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LICHTENFELS

Helfen macht Spaß: 50 000 Euro für Menschen in Not

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Mit über 50 000 Euro hat unsere Leseraktion „Helfen macht Spaß“ im Jahr 2018 bisher Bedürftige aus unserer Heimat unterstützt. Und bis kurz vor Jahresende werden noch weitere Anträge bearbeitet. Die Anträge an „Helfen macht Spaß“ erzählen von Armut und oft traurigen Schicksalen, von Krankheit und Verlust. Oft kann „Helfen macht Spaß“ Not ein wenig lindern. Dank der vielen Spenden unserer Leser, heimischer Vereine und Stiftungen gibt HMS in Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden des Landkreises Lichtblicke in schwierigen Zeiten.

Es müssen keine großen Beträge sein, die schon viel Lebensqualität geben. Da sind zwei Mädchen aus einer Familie in finanziellen Nöten. Markenklamotten, Kino, einen super Urlaub: Das kennen die Geschwister nicht. Aber dass die beiden an einer Schulreise nach England teilnehmen können, dafür sorgt „Helfen macht Spaß“ mit einem Zuschuss.

Nur 95 Euro kostete es, einem Mädchen die Teilnahme an einem Zeltlager zu ermöglichen. Die alleinerziehende Mutter erkrankte an Brustkrebs. Operation, Chemo und Reha – das waren für Mutter und Tochter schwere Zeiten. Für das Mädchen ist das Camp eine mehr als verdiente Belohnung.

Dann ist da noch ein junger Mann, der an Multipler Sklerose leidet. Er lebt von seiner Erwerbsminderungsrente. Diese ist so gering, dass zur Grundsicherung aufgestockt wird. Auch in der Liebe hat er wenig Glück, die Ehe scheitert. Der Vater will seinen Kindern nahe sein und findet eine kleine Wohnung. Aber er braucht noch ein Bett, Matratze, Kinderbetten und eine Waschmaschine. Gut, dass da „Helfen macht Spaß“ eine Sorge beseitigen kann.

Integration von Flüchtlingen, das ist wichtig. Zwei junge afghanische Flüchtlinge könnten eine Ausbildung an der Berufsfachschule in Vierzehnheiligen beginnen. Wären da nicht die monatlichen Schulkosten in Höhe von je 70 Euro. Das „Helfen macht Spaß“-Team ist überzeugt, hier ist eine Unterstützung gut investiert.

Ein anderer Azubi muss für seine Ausbildung einen Laptop kaufen. 399 Euro kostet der Computer. Das Geld dafür ist nicht vorhanden. Seine alleinerziehende Mutter lebt vom Arbeitslosengeld II, und die Ausbildungsvergütung reicht gerade so für ein Auskommen ... „Helfen macht Spaß“ sponsert gerne für die Zukunft eines jungen Menschen.

Dann ist da ein Junge, der in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung im Landkreis lebt. Seine Geschwister haben einen Platz in einem SOS-Kinderdorf gefunden. Aber das liegt 350 Kilometer entfernt. Dass sich die Kinder besuchen können, dafür sorgt „Helfen macht Spaß“ mit einem Zuschuss.

Schnell und unkompliziert

Wichtig ist: „Helfen macht Spaß“ unterstützt schnell und unkompliziert. Darauf können sich die Partner aus den Wohlfahrtsverbänden, sie stellen die Anträge für die Bedürftigen, stets verlassen. Davon profitierte auch eine ältere Dame, die von einer Erwerbsminderungsrente lebt. Sie wohnt in einem renovierungsbedürftigen Eigenheim. Irgendwie kommt sie über die Runden. Dann ist aber der alte Warmwasserspeicher defekt. 813 Euro sind für sie einfach unbezahlbar. Und draußen sind die Temperaturen noch recht frostig.

In über 600 Fällen kann „Helfen macht Spaß“ Jahr für Jahr ein klein wenig Hoffnung geben. Über 50 000 Euro werden dabei im Jahr aufgewendet. Der größte Posten ist die „Direkte Nothilfe“: Im Jahr 2018 wurden bisher 16 321 Euro dafür ausgegeben. 12 655 Euro sind es für Weihnachtspakete. 6323 Euro gab es als Unterstützung für den alltäglichen Bedarf, 4900 Euro für Unterstützung von Menschen mit Behinderung, 4489 Euro für Bildung und knapp 1000 Euro für Ferien- und Erholungsmaßnahmen.

Aus der Aktion, die im Herbst 2000 als erstes Projekt die Einrichtung eines Therapieraums von Regens Wagner in Burgkunstadt ermöglichte, ist ein effizientes Netzwerk aus Helfern und Wohlfahrtsverbänden entstanden, das so manchen Menschen in Not auffangen konnte.

Ermöglicht haben das OT-Leser, Gruppen und Vereine im Landkreis Lichtenfels. Sie starten Aktionen, damit geholfen werden kann: Blasmusiker geben Benefiz-Konzerte, Chöre singen, Rockbands lassen die Gitarren kreischen, Fußballer kicken, Kinder basteln, und Tombola-Glücksräder drehen sich. Rotkreuz-Schwestern verkaufen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, und Bauchtänzerinnen lassen die Hüften kreisen. Alles für einen guten Zweck. „Helfen macht Spaß“ lebt von vielen bunten Aktionen, die so unterschiedlich sind, wie die Menschen, die sie starten. Anträge stellen die Wohlfahrtsverbände Bayerisches Rotes Kreuz, Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt und Regens Wagner. Das Rote Kreuz verwaltet die Spenden mit ehrenamtlichem Einsatz.

Das „Helfen macht Spaß“-Team dankt allen Spendern und Helfern und wünscht ein frohes Fest.

Für Spenden

Für Spenden an „Helfen macht Spaß“:

In Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden hilft „Helfen macht Spaß“ (HMS) Bedürftigen am Obermain. Eine fast 20-jährige Tradition hat der HMS-Weihnachtsaufruf. Wie gewohnt werden dabei die Namen der Spender und die Höhe der Spende (ab zehn Euro) genannt. Spender, die dies nicht wollen, bitten wir, auf dem Überweisungsträger neben dem Stichwort „Helfen macht Spaß“ zusätzlich „Anonym“ zu vermerken. Herzlichen Dank! Spenden: Sparkasse Coburg-Lichtenfels, BRK-Kreisverband Lichtenfels, Stichwort „Helfen macht Spaß“,

IBAN: DE 26783500000000038885.

Helfen macht Spaß: Weihnachtspakete für Container-Bewohner
Traditionell bekommen auch die obdachlosen Bewohner der Container Pakete von „Helfen macht Spaß”. Rotkreuz-Helferin Petra Korzybski hatte fleißig eingekauft und große Kartons mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Naschzeug gefüllt. Auch Socken waren dabei, die eine hilfsbereite Mitbürgerin gestrickt hatte. Foto: Till mayer
Benefizkonzert Kutzenberg: Mary Poppins tanzt durch den Saal
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Von Till Mayer

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