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LICHTENFELS

Georg und Sonja Meißner feiern ihre goldene Hochzeit.

Georg und Sonja Meißner feiern ihre goldene Hochzeit.
Georg und Sonja Meißner (vorne) freuten sich über die Glückwünsche zu ihrer Goldenen Hochzeit von Bürgermeister Andreas Hügerich, Schwiegertochter Daniela, Enkel Benedikt, Sohn Christian, Schwiegersohn Hans-Josef Stich, Tochter Monika und Enkel Sebastian (hinten v. li.). Foto: Alfred Thieret

Am Samstag feierten Georg und Sonja Meißner ihr goldenes Ehejubiläum. Kennengelernt hatten sich beide 1966 über Freunde. Der 19-Jährige hatte eben seine Ausbildung als Kraftfahrzeugmechaniker beendet, während die 15-jährige Sonja, geborene Zwingmann, den Beruf der Rechtsanwaltsgehilfin erlernte und nach Abschluss der Lehre zum Amtsgericht wechselte.

Georg, der noch kein Auto besaß, machte sich auch schon mal zu Fuß von seinem Wohnort in Wiesen auf nach Lichtenfels. Schnell hatten sich beide für einen gemeinsamen Lebensweg entschieden. So schloss man im Mai 1969 in Kloster Banz den Bund fürs Leben. 1971 begann Georg Meißner seine Tätigkeit als Landratsfahrer bei Landrat Helmut Walther, später Ludwig Schaller und Reinhard Leutner. 1972 zog man in das eigene Haus in Unterwallenstadt ein.

Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Sohn Christian im Dezember 1969 und Tochter Monika 1974. Mittlerweile hat sich die Familie durch die Schwiegerkinder Daniela und Hans-Josef und die Enkelkinder Benedikt und Sebastian vergrößert.

„Meine Lebensfreude habe ich in erster Linie meiner Frau zu verdanken, die die

Beschwernisse, die meine

Behinderung mit sich bringt, mitträgt.“

Georg Meißner, Jubilar

Im Juli 1998 verunglückte Georg Meißner auf einer Dienstfahrt schwer und ist seitdem querschnittsgelähmt. So wurde er im Alter von 50 Jahren bereits Rentner. Für Ehefrau Sonja war es klar, dass Untätigkeit für ihren Mann keine Option sein kann.

In der Folge brachte er sich in mehreren Vereinen ein, unterstützte verschiedene Institutionen, insbesondere in der Behindertenarbeit, und konnte auch von der Kommunalpolitik nicht lassen. Immer häufiger suchte er das Büro seines Sohnes auf, der zwischenzeitlich als Landtagsabgeordneter tätig war und seit 2011 Landrat ist. 2008 kandierte Georg Meißner schließlich für den Stadtrat und gehört schon in zweiter Periode dem Gremium an. Ehefrau Sonja sieht die Geschäftigkeit ihres Mannes gelassen „Er mag die Menschen, braucht den Kontakt, die Gespräche und kümmert sich gerne um die an ihn herangetragenen Wünsche und Anliegen“. Seine Kinder und Schwiegerkinder nennen ihn spaßeshalber das „Orakel“, das vor familiären Unternehmungen besser befragt werden sollte.

Der schwere Schicksalsschlag vor 21 Jahren hat das Eheglück der beiden Jubilare nicht beeinträchtigt. Sie freuen sich, dass sie gemeinsam ihre beiden Enkel aufwachsen sehen und die gesamte Familie so gut zusammensteht. „Meine Lebensfreude habe ich in erster Linie meiner Frau zu verdanken, die die Beschwernisse, die meine Behinderung mit sich bringt, mitträgt“, bemerkte Georg Meißner voller Anerkennung.

Auch Bürgermeister Andreas Hügerich ließ es sich nicht nehmen, dem Jubelpaar persönlich und im Namen der Stadt Lichtenfels zu gratulieren. Das Obermain-Tagblatt schließt sich den guten Wünschen an und gratuliert ebenfalls recht herzlich.

Von Alfred Thieret

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