ROTH

Wallfahrt von Gläubigen aus Roth: Zu Ehren der Mutter Gottes

Die Rother Wallfahrer verlassen den Gnadenort in Marienweiher.

Anlässlich des Hochfestes Maria Geburt fand die Ortswallfahrt nach Marienweiher statt. Gleichzeitig wurde am Gnadenort das 25. Jubiläum der Ernennung der Wallfahrtskirche zur Basilika gefeiert. Aus diesem Anlass fand sich am Samstagabend auch Erzbischof Dr. Ludwig Schick im Mariengnadenort ein, um als Hauptzelebrant und Festprediger zusammen mit den Wallfahrern den Festgottesdienst zu feiern.

Besondere Beachtung fand dabei der Basilikachor, der unter der Leitung von Dirigent Ludger Ahrens die Messe „Missa brevis in F-Dur“ von Joseph Haydn sang. Erzbischof Dr. Ludwig Schick unterstrich am Abend in seiner Predigt die Bedeutung des Festes Maria Geburt.

So sei im Kloster Weingarten eine Marienstatue zu sehen mit auffallenden großen Augen, vor allem einem übergroßen Ohr, berichtete der Erzbischof. Ähnlich bei einer Darstellung der Gottesmutter von Rokitno in einem Wallfahrtsort in Polen. Dies wird die geduldige Zuhörende genannt.

Ein „großes Ohr“

Maria hatte nach Worten des Erzbischofs von Anfang an ein „großes Ohr“ für das Wort Gottes. Sie wurde die Mutter Gottes, die den Menschen zuhört, in Leid und in Not. „Sie hatte aber auch ein „großes Auge auf die Freuden unserer Herzen und die Nahrung für unser Leben. Mit ihren Augen sah sie dabei Kummer und Schmerz der Menschen, lehrte aber auch, das Gute und Schöne im Leben zu sehen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst fand die Lichterprozession durch den Gnadenort statt, bei der die Rother Wallfahrer das Allerheiligste begleiteten und den Baldachin trugen. Danach wurden durch den Wallfahrtsseelsorger Pater Witalis Edeltraud Krappmann für 20 Mal, Marianne Krappmann für 30 Mal und Reinhold Schmidt für 35 Mal Wallfahren nach Marienweiher geehrt.

Am Samstagfrüh trafen sich 53 Pilger bei der Rother Kapelle und machten sich nach dem Segen vom Islinger Pfarrer Henryk Chelkowski auf den Weg zur ältesten Marienwallfahrtsstätte des Erzbistums Bamberg. Eine Abordnung der Ansbachtaler Musikanten umrahmte auf den Pilgerweg die Gesänge. Das Wallfahrtsbild wurde von Karl-Heinz Eck getragen.

Kreuzweg gebetet

Am Samstag gegen Mittag kamen die Pilger am Wallfahrtsort an und wurden vom Pater Adrian empfangen. Am Nachmittag wurde der Kreuzweg gebetet. Nach dem Wallfahrtsamt am Sonntagfrüh machte sich die Pilgergruppe auf dem Heimweg. Nach der Mittagspause in Kupferberg ging es mit dem Bus ab Ludwigschorgast weiter nach Hochstadt. Am Nachmittag trafen die Pilger wieder in Roth ein, wo sie von vielen Angehörigen mit Blumen abgeholt wurden. Ein gemütliches Beisammensein am Feuerwehrhaus bei Getränken und Bratwürsten, organisiert vom der Feuerwehr und vom Ortssprecher Reinhold Schmidt, mit seinen Helfern vom CSU-Ortsverband, schloss sich an. Dabei dankte Wallfahrtsführerin Brigitte Wolf allen, die zum guten Gelingen der Wallfahrt beigetragen hatten. Dank gebührt auch Georg Beuschel für die Unterstützung der Wallfahrtsführerin im Vorfeld bei der Organisation.

Für 35-malige Wallfahrtsteilnahme wurde Reinhold Schmidt (li.), für 30-malige Teilnahme Marianne Krappmann und für ...