LICHTENFELS

Wort zur Besinnung: Spätsommerblues

Wort zur Besinnung: Spätsommerblues
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War das ein Sommer! Sonne. Sonne. Sonne. Von Mitte April bis Mitte September.

Flussbad und Baggersee. Radfahren und Wandern. Heiße Tage und laue Sommerabende. Bewegung in der Natur und Faulenzen auf dem Balkon. Noch einmal 30 Grad in dieser Woche. Badewetter im September. Herrlicher Spätsommer. „Der Klimawandel hat auch seine guten Seiten“, könnte man meinen. Zumindest im Gottesgarten am Obermain.

Urlaub vorbei. Schule beginnt. Der Sommer geht zu Ende. „Schade“, sagen die einen, die, die die Aussicht auf den Arbeitsstress ängstigt. „Gott sei Dank“, sagen die anderen, denen die Hitze sehr zugesetzt hat und die oft nur Abkühlung im Keller gefunden haben.

Frisch erholt und voller Lust auf das Neue. Oder wehmütig zurückblickend auf faule Tage: Spätsommerblues. „Alles hat seine Zeit“, sagt die Bibel.

Auf die Urlaubsfotos muss heute niemand mehr warten. Auf dem Handy sind sie zur immer zur Verfügung. Wenn mich der Spätsommerblues wehmütig stimmt, schau ich mir die Urlaubsbilder an. „Man kann im Winter nicht genug an den Frühling, in traurigen Zeiten nicht genug an die freundlichen denken“, sagt eine alte Weisheit.

Die positive Energie der Sonne lässt sich speichern. Wie in einem Akku.

Genießen wir noch die warmen Tage und die letzten Sonnenstrahlen. Noch mal Energie tanken. Dann überstehen wir auch verregnete Herbsttage. Alles hat seine Zeit.

Wir können unsere schönen Erinnerungen aufrufen wie die Urlaubsfotos. Jederzeit und überall. Weil wir sie gespeichert haben. Im Kopf und im Herz. „Denk immer dran, was der Herr dir alles Gute hat getan“, meint die Bibel. Das macht dich zufrieden. Und stark. „Mach?s wie die Sonnenuhr, zähl die schönen Stunden nur“, sagt der Volksmund.

Freuen wir uns auf ein schönes Korbmarktwochenende in Lichtenfels und auf einen schönen Herbst. Dann kann der Winter kommen. Alles hat seine Zeit. Wir haben genug Sonnenenergie getankt.

Sonnige Grüße!

Ihr Peter Lachner,

Pastoralreferent aus Lichtenfels