der Arbeiten in der Straße An der Zeil und an der Krebsbachbrücke“, wies Pülz auf zu erwartende Verkehrsbehinderungen hin.

Die Krebsbachbrücke in Schney ist so marode, dass sie im nächsten Jahr neu gebaut werden muss.Archivfoto: Markus Drossel Foto: Markus Drossel

Kreisverkehr an Einmündung in Coburger Straße nicht ideal

Christian Barth (Junge Bürger) fragte an, ob nicht die Kreuzung An der Zeil zur Coburger Straße als Kreisel gestaltet werden könnte. Darauf Gerhard Pülz: „Ein Kreisverkehr ist hier baulich nicht ideal. Dagegen ist ein Kreisel zwischen der Lif 2 und der Coburger Straße eher machbar, zumal hier auch die Verkehrsströme der beiden Straßen vergleichbar sind.“ Positiv über die Arbeiten an der Krebsbachbrücke äußerte sich Elke Werner (SPD), die sich aber enttäuscht zeigte, dass sich die Erneuerung der Friedrich-Ebert-Straße um ein weiteres Jahr verzögere.

Gegen zwei Stimmen aus dem Gremium votierte der Stadtrat für einen Verkauf des Anwesens Coburger Straße 20. Den Zuschlag für das Gebäude zu einem marktüblichen Preis soll ein Bieter erhalten, der ein entsprechendes Nutzungskonzept für das Haus präsentiert, so Andreas Eberlein von der Stadtverwaltung.

„Es gab ja den Vorschlag, in dem Haus anerkannte Asylbewerber wohnen zu lassen. Meine Befürchtung ist, dass es dann zu einer Stigmatisierung gekommen wäre. “
Emmi Zeulner, CSU-Stadträtin

Emmi Zeulner (CSU) freute sich, dass sich die Bürgervertretung für eine Veräußerung des Anwesens entscheide: „Es gab ja den Vorschlag, in dem Haus anerkannte Asylbewerber wohnen zu lassen. Meine Befürchtung ist, dass es dann zu einer Stigmatisierung gekommen wäre. Deswegen ist es wichtig, dass der Wohnbereich Innenstadt für alle gesellschaftlichen Schichten zugänglich gemacht wird.“

 

Von Steffen Huber

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