aktualisiert:

MISTELFELD

Mistelfeld: Hochwasserschutz und Dorferneuerung im Fokus

Die Christ-Sozialen und die Jungen Bürger wollen sich für Mistelfeld einsetzen. Foto: Markus Drossel

Nachdem die Instandsetzung der Straßen und Brücken-Infrastruktur sowie die Hochwasserproblematik in Mistelfeld regelmäßig Gegenstand von Diskussionen sind, haben sich die CSU-Stadträte Emmi Zeulner und Bernd Krauss im Rahmen einer Ortsbegehung in Mistelfeld unter anderem mit einigen Anwohnern über die Gegebenheiten entlang des Leuchsenbachs beraten.

Bis zu 75 Prozent Fördergelder möglich

Dabei konnte laut Pressemitteilung der Abgeordneten festgestellt werden, dass beispielsweise im Lehenweg über weitere Maßnahmen für den Schutz vor Hochwasser nachgedacht werden müsse, da die Anwohner weitere Schäden befürchten. Aus diesem Grund schlagen die Mehrheit der CSU-Stadtratsfraktion und die Fraktion der Jungen Bürger Lichtenfels der Stadt Lichtenfels vor, ein „Integrales Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept (HQ100-Schutz)“ gemeinsam mit dem zuständigen Wasserwirtschaftsamt Kronach zu prüfen und gegebenenfalls zu planen.

Der Stadt Lichtenfels steht dabei eine staatliche Förderung von bis zu 75 Prozent zur Verfügung. Die Verbreiterung des Baches, gezielte Rückhaltemaßnahmen, die Anhebung der Brücken sowie die Konstruktion von Mauern entlang des Leuchsenbachs seien dabei mögliche Schritte, um die Folgen eines Hochwassers zu reduzieren. Des Weiteren bitten die Mehrheit der CSU-Stadtratsfraktion und die Fraktion der Jungen Bürger Lichtenfels um Prüfung, inwieweit das Amt für Ländliche Entwicklung mithilfe der Dorferneuerung bei der Verbesserung der aktuellen Gegebenheiten in Mistelfeld eingebunden werden kann.

Hochwasserschutzes in Mistelfeld dringend diskussionswürdig

Beispielsweise wurden im Zuge eines Hochwasserschutzes in Klosterlangheim Gelder aus dem Fördertopf der Dorferneuerung verwendet. Neben gemeinschaftlichen und öffentlichen Maßnahmen können für die Dorferneuerung auch private Vorhaben mit durchschnittlich 30 Prozent finanziell unterstützt werden. Geht es nach dem Stadtrat Bernd Kraus, ist der Bedarf eines Hochwasserschutzes in Mistelfeld dringend diskussionswürdig: „Vor allem wenn man an das letzte Hochwasser im Jahr 2014 denkt, das die Bewohner in Mistelfeld stark getroffen hatte. Ein neuer Hochwasserschutz würde sowohl der örtlichen Hochwassersituation als auch der Lebensqualität der Anwohner und späteren Generationen nachhaltig zugutekommen.“

„Parallel zur Prüfung eines Hochwasserschutzes in Mistelfeld sollen auch die Bewohner im Rahmen einer Bürgerversammlung über das Thema Hochwasserschutz informiert werden. Schließlich kann solch eine Maßnahme nur umgesetzt werden, wenn sie von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen wird“, ergänzt die Stadträtin Emmi Zeulner. (red)

Weitere Artikel