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LICHTENFELS

Die zauberhafte Welt der Nadejda Vlaeva

Die zauberhafte Welt der Nadejda Vlaeva in Lichtenfels
Nadejda Vlaeva. Foto: Lisa Marie Mazzucco

Die Sommerpause ist zu Ende, und die bundesweit vertretene Reihe „Weltklassik am Klavier“ gastiert wieder in der ehemaligen Synagoge in Lichtenfels. Klassikliebhaber dürfen sich wieder regelmäßig auf junge, vielversprechende oder aber schon renommierte Künstler freuen und in einer intimen, familiären Atmosphäre Klavierkonzerte vom Barock über Klassik und Romantik bis hin zum Impressionismus, von Bach, Beethoven, Mozart, Chopin, Liszt, Debussy und vielen mehr genießen.

Virtuosin Nadejda Vlaeva gilt in Deutschland immer noch als absoluter Geheimtipp, obwohl sie in der Fachwelt schon längst höchste Aufmerksamkeit genießt und ihr Spiel gerne als elektrisierend und mitreißend beschrieben wird. Am Sonntag, 8. September, um 17 Uhr gastiert die in New York lebende Bulgarien in der ehemaligen Synagoge. Ihr Programm „Füllhorn der Meisterwerke – Die zauberhafte Welt der Nadejda Vlaeva!“ lädt ein zu einer Reise ins Europa des 19. Jahrhunderts.

Auf der Suche nach dem speziellen Geheimnis eines jeden Werks

Mit Werken von Bach/Brahms, Tschaikowsky, Schubert, Arenski und Liszt begibt sich Nadejda Vlaeva auf die Suche nach dem speziellen Geheimnis eines jeden Werkes, dringt bis ins Innerste vor, verleiht den Stücken die schönsten Farben und Melodien und lässt sie ansteckend lebendig werden.

Nadejda Vlaeva übernimmt den Auftakt in der ehemaligen Synagoge. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt über sie: „Das geht zu Herzen!“ Sie trat europaweit, in Asien und in Nordamerika als Solistin und mit renommierten Orchestern auf.

Als erste Künstlerin nahm sie die kompletten Bach-Transkriptionen von Camille Saint-Saëns auf (Hyperion), welche das BBC Music Magazine als „positivly stunning“ bezeichnete. Sie erhielt den Grand Prix „Liszt“ für ihre CD „Piano Music of Liszt“. Erst vor kurzem entdeckte Werke der Komponisten des 19. Jahrhunderts Bortkiewicz und Drozdoff wurden von ihr in der Carnegie Hall uraufgeführt. Bei der EG-Konferenz arbeitete sie mit dem Geiger Joshua Bell zusammen.

Von Brahms über Tschaikowsky und Schubert bis Arensky und Liszt

Der Abend in Lichtenfels steht unter dem Titel „Weltklassik am Klavier – Füllhorn der Meisterwerke – Die zauberhafte Welt der Nadejda Vlaeva!“ Das 19. Jahrhundert zeichnete sich durch eine überwältigend große Vielfalt kompositorischer Stile in Europa aus. Los geht es mit Brahms in Deutschland und seinem Arrangement der Chaconne von Bach für die linke Hand.

Tschaikowsky schrieb seine ausdrucksvollsten Werke in Russland. Seine Dumka ist sowohl melancholisch, als auch romantisch. Sein Elegisches Lied präsentiert eine verblüffend einfache Melodie mit wunderschönen Harmonien. Schubert schrieb viele Charakterstücke in Österreich. Das Impromptu in b-Dur ist ein Set von fünf Variationen über ein fröhliches Thema, das in C-Dur ein sonniges Werk mit einem optimistischen zweiten Thema.

Am Moskauer Konservatorium unterrichtete Arensky die berühmten Zöglinge Skrjabin und Rachmaninoff. Er schrieb eine Fülle kürzerer Stücke mit großem Charme. Der Ungar Franz Liszt beschreibt mit dem Mephisto-Walzer eine wilde Hochzeit, an der Mephistopheles und Faust teilnehmen. Dieses Stück erfordert größte Virtuosität.

Platzreservierungen: unter Tel. (0211) 9365090, per E-Mail an info@weltklassik.de oder über die Tourist-Information Lichtenfels, Marktplatz 10, Tel. (09571) 795-101. Jugendliche bis 18 Jahre zahlen keinen Eintritt. Weitere Infos unter www.weltklassik.de.

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