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MÖNCHKRÖTTENDORF

Familientag: Was so alles im Bauerngarten wächst

Familientag: Was so alles im Bauerngarten wächst
Die Gewinner des Familientags in Mönchkröttendorf mit Landrat Christian Meißner (2. v. li.) und Kreisfachberater Michael Stromer (4. v. li.). Foto: Gerda Völk

Beinahe pünktlich zum Familientag in Mönchkröttendorf öffnete der Himmel seine Schleusen. Es regnete. Doch davon ließen sich die Teilnehmer der Dorfrally nicht abhalten. Sie gingen einfach etwas später auf ihren Rundgang durch den Ort und die angrenzende Natur. Der Familientag wurde vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege sowie vom Obst- und Gartenbauverein Mönchkröttendorf ausgerichtet. Die Besucher erwartete eine spannende Rallye durchs Dorf und die angrenzende Flur.

Dorf präsentiert sich von einer neuen Seite

Meist kennt man das kleine Juradorf nur vom Durchfahren. Nicht so am Familientag, da präsentierte sich der Ort einmal von einer ganz anderen Seite. „Die Dorfrally bietet einen Einblick in Ecken, die sonst nicht im Fokus stehen“, erklärt Simone Fischer vom örtlichen Gartenbauverein. Bei der Rallye wurden alle Sinne angesprochen. Gefragt waren Geschicklichkeit, Gemeinschaftssinn und das Interesse an der Natur.

Familientag: Was so alles im Bauerngarten wächst
Vom Aussichtsplatz aus zeichnen sich fünf Windräder im Hintergrund ab, wie die Kinder mit ihren Fingern zeigen. Foto: Gerda Völk

Die Fragen waren so aufgebaut, dass sie auch von jüngeren Kindern beantwortet werden konnten. Bei etwas kniffligeren Fragestellungen war dann die Mithilfe der Eltern gefragt. Für Kreisfachberater Michael Stromer erfüllte der Familientag gleich zwei Anliegen. Die Besucher lernten den ausrichtende Ort näher kennen, und der Kreisverband konnte sich und seine Arbeit vorstellen.

Mit einem sogenannten Laufzettel, ausgegeben am Spielplatz an der Dorfstraße, ging es auf einem Rundweg, der 14 Stationen umfasste. Dabei ging es um Fragen zur Natur und Kultur.

„Weihnachtsbäume“ mitten im Sommer

Relativ leicht waren die Fragen bei den Jägern zu beantworten: „Welcher Vogel ruft seinen eigenen Namen und legt seine Eier in fremde Nester?“ oder „Wo bringt der Fuchs und Dachs seine Jungen zur Welt?“

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Mit sogenannten Laufzettel machten sich die einzelnen Gruppen auf einen Rundweg durch Dorf und Flur. Foto: Gerda Völk

In Carola Zeis‘ Gemüsegarten, einem typischen Bauerngarten, sollten drei Gemüsesorten und zwei Beerensträucher benannt werden. Unterwegs waren auch drei Mütter mit fünf Kindern aus Isling. Der dreijährige Elias hatte an der vierten Station das Gesuchte sofort entdeckt. „Weihnachtsbäume“ rief er den Erwachsenen zu. Die neunjährige Marie wusste auch, um welche Bäume es sich dabei handelte. „Das haben sie in der Schule gelernt“, erklärte ihre Mutter.

Familientag: Was so alles im Bauerngarten wächst
Nagelbilder konnten die Teilnehmer an einen Stand der Buntspechte basteln.

Der Weg führte vorbei an einem großen alten Baum, an dem der Kronendurchmesser geschätzt werden musste, über das „Wasserhäusla“ zu einem besonders schönen Punkt, der einen Ausblick weit in die Landschaft bot. Die Frage, wie viele Windräder zu sehen sind, ließ sich noch relativ leicht beantworten. Dagegen brauchte man bei der Frage, welche Dörfer zu sehen waren (Roth und Schwürbitz), schon genauere Ortskenntnisse.

Wissenswertes über Honig- und Wildbienen

Am Rand einer Wiese warteten Helmut und Kerstin Schmidt mit geballten Informationen über Bienen auf die Teilnehmer. Kerstin Schmidt ist Mitarbeiterin der Umweltstation. Ihr Anliegen ist nicht nur, über die Honigbiene zu informieren, sondern auch über andere Bestäubungsinsekten aufzuklären. „Während die Honigbiene erst bei acht bis zehn Grad fliegt, starten Wildbienen und Hummeln schon bei zwei Grad“, erläuterte sie.

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Süßes gibt es bei Kerstin Schmidt (re.), der Mitarbeiterin der Umweltstation, die eine Honigwabe mitgebracht hat.

Kerstin Schmidt wollte aber nicht nur informieren, sondern hatte auch eine Wabe mit Inhalt mitgebracht sowie verschiedene Gläser mit Honig. Wer mochte, konnte alles durchprobieren. Ein Angebot, dass sich vor allen die Kinder nicht entgehen ließen.

Im Dorf wartete Heiner Gesslein aus Marktgraitz auf die Teilnehmer. Hier konnte Weide mit etwas Fantasie zu Armreifen oder etwas Dekorativem verarbeitet werden.

Familientag: Was so alles im Bauerngarten wächst
Auch Korbflechter Heiner Gesslein war mit einem Stand vertreten. Foto: Gerda Völk

Mit dem Shuttlebus ging es dann zur Schäferei Wunderlich. Hier erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Arbeit einer modernen Schäferei. Der Betrieb besitzt rund 1300 Mutterschafe und deren Lämmer. „Bis zum Alter von zwölf Monaten wird das kleine Schaf Lamm genannt“, erfuhren die Gruppen.

Vier Teams erreichen die volle Punktzahl

Am diesjährigen Familientag nahmen rund 200 Personen teil. Dabei erreichten vier Teams die volle Punktzahl. Die Familie Warmuth aus Michelau, die Familie Ros aus Strössendorf, die Jugendgruppe der Weidnitzer Feuerwehr und die „Buntspechte“ der Gartenfreunde Lahm. Ihnen gratulierten Kreisfachberater Michael Stromer und Landrat Christian Meißner, die die Preise überreichten.

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In Carolas Gemüsegarten waren Fragen zu Gemüsesorten und Beerensträuchern zu beantworten. Foto: Gerda Völk

Kreisfachberater Michael Stromer freute sich, dass trotz des Wetters noch so viele gekommen sind. Ein positives Fazit zog auch die Vorsitzende des örtlichen Gartenbauvereins, Carola Zeis.

 

Von Gerda Völk

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