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LAHM

Klein, aber fein: die neue Kapelle im Wald bei Lahm

Klein, aber fein: die neue Kapelle im Wald bei Lahm
Ein langer Zug Richtung „Michael-Stengel-Platz“ mit der Uetzinger Blaskapelle und zahlreichen Festbesuchern. Foto: Gerd Klemenz

Für viele ist Lahm auf den Höhen des fränkischen Jura ein Begriff wegen des Skilifts oder der katholischen Sankt-Antonius-Kapelle. Seit Kurzem gibt es dort eine weitere Sehenswürdigkeit – eine kleine, aber feine Kapelle, die den 14 Nothelfern gewidmet ist. Kürzlich wurde sie bei herrlichem Sonnenschein von dem Islinger Pfarrer Henryk Chelkowski feierlich geweiht.

Zunächst fand eine Kirchenparade vom „Brunnenäcker“ in Lahm zum etwa 500 Meter im Wald gelegenen „Michael-Stengel-Platz“ statt. Rund 200 Gläubige aus nah und fern sowie Mitglieder des Stadtrates mit Drittem Bürgermeister Winfried Weinbeer, einer Fahnenabordnung der Ortsfeuerwehr und der Soldatenkameradschaft folgten der Einladung. Somit gab die Kirchenparade ein feierliches Bild ab.

Klein, aber fein: die neue Kapelle im Wald bei Lahm
Der Islinger Pfarrer Henryk Chelkowski segnet die Kapelle. Foto: Gerd Klemenz

Die Kapelle ist in etwa dreijähriger Bauzeit in mühevoller Arbeit entstanden. Der aus Lahm stammende Rainer Schmitt hatte die Idee dazu und hat den wunderschönen Bau im idyllischen Waldstück realisiert. Schon am Anfang gab es immer wieder Schwierigkeiten zu bewältigen, die ihn aber nicht von seinem Vorhaben abbrachten. Die große Teilnahme an der Feierstunde zeigte, dass der Bauherr richtig gehandelt hat.

Klein, aber fein: die neue Kapelle im Wald bei Lahm
Blick in die Kapelle, die den 14 Nothelfern gewidmet ist. Foto: Gerd Klemenz

Bei dem Projekt wurde er von zahlreichen Freunden und Bekannten unterstützt, die eine Holztafel von der Kapelle namentlich auflistet. Der Bau, die farbliche Abstimmung der Kapelle, das Bild der Nothelfer über dem Altar sowie die Außenanlage zeigen, dass hier Fachleute am Werk waren. Zahlreiche Sitzbänke laden zum Verweilen an diesem Ort ein, um die Natur zu genießen oder den Nothelfern mit einem Gebet zu danken.

Klein, aber fein: die neue Kapelle im Wald bei Lahm
Bauherr Rainer Schmitt und seine Tochter Lydia läuten zur Weihe der Kapelle. Foto: Gerd Klemenz

Sogar an eine Glocke wurde gedacht. Bei der Einweihungsfeier läutete Rainer Schmitt zusammen mit seiner Tochter Lydia. „Mir ist schon des Öfteren von den 14 Nothelfern geholfen worden. Schwere Schicksalsschläge gab es schon öfters in meinem Leben. Als Dank, dass ich das alles überstanden habe, steht nun diese kleine Kapelle hier. Außerdem war mein Großvater, vielen als ,Pater Michel‘ bekannt, jahrzehntelang Kirchenschweizer in Vierzehnheiligen“, erzählte der Bauherr.

Diese Einweihungsfeier der Waldkapelle ist genauso einzigartig wie kürzlich die Glockenweihe in der rund acht Kilometer entfernten Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen. Solche Ereignisse erlebt man wahrscheinlich nur einmal. Musikalisch wurden die Kirchenparade sowie die Segnung von der Uetzinger Blaskapelle umrahmt.

„Dankbarkeit ist ein ganz wichtiger Bereich unseres Lebens. Als Mensch müssen wir immer dankbar sein“, so Pfarrer Henryk Chelkowski zu Beginn. Er bezeichnete das Bauwerk als ein Zeichen der Liebe zu Gott, zur Kirche und zu den 14 Nothelfern. Dritter Bürgermeister Weinbeer überbrachte die Grüße der Stadt und würdigte die Leistung vor Ort. Weinbeer zeigte sich erfreut über die „14-Nothelfer-Kapelle“, da auch er eine besondere Beziehung zu den Nothelfern habe.

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Die Einweihungsfeier der „Nothelfer Kapelle“ auf dem „Michael-Stengel-Platz“. Foto: Gerd Klemenz

Im Anschluss verbrachten alle noch schöne Stunden vor Ort, immer wieder stießen Radfahrer und Fußgänger dazu. Der Erlös des Nachmittags dient zum Erhalt der Kapelle.

Von Gerd Klemenz

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