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Mainblick: Weihnachtsmuffel taut langsam auf

Mainblick: Weihnachtsmuffel taut langsam auf
Weihnachtsmuffel - so habe ich mich stets eingeschätzt. Aber mit eigenem Nachwuchs ändert sich das gewaltig. Trotzdem bin ich immer wieder froh, wenn der Trubel vorbei ist. Als ich am vergangenen Wochenende den Weihnachtsbaum ableerte und entsorgte, machte ich mir Gedanken über die Adventszeit und die Feiertage 2018. Und siehe da, es kam ein bisschen Wehmut auf. Für dieses Gefühl sind vor allem Femke (9) und Luis (10) verantwortlich, aber auch der Lichtenfelser Weihnachtsmarkt. Wie das? Wir haben dort einige schöne Stunden verbracht, so manchen Glühwein, vor allem den mit Honig, beziehungsweise Kinderpunsch genossen, Leckereien, Mützen und Schals sowie Deko-Artikel aus Holz und Glas gekauft. Und eine besondere Freundschaft vertieft. Schon 2017 sind die Kinder und ich lange an einer Bude hängen geblieben. Zunächst wegen der bunten Glaskunst. Wir wollten uns unbedingt einige dieser Glanzstücke (Kugeln, Kelche, Lampen) für Omas und Tanten als Geschenke sichern. Und kamen dabei mit Petra aus Reundorf ins Gespräch, ließen uns beraten, „fachsimpelten“, lachten viel. Die Zeit verging wie im Flug. Ein Jahr danach steuerten Femke und Luis bei unserem ersten Marktbesuch sofort Petras Bude an. Es nieselte, es war nasskalt, unangenehm. Ein herzliches „Hallo“! Und nach einem kürzeren Aufenthalt das Versprechen, am nächsten Wochenende - bei hoffentlich besserem Wetter - wiederzukehren. Die Hoffnung erfüllte sich: ein frostiger Samstag. Petra schien zunächst ein bisschen enttäuscht. Wir hätten uns doch erst für Sonntag angekündigt, monierte sie. Des Rätsels Lösung: Geschenke für die Kinder, die lägen bei ihr zu Hause. Kein Problem: „Wir kommen morgen noch einmal!“ Wir blieben lange, die Kinder durften ins Häuschen und mit verkaufen. Und am Sonntag das gleiche Spiel: Petra hatte sogar ihre rote Mütze auf, um Femke zu erfreuen, die die gleiche am Tag zuvor in Schwarz bekommen hatte. Ich machte dutzende Fotos, wir tauschten Adressen aus, verabredeten, dass wir in den nächsten Ferien gemeinsam Glas verzieren. Am letzen Markttag noch ein Spontanbesuch und herzliche Umarmungen. Femke und Luis werden diese Tage sicherlich für immer in Erinnerung behalten und freuen sich auf einen besonderen Bastelnachmittag. Und der Weihnachtsmuffel? Freut sich auf besinnliche Stunden an „Oma“ Petras Bude in 2019! Foto: Guido Geelen

Weihnachtsmuffel - so habe ich mich stets eingeschätzt. Aber mit eigenem Nachwuchs ändert sich das gewaltig. Trotzdem bin ich immer wieder froh, wenn der Trubel vorbei ist.

Als ich am vergangenen Wochenende den Weihnachtsbaum ableerte und entsorgte, machte ich mir Gedanken über die Adventszeit und die Feiertage 2018. Und siehe da, es kam ein bisschen Wehmut auf. Für dieses Gefühl sind vor allem Femke (9) und Luis (10) verantwortlich, aber auch der Lichtenfelser Weihnachtsmarkt.

Wie das? Wir haben dort einige schöne Stunden verbracht, so manchen Glühwein, vor allem den mit Honig, beziehungsweise Kinderpunsch genossen, Leckereien, Mützen und Schals sowie Deko-Artikel aus Holz und Glas gekauft. Und eine besondere Freundschaft vertieft.

Schon 2017 sind die Kinder und ich lange an einer Bude hängen geblieben. Zunächst wegen der bunten Glaskunst. Wir wollten uns unbedingt einige dieser Glanzstücke (Kugeln, Kelche, Lampen) für Omas und Tanten als Geschenke sichern. Und kamen dabei mit Petra aus Reundorf ins Gespräch, ließen uns beraten, „fachsimpelten“, lachten viel. Die Zeit verging wie im Flug.

Ein Jahr danach steuerten Femke und Luis bei unserem ersten Marktbesuch sofort Petras Bude an. Es nieselte, es war nasskalt, unangenehm. Ein herzliches „Hallo“! Und nach einem kürzeren Aufenthalt das Versprechen, am nächsten Wochenende - bei hoffentlich besserem Wetter - wiederzukehren.

Die Hoffnung erfüllte sich: ein frostiger Samstag. Petra schien zunächst ein bisschen enttäuscht. Wir hätten uns doch erst für Sonntag angekündigt, monierte sie. Des Rätsels Lösung: Geschenke für die Kinder, die lägen bei ihr zu Hause. Kein Problem: „Wir kommen morgen noch einmal!“ Wir blieben lange, die Kinder durften ins Häuschen und mit verkaufen. Und am Sonntag das gleiche Spiel: Petra hatte sogar ihre rote Mütze auf, um Femke zu erfreuen, die die gleiche am Tag zuvor in Schwarz bekommen hatte. Ich machte dutzende Fotos, wir tauschten Adressen aus, verabredeten, dass wir in den nächsten Ferien gemeinsam Glas verzieren. Am letzen Markttag noch ein Spontanbesuch und herzliche Umarmungen.

Femke und Luis werden diese Tage sicherlich für immer in Erinnerung behalten und freuen sich auf einen besonderen Bastelnachmittag. Und der Weihnachtsmuffel? Freut sich auf besinnliche Stunden an „Oma“ Petras Bude in 2019!

Von Guido Geelen guido.geelen@obermain.de

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