SCHNEY

Sommerkonzert Gesangverein Schney: von Abba bis nach Tabaluga

Der Zeitloschor unter Leitung von Ulrike Bauer-Trolp überzeugte das Publikum.

Das diesjährige Sommerkonzert des Gesangvereins war der Filmmusik gewidmet. Zu dem Konzert unter dem Motto „Movie Melodies“ konnte der Vorsitzende Henry Schimanski trotz des schönen Sommerwetters viele Gäste in der Turnhalle von Schloss Schney begrüßen.

Der ganze Saal war mit Filmplakaten dekoriert, um die Besucher gleich in die richtige Stimmung zu versetzen. Mit dem Rag „Der Entertainer“ aus der Gaunerkomödie „Der Clou“ wurde das Publikum begrüßt. Allerdings war die Musik von Scott Joplin mit einem neuen Text von Gerhard Grote unterlegt.

Dramatisch aufgeladen

Dieses Lied, wie auch alle anderen Darbietungen, wurden von Manuel Höppner am E-Piano begleitet. Er stellte sich gut auf die Chöre ein und unterstützte sie rhythmisch hervorragend. Der Zeitlos-Chor unter der Leitung von Ulrike Bauer-Trolp stellte mit dem ABBA-Song „I have a dream“ die Verbindung zu dem Musical-Film „Mamma mia 2“ her.

Aus dem schwedischen Filmdrama „Wie im Himmel“ stammte der nächste Song. „Gabriellas Song“ hat in der Geschichte eine zentrale Bedeutung und ist natürlich entsprechend dramatisch in Text und Musik aufgeladen. Diese Stimmung vermittelte der Chor den Zuhörern bestens. Dabei sang er das Lied sogar im schwedischen Originaltext.

Phil Collins, der Sänger und Komponist von „You?ll be in my heart“ machte den nächsten Song weltweit bekannt. Das Lied mit dem hämmernden Rhythmus ist ein Song aus dem Musical „Tarzan“ und erinnerte an die frühen Verfilmungen der Dschungelgeschichte. Aus dem von Peter Maffay komponierten Musical „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“ stammte das nächste Lied „Ich wollte nie erwachsen sein“, vorgetragen vom Traditionschor des Gesangvereins unter der Leitung von Claudia Koch. Wer kennt nicht das Lied von der Biene Maja, den von Karel Gott interpretierten Titelsong aus der gleichnamigen Zeichentrickserie im Fernsehen, der nun folgte.

Das war eine gelungene Überleitung zum Auftritt des leider nicht voll besetzten Kinderchores Schneyer Liederkiste, der sich auch Melodien aus dem Reich des Kinos herausgesucht hatte. Fröhlich und forsch sangen sich die kleinen Sängerinnen und Sänger in die Herzen der Zuhörer, zunächst mit dem Lied der Schlümpfe, das sie im Wechselgesang mit Henry Schimanski als „Vader Abraham“ vortrugen.

Dann folgten Lieder, wie der Titelsong zur Kinderserie „Pipi Langstrumpf“ und „Probier?s mal mit Gemütlichkeit“ sowie „Ich wär so gern wie du“ aus dem Film „Dschungelbuch“. Sie wurden von ihrer Chorleiterin Claudia Koch am Klavier begleitet. Henry Schimanski ehrte im Rahmen des Auftritts des Kinderchores Lena Hohmann für ihr fünfjähriges Mitwirken.

Einfühlsam begleitet

Mit großer Stimme trug dann Henry Schimanski, einfühlsam begleitet von Svenja Bauer am Piano, den Welthit „My Way“ (bekannt geworden durch Frank Sinatra), vor. In sängerisches Neuland begibt sich immer wieder der Zeitlos-Chor. 1987 entstand der Kassenschlager „Dirty Dancing“. Der Chor wagte sich an den Titelsong „Time of my life“, eine Herausforderung an Rhythmusgefühl und Stimmlage.

Den Wechselgesang zwischen der Hauptprotagonistin des Films „Baby House“ und dem Tanzlehrer Johnny Castle hatten die Frauen- und Männerstimmen gut im Griff. Von Andrew Lloyd Webber stammen die Melodien des Filmmusicals „Evita“. Daraus sang der Zeitloschor im Tangorhythmus den Song „Don?t cry for me Argentina“. In das Kino der 1960er-Jahre entführte nun nochmals der Traditionschor die Zuhörer mit den Liedern „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ und „Kriminaltango“ und erinnerte dabei an die gleichnamigen Filme mit Heinz Erhardt und Peter Alexander in den jeweiligen Hauptrollen. Einen Schlussakkord setzte der Zeitloschor mit dem Titelsong aus dem Bondfilm „Skyfall“.

Mit Gänsehaut-Effekt

Dabei erzeugte der Chor diesen bekannten Sound, der immer aus diversen Titelmelodien herauszuhören ist, Gänsehaut-Effekt inbegriffen. Mit dem Titelsong aus der Fernsehserie „Tom und Jerry“ wurde dieses bemerkenswerte Konzert beendet. „Vielen Dank, für die Blumen“ heißt dieses von Udo Jürgens komponierte Lied.

Reicher, lang anhaltender Applaus belohnte Sängerinnen und Sänger für ihre Darbietungen. Man darf gespannt sein auf das Thema des Sommerkonzerts 2019.

Ließ von sich hören: der Kinderchor der Schneyer Liederkiste.