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LICHTENFELS

Silvesterkonzert in Lichtenfels: Festlich das alte Jahr beenden

Silvesterkonzert in Lichtenfels: Festlich das alte Jahr beenden
Alexey Chernov gestaltet in der ehemaligen Synagoge in Lichtenfels ein Silvesterkonzert. Foto: Alexey Chernov

Klassikliebhaber dürfen sich freuen! An Silvester um 17 Uhr öffnen sich zum ersten Mal die Pforten der ehemaligen Synagoge für ein Konzert der bundesweit vertretenen Reihe „Weltklassik am Klavier!“. Bis Mai 2019 haben die Stadt Lichtenfels und die Organisatoren von „Weltklassik“ fünf weitere abwechslungsreiche Klavierkonzerte geplant. Mit preisgekrönten Pianisten und Programmen, die die Seele beflügeln, erwartet die Gäste jeweils am zweiten Sonntag im Monat um 17 Uhr ein klassisches Konzert.

Zur Premiere gastiert der aus Moskau stammende Virtuose Alexey Chernov. Chernov entstammt einer Musikerfamilie, begann mit vier Jahren, Klavier zu spielen, und gewann bisher mehr als 30 internationale Preise. Mit dem Programm „Weltklassik am Klavier – Mozart und drei weitere Himmelsrichtungen der Klaviermusik!“ stellt er vier verschiedene Richtungen der Klaviermusik vor.

Leichte Wiener Klassik und Romantik

Mit Mozarts Sonate geht es zunächst in die leichte Wiener Klassik. Einige Momente erinnern mit ihren effektvollen Handlungsänderungen und überraschenden Auftritten von Personen fast an die komische Oper.

Zur zweiten „Himmelsrichtung“ – die Blütezeit der Romantik – führt die Zuhörer Liszt mit seinem Schneesturm, der mit Hilfe von chromatischen und tremoloartigen Passagen überzeugend und natürlich dargestellt wird. Dem majestätischen Trauermarsch „Funerailles“ – gewidmet den gefallenen Helden der ungarischen Revolution – geht ein stürmisches Glockengeläute voraus. Der erste Mephisto-Walzer – eines der kompliziertesten Werke der virtuosen Klavierliteratur – illustriert den teuflischen Tanz in der Dorfkneipe, als Mephisto die Geige übernimmt und eine schöne Frau entführt.

Moderne und russische Klaviermusik

Die Moderne verkörpert die dritte Himmelsrichtung und findet sich zwischen Impressionismus und Expressionismus. Das Spätwerk von Alexander Skrjabin gilt als seine sonnigste Komposition. Die vierte „Himmelsrichtung“ repräsentiert die russische Klaviermusik in ihrer Blütezeit. Rachmaninow verwendet hier alle erdenklichen technischen Möglichkeiten des Klaviers. Das festliche und zugleich virtuose Finale ist vollständig von lebensbejahenden Emotionen erfüllt.

Platzreservierungen: unter Tel. (0211) 9365090 oder per E-Mail an info@weltklassik.de. Jugendliche bis 18 Jahre zahlen keinen Eintritt. Infos: www.weltklassik.de und unter www.facebook.com www.facebook.com/kathrin.haarstick

red

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