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LICHTENFELS

Altenbanz ist das schönste Dorf im Landkreis Lichtenfels

Das Siegerdorf: Gartenbauvereins-Vorsitzender Jürgen Hagel begrüßte zusammen mit einigen Bürgern die Delegation am Alten Schulhaus in Altenbanz. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Michael Stromer

Altenbanz ist der Sieger des Kreisentscheid im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden“. Elf Dörfer beteiligten sich an der 27. Runde des staatlichen Wettbewerbes. Die Plätze zwei und drei belegen Lahm und Seubersdorf. Die Jury unter der Leitung von Kreisfachberater Michael Stromer besuchte am Montag und Dienstag die Dörfer und am Ende fiel die Entscheidung denkbar knapp aus. Altenbanz hat als Kreissieger nun die Möglichkeit, im nächsten Jahr am Bezirksentscheid teilzunehmen.

„Es ist enorm, was die Bürgerinnen und Bürger vor Ort leisten und mit wie viel Herzblut und Engagement sie sich für ihre Heimat und die Verschönerung ihrer Dörfer einsetzen“, betont Landrat Christian Meißner, der Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege ist. Nach den Begehungen zeigte er sich ebenso wie die Jury sehr erfreut über die Präsentation aller teilnehmenden Orte. Die Gartenbauvereine sorgten mit ihrem Einsatz für das anhaltend hohe Level der Gestaltung und der Attraktivität in den Dörfern.

„Es ist enorm, was die Bürger vor Ort leisten und mit wie viel Herzblut und Engagement sie sich für ihre Heimat und die Verschönerung ihrer Dörfer einsetzen.“
Christian Meißner, Landrat

In allen Dörfern stellten die Vorsitzenden der Gartenbauvereine ihren Ort vorzustellen und erläuterten die Entwicklungen der vergangenen Jahre. Altenbanz habe aufgrund der ICE-Baustelle und der anschließenden Kanal- und Straßensanierung in den vergangenen Jahren nicht am Wettbewerb teilgenommen, berichtete Jürgen Hagel. Wohlüberlegte Entscheidungen der Dorfgemeinschaft und eine große Einsatzbereitschaft bei der Umsetzung führten zu sehr guten, auf den ersten Blick machmal gar nicht so auffälligen Lösungen, befand die Jury. Das gelte für die Positionierung des Festplatzes genauso wie für die Neugestaltung der Ortsstraße, des Kirchumfelds und des „Plans“. Auch die neue Wohnbebauung am Ortsrand füge sich harmonisch ein und ermögliche es jungen Familien im Dorf zu bleiben.

Dieser prächtige Rittersporn ziert einen der vielen artenreichen Privatgärten in Burkheim. Foto: Landratsamt Lichtenfels/Michael Stromer

Das Lichtenfelser Jura-Dorf Lahm überraschte die Jury mit einer großen Beteiligung der Bürger und vor allem auch der Kinder. Das kommt nicht von ungefähr, bildet doch gerade die Kinder- und Jugendgruppe des Gartenbauvereins eine starke Gruppe mit vielen Aktionen zum Wohl der Dorfgemeinschaft. So war auch ein Anlaufpunkt beim Dorfrundgang das vor gut einem Monat gestaltete „Herz für Bienen“, bei dem die Kinder ein mit einem kleinen Weidenzaun eingefasstes Beet mit einer Blühmischung angelegt haben. Auch in Privatgärten wurde in Lahm jüngst viel investiert und angebaut, aufgestockt und mit neuer Nutzung versehen, was von der hohen Verbundenheit der Einwohner zu ihrer Ortschaft zeugt.

Schmucke Höfe und stattliche Bäume in Seubersdorf

Gleiches gilt auch für Seubersdorf. Arbeitsschwerpunkt der vergangenen Jahre war dort das neue Feuerwehrhaus mit Maschinenhalle und Außenanlagen. In Seubersdorf imponierte der Jury vor allem die dorfgemäße Gestaltung der Höfe und des Kirchenumfeldes, die Akzeptanz von großen Bäumen, Sträuchern und Kletterpflanzen an Scheunen und Wohnhäusern und die gelungene Maßstäblichkeit der Neubauten.

Das Golddorf Burkheim macht seinem Namen alle Ehre

Parallel zum staatlichen Dorfwettbewerb hatte der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege auch einen Blumenschmuck-Wettbewerb gestartet, an dem sich neun Dörfer beteiligten. Auch hier lagen die Bewertungsergebnisse der Jury nahe beieinander. Schließlich machte Burkheim das Rennen, gefolgt von Görau und Seubersdorf.

Burkheim, das sich seit seiner Goldmedaille auf Bundesebene 1998 nicht mehr am Hauptwettbewerb beteiligt, lasse hinsichtlich der passenden Pflanzenauswahl, des Pflegezustandes, der Vielfalt und des Engagements des Gartenbauvereins für den Blumenschmuck im Ort kaum Wünsche offen, so das Urteil der Jury. Die Pfingst- und Strauchrosen an der Kirche und an der Hauptstraße, die dorfgemäße und artenreiche Vorgartenbepflanzung auch in den neueren Siedlungsbereichen und die schmucken Sommerblumen an Geländern und auf Fensterbänken machen Burkheim als Golddorf alle Ehre.

Görau erscheint wie eine große Terrasse voller Blumen

Was die schiere Anzahl von Kübel-, Fenster- und Balkonpflanzen angeht, wird allerdings selbst Burkheim noch von Görau übertroffen. Dort beteiligen sich sehr viele Haushalte an der jährlichen Sammelbestellung für Sommerblumen, was das Jura-Dorf in eine einzige große Terrasse verwandelt und von Heimischen und Wanderern gleichermaßen genossen wird. In Seubersdorf gefielen der Jury die naturnahen Bereiche in vielen Gärten und Zwischenflächen und das gepflegte Blumenbeet an der Kirche.

Die Bewertungs-Jury

Die Jury setzte sich zusammen aus: Kreisheimatpflegerin Andrea Göldner, Berthold Girschke von der Unteren Denkmalpflegebehörde, Kreisbäuerin Marion Warmuth, Christine Reininger vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Maria Püls vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Lichtenfels und Gerd Fischer, Vorsitzender der Weismainer Garten- und Blumenfreunde.

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