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MISTELFELD

Helfen macht Spaß: Mit Harmonie für die gute Sache

Helfen macht Spaß: Mit Harmonie für die gute Sache
Nicht zuletzt wegen seines Facettenreichtums steht das Weihnachtskonzert des Jugendblasorchesters seit Jahren in der Gunst der Zuhörer. Dirigent Karlheinz Kerner und seine 25 Musiker konnten sich erneut über ein volles Gotteshaus freuen. Foto: Martin Dirauf

Das Weihnachtskonzert des Jugendblasorchesters Mistelfeld ist eine feste Größe im Kalender viele Mistelfelder Bürger und auswärtiger Gäste. Die Zuhörer im voll besetzten Gotteshaus lauschten andächtig dem abwechslungsreichen und mit Emotionen gespickten Programm von Weihnachtsklassikern und Welthits bis hin zu traditionellen Weihnachtsweisen. Gerne spendeten die begeisterten Zuhörer für die OT-Leseraktion „Helfen macht Spaß“ und die Stiftung „Unser Lichtenfels“.

Mit den Stück „Highland Cathedral“, der beliebten Dudelsackmelodie aus dem Jahre 1982, hatte Dirigent Karlheinz Kerner gleich am Anfang ein gefühlvoll zu interpretierendes Liedstück parat: Von leisen Klängen zu Beginn bis hin zu einem wirkungsvollen Forte am Schluss bewältigten die jungen Musiker die vorgegebene Rhythmik und die Dynamik hervorragend.

In seiner Begrüßung zeigte sich Vorsitzender Karl-Heinz Dorsch sehr angetan über die vielen Zuhörer, die auch heuer wieder und bereits zum 15. Weihnachtskonzert gekommen sind.

Spürbare Spielfreude

Ein völliges anderes Klangbild zeichnete der nächste Beitrag mit dem spanischen Weihnachtslied „Feliz Navidad“. Die Spielfreude war den rund 25 Nachwuchsmusiker förmlich ins Gesicht geschrieben. Die Liebe zur Musik wurden beim von Norbert Studnitzky arrangierten „Music“ mit vielen Tempowechseln zum Ausdruck gebracht und zeigte, welches breite Spektrum mit Blasmusik-Sound möglich ist. Ein Highlight war sicherlich der Rock-Hit „Stop the Cavalry“, dem Lied des Soldaten, der sich nichts sehnlicher wünscht, als Weihnachten zu Hause zu verbringen.

Das genaue und harmonische Zusammenspiel der Musiker und die dynamischen Feinheiten unterstrichen förmlich die Botschaft des Weihnachtsklassikers. Madeleine Weidner sang gewohnt ausdrucksstark einige Stücke, was die Zuhörer nochmals aufhorchen ließ und für ein Gänsehaut-Feeling sorgte.

Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner stellte die im Juli 2016 gegründete Stiftung „Unser Lichtenfels“ vor. In kürzester Zeit wurde durch private Spenden das Stiftungsvermögen der Stadt und der Sparkasse auf 20 000 Euro verdoppelt. „Durch die finanzielle Unterstützung von Projekten und Vorhaben, die der Stadt und unseren Lichtenfelser Bürgerinnen und Bürgern nützen, wollen wir für ein lebendiges Lichtenfels sorgen“, so Rießner in ihren Spendenaufruf.

Auch HMS-Initiator Till Mayer freut sich über jede Spende, die er für seine Aktion sammeln kann. Mit HMS kann am Obermain vielen Menschen geholfen werden, mit denen es das Schicksal nicht so gut gemeint hat. 2018 seien mehr als 50 000 Euro an über 600 Bedürftige verteilt worden. „Auch mit kleinen Beträgen kann oft Hoffnung gegeben werden“, erklärte Mayer.

Liedbeiträge wie „All I Want for Christmas is you!“ - zu Deutsch „Alles was ich zu Weihnachten möchte, bist Du!“ - und „Do they know it is christmas“ sind moderne Weihnachtslieder, deren Melodien sich einfühlsam im Gotteshaus verbreiten.

Beeindruckendes Flügelhornsolo

Mit „Es ist wieder Weihnachtszeit“ zeigt Alexandra Sohla mit dem Flügelhornsolo ihr Können: sehr langsam und getragen beginnend und durch starke Kontraste auszeichnend. Beliebte Stücke im Swing-Rhythmus präsentieren die Jungmusiker mit dem Medley „Christmas Swing“, malerisch und sehr sauber gespielt.

Die Verspieltheit der Melodien kam bei der Aufführung zur vollen Geltung. Mächtige Pauken- und Beckenschläge und harmonische Akkorde der tiefen Instrumente leiteten schließlich den Choral „Finale“ aus dem Weihnachtsoratorium ein. Wer vor allem wegen den Weihnachtsliedern zum Konzert gekommen ist, konnte mit den Melodien wie „Alle Jahre wieder“, „Tochter Zion“, „O du fröhliche“ und „Stille Nacht“ die weihnachtliche Atmosphäre des Gotteshauses förmlich spüren. Diese Lieder zum Mitsingen trafen genau den Geschmack der Zuhörer, wovon natürlich kräftig Gebrauch gemacht wurde.

Das Konzert wurde von Sonja Reitwießner moderiert, die kurz Hintergründe zu den einzelnen Liedbeiträgen brachte. Mit Gedichten und Kurzgeschichten sorgte sie für etwas Ruhe im Kirchenraum. Günter Reitwießner zog alle Register seines Könnens und sorgte mit einem aufwendigen Equipment mit imposanten Lichteffekten für ein mystisch-märchenhaftes Ambiente.

2. Vorsitzender Martin Dirauf hat die einzelnen Musikbeiträge mit rund 270 Bildern und Filmausschnitten passend in Szene gesetzt.

Die gute Akustik in der Kirche und die stimmungsvolle Beleuchtung machten das Konzert wieder zu einem besonderen Erlebnis. 1. Vorsitzender Karl-Heinz Dorsch bedankte sich bei Karl-Heinz Kerner, der unermüdlich über Monate auf dieses Konzert hin gearbeitet hat, mit einem Geschenk. Die Nachwuchsmusiker durften sich zu Recht auf den lang anhaltenden Beifall der Besucher zum Schluss des Konzertes freuen.

Die vom Weihnachtskonzert sehr bewegten Zuhörer gaben gerne eine Spende für die beiden Hilfsaktionen. „Endlich ist Weihnachten angekommen“, brachte Pfarrerin Anne Salzbrenner ihre Begeisterung auf den Punkt. „Die Kombination aus Musik und die Spendenbereitschaft der Gäste macht die Würze des Konzerts aus!“, so die Theologin. Auf dem mit Feuerkörben, Sternwerfern und Fackeln hell erleuchteten Kirchplatz wurde bei Rostbratwürsten, Bier, Glühwein und Plätzchen noch lange über das großartige Weihnachtskonzert diskutiert.

Helfen macht Spaß: Mit Harmonie für die gute Sache
Die Akteure boten ihren Gästen einen bunten Musikmix.

Von Martin Dirauf

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