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LICHTENFELS

Große Einwände von Grundstückseigentümerin

Der Stadtrat stimmte am Montag den Änderungen für den Bebauungsplan „Lärchenweg“ in Reundorf zu. Da die Wünsche der Grundstückseigentümerin wegen der Straße Lärchenweg laut Aussage des Bauamtes sehr tief in die Planungshoheit der Stadt eingreifen würden, steht ein Rückkauf für eine Privaterschließungsstraße im Raum. Foto: Stadtbauamt Lichtenfels

Der Stadtrat hatte im Mai den Bebauungsplan B 41 „Reundorf“ auf den Weg gebracht, in der Zusammenkunft am Montag wurden nun die Anregungen und Bedenken der Träger öffentlicher Belange in die Pläne eingearbeitet. Naturschutzrechtliche Einwände wie die Pflanzung einer Hecke wurden ebenso eingearbeitet wie die Anregung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forst, das Regenwasser über Zisternen zurückzuhalten beziehungsweise über Sickermulden dem Grundwasser zuzuführen.

Wesentlich größer waren die Einwendungen der Grundstückseigentümerin des Baugebiets, wie der Stadtbaumeister erläuterte. Diese möchte sowohl den Zeitplan als auch die Art und Weise, wann und wie die Straße gebaut werden soll, selbst in der Hand behalten. Sie fordere ferner, dass das Grundstück auch ohne Erschließung mit Straße oder Kanal bebaut werden könne und verlange die schriftliche Zusicherung, dass der Lärchenweg niemals Durchgangsstraße werde. „Diese Forderungen greifen sehr tief in die Planungshoheit die Stadt, den städtischen Haushalt und der Entscheidungsfreiheit künftiger Stadtratsgremien ein“, sagte Pülz, weshalb er abriet, schriftlich kritische Nebenbestimmungen zu bestätigen. Dagegen schlug er vor, der Grundstückseigentümerin die Straßentrasse zum Rückkauf anzubieten, damit diese als Privaterschließungsstraße anlegt werden könne. Das Gremium erteilte dem Vorschlag seinen Segen, ob es einen Rückkauf der Trasse gibt, bleibt aber offen.

Zehn Bauplätze für Isling

Zustimmung gab es für die Teilerschließung des Baugebiets in Isling für zehn Grundstücke sowie die Änderung des Bebauungsplanes B 25 „Gustav-Heinemann-Straße“ von einem Misch- zu einem Wohngebiet. Lediglich entlang der Viktor-von-Scheffel-Straße soll die Fläche, auf der ein Einzelhandelsmarkt steht, als Mischgebiet erhalten bleiben.

Gegen eine Stimme votierte das Gremium für eine Änderung des Bebauungsplanes B 16 Eichenweg südlich der Umgehungsstraße. Grund ist der Antrag auf Erweiterung des Altenwohnheims Elisabeth. Laut Stadtbaumeister Pülz herrsche beim Eichenweg eine angespannte Verkehrssituation, weshalb bei einer Erweiterung die Stellplatzsituation für Beschäftigte, Bewohner und Besucher nachzuweisen sei. Auch die Stadt müsse die Verkehrssituation mit Bushaltestelle, Querungshilfe oder Parkplätzen überdenken, so Pülz. (hubi)

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