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LICHTENFELS

Truckstopper für Innenstadt

An den farbig markierten Punkten will die Stadt sogenannte Truckstopper einsetzen – etwa einen Meter hohe, sehr massive Stahlstangen –, um mögliche terroristische Anschläge bei Großveranstaltungen zu verhindern. Foto: Grafik: Stadt Lichtenfels

Seit dem Anschlag am 19. Dezember 2016 mit einem Laster auf den Berliner Weihnachtsmarkt, bei dem elf Menschen ermordet worden sind, ist die terroristische Gewalt in Deutschland aktuell geworden. Seither bemühen sich auch kleinere Städte um eine Terrorabwehr für Großveranstaltung. Im Bauausschuss am Dienstag stellte Stadtbaummeister Gerhard Pülz das Sicherheitskonzept der Stadt vor. Es beinhaltet hauptsächlich sogenannte Truckstopper aus Stahl, die an mehreren Positionen in der Innenstadt installiert werden sollen. Laut Pülz soll dies in drei Phasen geschehen. Im ersten Abschnitt, der bis Pfingsten realisiert werden soll, werden im Rahmen der Oberflächenerneuerung des Marktplatzes am Oberen Turm und in der Coburger Straße hinter der Einmündung der Badgasse Fundamente geschaffen, um die Stahlpfosten, beispielsweise beim Korbmarkt, aufstellen zu können.

Mit Anliegern klären

In der Phase zwei sind bis Mitte September Truckstopper direkt am Unteren Turm und an der Badgasse in der Einmündung der Zweigstraße geplant. Ob diese Hindernisse dauerhaft aufgestellt werden, soll laut Pülz in Absprache mit den Anwohnern und betroffenen Geschäftsleuten geklärt werden.

Ebenfalls in Absprache mit den Anliegern soll der dritte Abschnitt im nächsten Jahr verwirklicht werden, und zwar im Bereich des Marktplatzes in Richtung Innere Bamberger Straße und an deren Einmündung in die Bamberger Straße.

Straßendatenbank geplant

Präsentiert wurden in der Sitzung am Dienstag außerdem die Ergebnisse der Kanaluntersuchung in Trieb. Laut Pülz wurden dabei sechs Kilometer Rohre inspiziert. Zwar seien 97 Prozent von ihnen schadhaft, doch nur relativ wenig der Schäden würden sich auf den täglichen Betrieb auswirken. Nichtsdestotrotz betrage sich der Aufwand für deren Beseitigung auf insgesamt rund 950 000 Euro, sagte der Stadtbaumeister. „Unser Ziel ist es, mit Stadtwerken, der Telekom und den Stromversorgern eine Straßendatenbank zu erstellen, um künftig eine einheitliche Planung für notwendige Arbeiten abstimmen zu können“, blickte Pülz voraus.

Der Bauausschuss gab außerdem einigen Bauanträgen beziehungsweise -voranfragen sein Plazet. Beispielsweise dem Vorhaben, auf dem ehemaligen Proseda-Gelände am Main anstelle einer alten Firmenhalle ein neues Wohnquartier mit 30 Einheiten zu bauen. Ebenso genehmigt wurde das Projekt, Geschosswohnen in der Langen Straße zu errichten. Grünes Licht gab es ferner für die Errichtung eines Funkturms in der Gemarkung Roth zwischen Kloster- und Oberlangheim. (hubi)

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