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MISTELFELD

In Mistelfeld den Bund fürs Leben geschlossen

In Mistelfeld den Bund fürs Leben geschlossen
Zur eisernen Hochzeit von Kunigunda und Kurt Baldauf (Mitte) gratulierten (v. li.) Bürgermeister Andreas Hügerich, der Sohn Ralf Baldauf, die Tochter Karin Geiger, der Sohn Udo Baldauf und Landratstellvertreter Helmut Fischer. Foto: Alfred Thieret

Am Sonntag feierten Kurt und Kunigunda Baldauf mit einem von Pfarrer Henryk Chelkowski zelebrierten Dankgottesdienst in der Sankt Andreas Kirche ihre Eiserne Hochzeit, in der Kirche, in der sie vor 65 Jahren von Pfarrer Leo Veth getraut wurden.

Der gebürtige Burgberger Kurt Baldauf kannte seine spätere Frau Kunigunda Kraus, die aus Mistelfeld stammt, schon längere Zeit vom Sehen her, lernte sie aber erst bei einer Tanzveranstaltung näher kennen. „Vor allem war ich von ihren langen schwarzen Zöpfen fasziniert“, schwärmt der Jubilar heute noch. Kurt Baldauf erlernte das Polsterhandwerk und war 50 Jahre bei der Firma Fleschutz tätig, wo er es vom Lehrling bis zum Produktionsleiter brachte. Auch seine Ehefrau arbeitete in der Polstermöbelfirma.

Aus der Ehe gingen die drei Söhne Udo, Ralf und Ulrich sowie die Tochter Karin Geiger hervor, die in Mistelfeld oder in der näheren Umgebung wohnen. Über sechs Enkel, drei Urenkel und zwei Ururenkel kann sich das Jubelpaar schon freuen. Kurt Baldauf engagierte sich jahrzehntelang auf verschiedenste Weise für seine Mistelfelder Mitbürger. Seine fußballerische Karriere begann er beim FC Lichtenfels, bis er ab 1953 viele Jahre für den FV Mistelfeld spielte und dort zwölf Jahre als Spielleiter sowie drei Jahre als Vorstand tätig war. Natürlich war er lange Zeit aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Mistelfeld und gehört dem Obst- und Gartenbauverein sowie dem Gesang- und Musikverein an. Vor allem für die Kirche hat er sich immer sehr eingesetzt.

37 Mal bei der Wallfahrt dabei

So war er von 1971 bis 1986 Kirchenpfleger, dann im Pfarrgemeinderat vertreten und leistete auch bei der Renovierung des Pfarrzentrums sehr viel Arbeit. 37 Mal wallte er am Dreifaltigkeitssonntag mit der Mistelfelder Wallfahrt zum Gnadenort nach Gößweinstein. Äußerst beliebt waren die Mehrtagesreisen, die Kurt Baldauf viele Jahre lang organisierte. „Meine Gunda war stets die Stütze der Familie, auf sie konnte ich mich verlassen, ohne sie hätte ich mich nicht so intensiv dem Vereinswesen und dem gesellschaftlichen und kirchlichen Leben widmen können“, lobte Kurt Baldauf seine Frau. Auch wenn es schon lange zurückliegt, erinnern sich beide gerne an die schönen Wochenendtouren mit dem Motorrad: „Am Sonntag haben wir oft mit unserer grünen Ardie 175 wunderschöne Ausflugsfahrten unternommen, ganz besonders häufig in die Fränkische Schweiz“.

Bürgermeister Andreas Hügerich gratulierte als Mistelfelder dem Jubelpaar natürlich besonders herzlich persönlich und im Namen der Stadt, überreichte ein Geschenk und wünschte den Jubilaren ebenso wie der Landratstellvertreter Helmut Fischer noch viele glückliche gemeinsame Jahre. Auch das Obermain-Tagblatt wünscht nachträglich alles Gute.

Von Alfred Thieret

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