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LICHTENFELS

Uwe Held will Bürgermeister von Lichtenfels werden

Uwe Held will Bürgermeister von Lichtenfels werden
Uwe Held (Mi.) freute sich über die Nominierung zum CSU-Bürgermeisterkandidate. Er nahm die Glückwünsche des CSU-Stadtverbandvorsitzenden Ronald Kaiser, des CSU-Kreisvorsitzenden, Landrat Christian Meißner, der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner und des CSU-Fraktionsvorsitzenden Frank Rubner (v. li.) entgegen. Foto: Alfred Thieret

Bei nur einer Gegenstimme wurde am Donnerstag im Gasthof „Karolinenhöhe“ Uwe Held zum CSU-Bürgermeisterkandidaten nominiert.

Zunächst hatten der CSU-Stadtverbandsvorsitzende Ronald Kaiser und der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Frank Rubner, einen Tätigkeitsbericht über die vergangenen fünf Jahre gegeben. Ronald Kaiser schlug dann als Kandidaten Uwe Held vor. Diesen Vorschlag bekräftigte Robert Gack als dienstältester CSU-Stadtrat. Er sagte Held die volle Unterstützung der CSU-Fraktion zu. JB-Fraktionsvorsitzender Philipp Molendo sicherte ihm auch die Unterstützung der Jungen Bürger zu.

Drei Ausbildungen abgeschlossen

Der 51-jährige gebürtige Lichtenfelser Uwe Held ist verheiratet und hat mit seiner Frau Barbara eine 21-jährige Tochter. Er habe in seinem Leben gleich drei Ausbildungen abgeschlossen: als Koch, Bürokaufmann und Verkaufsleiter. Während seiner achtjährigen Bundeswehrzeit habe er als Verpflegungsgruppenführer mit seinem Team bis zu 1200 Personen verpflegt. Anschließend sei er bei der Tengelmann-Unternehmensgruppe als Filialleiter, Bezirksverkaufsleiter sowie Projektleiter für verschiedene Aufgaben tätig gewesen. Danach wechselte er als Geschäftsführer zu einer Firma für Maschinen, Ladeneinrichtungen und Rohstoffe für Eiscafés und Eisdielen. So kam er schließlich darauf, 2010 in seiner Heimatstadt Lichtenfels ein Eiscafé zu eröffnen. Dies sei für ihn eine Herzensentscheidung gewesen, konnte er doch nun auch wieder mehr Zeit mit seinen Eltern verbringen. Die Familie ist denn auch einer von vier Bausteinen, aus denen er sein Konzept für ein prosperierendes Lichtenfels entwickelt hat.

Baustein 1: Familie

Uwe Held möchte allen Generationen gerecht werden, ob es um bezahlbaren Wohnraum im Hinblick auf Bauplätze, Sozialwohnungen, seniorengerechtes und barrierefreies Wohnen oder um attraktive Mietwohnungen geht. Ebenso wichtig seien wohnungsnahe Kindergartenplätze und saubere Spielplätze mit vielfältigen, altersgerechten Spielmöglichkeiten. Hier sei schon viel gemacht worden. Er möchte aber noch mehr Angebote schaffen, mehr Service bieten und mehr Gebiete ausweisen. „Für mich ist der Lebensraum für eine Familie nicht nur zu Hause, nicht nur in der Betreuung, sondern an vielen Orten des Lebens.

Baustein 2: Wirtschaft

Deshalb sind für mich alle Bereiche der Familien ein ganz wichtiger Baustein für das Gedeihen unserer Stadt“, unterstrich Uwe Held. Das Wohlergehen der Familien sei auch eng mit der wirtschaftlichen Stabilität verbunden, weshalb Held gerade als Unternehmer die Wirtschaft als zweiten wichtigen Baustein heraushob. Arbeitsplätze seien neben Infrastrukturmaßnahmen eine Grundvoraussetzung für die Ansiedlung von Familien beziehungsweise das Bleiben von Familien. Trotz der aktuell guten Lage vor allem durch einen Glücksfall müsse mehr getan werden für Start-ups, Neugründungen, aber auch für bestehende Betriebe und Gewerbe. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt müsse oberste Priorität haben. Auch mit dem demografischen Wandel müsse man sich aktiv auseinandersetzen.

Baustein 3: Vereine

Als ehemaliger Vorsitzender eines Eisstockvereins wisse er aus Erfahrung, wie wichtig Vereine für alle Bürger, vor allem aber für Kinder und Jugendliche sind, deshalb seien diese sein dritter Baustein. Hier lerne man Kameradschaft, Zusammenhalt, ein gutes Miteinander und geselliges Zusammensein. Die vielen ehrenamtlich geführten Vereine seien als Bindeglieder zwischen den einzelnen Menschen ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Hier gelte es, das ehrenamtliche Engagement nach Möglichkeit vor allem in der Jugendarbeit zu unterstützen und auch die Zusammenarbeit unter den Vereinen zu fördern.

Baustein 4: Lebensqualität

Als geselliger Typ, der gerne mit der Familie oder Freunden etwas unternehme, lege er sehr viel Wert auf eine hohe Lebensqualität als vierten Baustein. Sein Ziel sei es deshalb, dass sich die Lichtenfelser in ihrer Heimat wohlfühlen, ob in der Kernstadt oder auf den schönen Dörfern. Wanderwege, Fahrradstrecken, ÖPNV und gute Freizeitmöglichkeiten gehörten zu einer wünschenswerten Lebensqualität. Zum Schluss betonte Uwe Held, dass er 2011 in die CSU eingetreten sei, weil er seine Heimatstadt mitgestalten wollte. 2018 habe er schließlich den Entschluss gefasst, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich als Bürgermeisterkandidat der CSU zu bewerben. Er bat deshalb um das Vertrauen der anwesenden Mitglieder. Er bat auch die Bevölkerung darum, an einem attraktiven, aufstrebenden und erfolgreichen Lichtenfels mitzubauen, wobei die anwesenden Bürger auch gleich ihre Ideen und Vorschläge auf kleinen Bausteinen niederschreiben konnten.

Verlorenes Terrain zurückgewinnen

Landrat Christian Meißner gratulierte Uwe Held in seiner Funktion als CSU-Kreisvorsitzender zu dem hervorragenden Wahlergebnis. Es koste Mut und erfordere eine starke Persönlichkeit, gegen einen amtierenden Bürgermeister anzutreten. Beide Eigenschaften billigte er ihm zu. Er wünsche sich eine faire, demokratische Auseinandersetzung. Die CSU sei bei der vorigen Wahl gerupft worden. Daraus habe man seine Lehren gezogen und wolle verlorenes Terrain mit einem starken, gemeinsam geführten Wahlkampf zurückgewinnen.

Die Bundestagsabgeordnete und CSU-Stadträtin Emmi Zeulner betonte, dass es ein Anliegen der CSU sei, eine Alternative mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten zu bieten. Auch sie zollte Uwe Held Respekt dafür, dass er die Herausforderung annimmt, gegen den amtierenden Bürgermeister anzutreten. „Packen wir es gemeinsam an“, forderte sie die anwesenden Mitglieder und Gäste auf.

Von Alfred Thieret

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