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LICHTENFELS

Virtuelle Zeitreise und Elvis-Hommage

Im Showroom zum geplanten „Archiv der Zukunft“ fand ein Architektur-Workshop für Kinder statt, bei dem die Teilnehmer ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Foto: Mario Deller

Klar, am Samstagnachmittag war in der Korbstadt durch den Flechtkulturlauf vor allem der Sport tonangebend. Doch Ambiente und Rahmenprogramm des diesjährigen Weinfestes boten auch an diesem Tag weitaus mehr – sogar eine Art Zeitreise.

Das tolle Wetter spielte dem Weinfest am Samstag in die Karten. Am frühen Abend gab es kaum noch freie Plätzen an den aufgestellten Tischreihen. Foto: Mario Deller

Genießen und Gesundheit: Wer behauptet eigentlich, dass diese beiden Sachen nicht zusammenpassen? Das tun sie bei entsprechender Balance sehr wohl. Und beim Lichtenfelser Weinfest erfuhr dieses Miteinander ein weiteres Mal seine gelungene Umsetzung. Die Sonne lachte, das Programm lockte. So füllten sich an diesem Samstag nach und nach die Tischreihen.

Der sonnige Samstagnachmittag erfuhr durch die harmonischen Klänge des „Jets Duo“ eine zusätzliche Portion Herzenswärme und Esprit. Foto: Mario Deller

Entspannung nach sportlicher Betätigung

Zahlreiche Besucher aus nah und fern saßen bei einem edlen Tropfen und leckeren Speisen als dazugehöriger „Grundlage“. Und nach dem Lauf und der Siegerehrung ließ sich auch mancher Athlet nieder, um den Tag ausklingen, die Gedanken schweifen zu lassen.

Zur herzlich-entspannten Atmosphäre am Samstag bei trugen die „Wild Bobbin' Baboons“. Foto: Mario Deller

Kurzweil und entspannendes Flair vermittelten die Auftritte der Musikgruppen, die der Veranstalter für das Weinfest hatte gewinnen können. Am Samstagnachmittag waren dies „The Jets Duo“ mit Sänger Gerry James und Gitarrist George Pavicic, am Abend dann ließen „The Wild Bobbin Baboons“ den Rock'n-Roll der Fünfziger aufleben. Mit „It's now or never“ ließen letztere etwa die Erinnerung an „King Elvis“ lebendig werden.

Cool bis in die Haarspitzen war dieser Musiker der „Wild Bobbin Baboons“. Foto: Mario Deller

Rund um den Flechtkulturlauf sorgte ferner die Samba-Gruppe „Paixao“ – wie schon in den Vorjahren – mit ihren brasilianischen Trommelklängen am Lichtenfelser Marktplatz für eine Stimmung wie an der Copacabana.

Balanceakt auf luftgefüllten Kissen

Wie es um die eigene Körperkoordination bestellt ist, konnte man aktiv testen am Stand einer Laufschule, die in Lichtenfels tätig ist und sich an erfahrene Läufer genauso richtig wie an Kinder oder auch Patienten.

Auf den luftgefüllten Balancekissen am Stand einer Laufschule das Gleichgewicht zu halten, sah als Beobachter leicht aus. Wer es selber probierte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Foto: Mario Deller

Auf den luftgefüllten Balancekissen längere Zeit stehen zu bleiben, ohne einen Fuß absetzen zu müssen– das war für die meisten gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick den Anschein hatte.

Am Lichtenfelser Marktplatz entsteht bekanntlich das nicht nur dem Namen nach futuristische „Archiv der Zukunft“, welches moderne Technik und mit angedachter künstlicher Weiden aus der 3-D-Werkstatt die Korbmacher-Tradition gleichermaßen integrieren soll. Der alles andere als konventionelle Architekt Peter Haimerl zeichnet hierfür verantwortlich.

Auch die Erwachsenen empfanden den virtuellen Rundgang durch das künftige „Archiv der Zukunft“ mittels besonderer „Brille“ als sehr eindrucksvoll. Foto: Mario Deller

Mit VR-Brille auf dem Kopf in die Zukunft geblickt

So mancher Besucher des Weinfestes nutzte die Gelegenheit, per hochmoderner Virtual-Reality-Brille einen fiktiven, aber erstaunlich realistisch wirkenden virtuellen Rundgang durch die Räumlichkeiten und Etagen des geplanten Projektes zu erleben.

Blick in die Zukunft: Auch Annika aus Mistelfeld staunte nicht schlecht, als sie die Virtual-Reality-Brille aufsetzte und sich vorkam, als liefe sie gerade durch das künftige „Archiv der Zukunft“ am Lichtenfelser Marktplatz. Foto: Mario Deller

Wer die Brille aufsetzte, bestätigte dies. Der Showroom, der am Weinfest-Samstag und -Sonntag hierfür seine Pforten öffnete, befindet sich in der Reitschgasse 1, direkt neben dem Areal, auf dem das „Archiv der Zukunft“ realisiert werden soll.

In einer der fünf Perspektiven, die diese besondere „Brille“ gewährte, hatte man tatsächlich das Gefühl, man steht im Obergeschoss des geplanten Gebäudes und blickt hinunter auf den Marktplatz. Wer nicht schwindelfrei war, wechselte da lieber schnell zu einer anderen Einstellung, nahm quasi wieder den virtuellen „Aufzug“ ins Erdgeschoss.

Kinder haben ihre Freude an den Bau-Workshops

Architekturbegeisterte und kreative Kinder hatten ihre helle Freude an den Bau-Workshops, die im selben Gebäude wie der Showroom am Samstag und Sonntag unter der Leitung von Architektin Enrica Ferrucci stattfanden.

Dreidimensionales Denken förderte der Architektur-Workshop zum „Archiv der Zukunft“. Stolz präsentieren Sophia und Nils ihre gefertigten Werke, die sie natürlich mit nach Hause nehmen durften. Foto: Mario Deller

Aus verschiedensten Utensilien konnten die teilnehmenden Jungen und Mädchen entweder auf Basis des geplanten „Archivs der Zukunft“ oder auch ganz individuell nach eigenem Gusto kleine Bauwerke entstehen lassen. Und wie im Falle der Geschwister Sophia und Nils als schöne Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Von Mario Deller

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