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BAMBERG / COBURG

Theatervorschau: Es gibt Ärger im Paradies

Theatervorschau: Es gibt Ärger im Paradies
Sind ab Juni als Shakespeare und Viola in „Shakespeare in Love“ im Coburger Hofgarten zu sehen: Frederik Leberle und Eva Marianne Berger. Foto: Sylvain Guillot

Es könnte so schön sein: Sommer, Sonne, Sonnenschein – eine Einladung an die Liebe. In den neuen Theaterproduktionen scheinen sich die richtigen Paare gefunden zu haben, doch die Freude währt nie wirklich lange.

„Carmen“. Oper von Georges Bizet

Sie ist leidenschaftlich, freiheitsliebend und stolz, aber auch provokativ und rücksichtslos: Carmen. Was sie will, ist ihr Gesetz. Als sie sich mit dem braven Soldaten Don José einlässt, gibt dieser sein Leben für sie auf. Er wird von Carmen mitgerissen wie von einem Wirbelsturm. Doch jeder Sturm findet irgendwann ein Ende. Georges Bizets letzte Oper wurde zwar bei der Uraufführung 1875 eher lau aufgenommen, gehört aber heute zu den am häufigsten gespielten Opern weltweit. Mit Sevilla als Handlungsort und der mitreißenden Musik passt sie für das Landestheater perfekt als sommerlicher Saisonabschluss. Regie führt Alexander Müller-Elmau, die musikalische Leitung hat Roland Kluttig.

Premiere: Sonntag, 2. Juni, um 18 Uhr im Großen Haus des Landestheaters Coburg.

„Shakespeare in Love“. Schauspiel nach dem gleichnamigen Film

Lady Viola de Lesseps sehnt sich nach Poesie in ihrem Leben, der junge Dichter William Shakespeare zweifelt an seinen dichterischen Fähigkeiten. Die beiden finden einander und verlieben sich. Es könnte so schön sein, wenn nicht beide eigentlich schon vergeben wären. Der Film aus dem Jahr 1998 (Drehbuch Marc Norman und Tom Stoppard) erzählt eine bittersüße, fiktive Liebesgeschichte rund um die Entstehung des Stückes „Romeo und Julia“ und feiert damit das Theater, die Liebe und die Poesie. Coburgs Schauspieldirektor Matthias Straub wird die Geschichte von Will und Viola in der Bühnenfassung von Lee Hall inszenieren, und zwar ganz gemäß der elisabethanischen Tradition im Freien.

Premiere: Sonntag, 9. Juni, um 19.30 Uhr im Hofgarten in Coburg.

„Ein Sommernachtstraum“. Ballett von Mark McClain nach Shakespeare

Was wäre als Kulisse für Shakespeares „Sommernachtstraum“ besser geeignet als ein wunderbarer Garten? Der Coburger Hofgarten wird für die Choreografie von Ballettdirektor Mark McClain zur Bühne. Zum Ort, an dem die Geschichte um die Liebeswirren in einem Wald voller Elfen und Feen gänzlich aufblühen kann. Zur „traumhaften“ Atmosphäre trägt auch die Musik bei, denn McClain greift dabei auf die Schauspielmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy zurück.

Premiere: Samstag, 15. Juni, um 19.30 Uhr im Hofgarten in Coburg.

Projekt: „Ein Sommernachtstraum“

Auch der Club 56 des Coburger Landestheaters nimmt sich der Komödie William Shakespeares an und gestaltet eine eigene Interpretation in einem Projekt.

Premiere: Donnerstag, 18. Juni, um 18 Uhr in der Reithalle des Landestheaters Coburg.

„Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben.“ Schauspiel von Kurt Wilhelm

Der Tod, der hier der „Boandlkramer“ heißt, hat eine mühevolle Arbeit: Die Menschen begegnen ihm meist missmutig und widerstrebend. Dabei will er sie doch nur ins Paradies bringen. Und kalt wird es ihm mit der Zeit auch auf der Fahrt zwischen Himmel und Erde. Als er den Brandner Kaspar abholen will, lässt er sich allzu leicht zu einem Kirschgeist und einer Runde Karten überreden. Doch Kaspar überlistet ihn und gewinnt weitere 18 Jahre. Dass Kaspar im Jenseits fehlt, bleibt jedoch nicht unbemerkt, und so gibt es Ärger im Paradies. Susi Weber wird das Stück für die Calderón-Spiele in Bamberg inszenieren. Die Bühnenfassung der Erzählung von Franz von Kobell (1871) stammt von Kurt Wilhelm, seinem Ururgroßneffen.

Premiere: Samstag, 6. Juli, um 20.30 Uhr in der Alten Hofhaltung in Bamberg.

Von Denise Burkhardt

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