LICHTENFELS

Jetzt startet Wettbewerb um den „Goldenen Ammoniten“

Jetzt startet Wettbewerb um den „Goldenen Ammoniten“
Vor dem barocken Gebäude mit dem modernen Anbau der Familie Schaller in Klosterlangheim, für das sie im letzten Jahr ...

Im Rahmen eines Pressegesprächs gaben am Dienstag Landrat Christian Meißner und Stefan Schneyer von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels den offiziellen Startschuss für den Baupreis „Goldener Ammonit 2019“, wobei die Preisgelder von insgesamt 7500 Euro von der Sparkasse (5000 Euro) und vom Landkreis (2500 Euro) zur Verfügung gestellt werden.

Treffpunkt war das Anwesen von Manuela Schaller in Klosterlangheim, die im Jahr 2017 einen Goldenen Ammonit erhielt. Man wolle mit diesem Preis vorbildliches Bauen herausstellen und dadurch die Baukultur im Landkreis Lichtenfels fördern, mit diesen Worten umriss der Landrat den Zweck dieser bereits seit 1997 alle zwei Jahre vergebenen Auszeichnung. Gute Bespiele seien eben oft die besten Argumente, wobei die ausgewählten Bauvorhaben künftigen Bauherren immer wieder interessante Anregungen und Denkanstöße geben würden.

Gelungene Einfügung

Der „Goldene Ammonit“ verstehe sich als Bauherrenpreis. Hierfür könnten sich Bauherren aus dem Landkreis mit Objekten bewerben, die in den vergangenen fünf Jahren fertiggestellt worden sein sollten, ob es sich nun um neu errichtete Wohngebäude, sanierte Altbauten oder gewerbliche Bauvorhaben handele. Besonderes Gewicht lege die Jury auf das äußere Erscheinungsbild und eine gelungene Einfügung in die umgebende Bebauung. Aber auch andere Besonderheiten wie beispielsweise behindertengerechte Einbauten oder außergewöhnliche Energieeffizienz könnten Pluspunkte sein.

Berthold Girschke von der unteren Denkmalbehörde des Landratsamtes hob hervor, dass der Preis eine Anerkennung für Bauherren sein sollte, die etwa mit viel Herzblut einen Neubau ideenreich gestalten oder ein historisches Haus sanieren. Er verwies dabei auf das preisgekrönte Projekt der Familie Schaller in der Abt-Mösinger-Straße in Klosterlangheim.

Die Familie bewohnt den unter Denkmalschutz stehenden und 1792 von Lorenz Fink errichteten Barockbau des östlichen Pavillons der ehemaligen Klosteranlage, in dem auch ein Architekturbüro untergebracht ist. Mit der Auszeichnung sei der gelungene Anbau gewürdigt worden, der durch seine moderne, kubische Form mit einem Fensterband als Fuge zum historischen Baukörper und dem stimmigen Farbakzent des rostbraunen Cortenstahls besticht.

Die Jury besteht aus einem Vertreter der Kreishandwerkerschaft, einem heimischen Architekten, dem Bezirksheimatpfleger, der Kreisheimatpflegerin, dem Gebietsreferenten des Landesamtes für Denkmalpflege, dem Kreisfachberater, einem Vertreter des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege sowie Vertretern des Kreisbauamtes.

Repräsentative Plakette

Die Preisträger erhalten neben dem Preisgeld noch eine repräsentative Plakette mit dem Symbol „Goldener Ammonit“. Bewerbungsunterlagen gibt es bei allen Geschäftsstellen der Sparkasse, bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen sowie im Landratsamt. Dort steht auch Berthold Girschke, Tel. (09571) 18271, E-Mail: berthold.girschke@landkreis-lichtenfels.de) für Rückfragen zur Verfügung. Richtlinien und Teilnahmeunterlagen können auch über die Internetseiten des Landkreises und der Sparkasse heruntergeladen werden. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2019.