aktualisiert:

ISLING

Fred mutiert zum Glücksbringer

Glücklich legte die „Hamsterbande“ nach ihrem dritten Triumph in Isling eine witzige Polonaise aufs sandige Parkett. Foto: Mario Deller

55 Herren- und Damen-Teams mit unerschrockenen „Sandfetischisten“ sorgten beim Beachsoccer-Cup in Isling am verlängerten Pfingstwochenende wieder für ein höchst unterhaltsames sportliches Spektakel. Den Siegerpokal in die Höhe recken durften dabei wie schon 2013 und 2014 die Kicker von der „Hamsterbande“ aus Ebensfeld. Bei den Damen sorgten die „Liletten“ aus Stegaurach gleich bei ihrer Premiere für Furore.

Sogar aus Tirol angereist

Wer in Sachen Beachsoccer etwas auf sich hält, kommt an Pfingsten nach Isling. Die Herkunft der teilnehmenden Teams, die den Zuschauern bei bestem Wetter sportliches Amusement boten, spricht Bände. Keine Anreise ist da zu weit. Das Team „Boga“ kam aus Schleswig-Holstein. „HFM“ aus Hannover war einmal mehr mit von der Partie, und mit dem FC Wholehunters reiste eine Mannschaft sogar aus Tirol an.

Originelle Choreografien

Feiernd, singend und ihr Lieblingsteam anfeuernd verfolgten die zahlreichen Zuschauer auf der Tribüne die Partien. Jedes Tor wurde ausgiebig bejubelt, teils mit zuvor einstudierten originellen Choreografien. Sieben Teams starteten zum ersten Mal beim Beachsoccer-Cup auf dem mit mehreren Tonnen Sand präparierten Spielfeld auf dem Sportgelände der SpVgg Isling. Der „FC Schnell Müd“ aus Birkach, die „Rasselbande“ aus Ebensfeld oder die „Lokomotive Lattendicht“ aus Lichtenfels – die lustigen Namen der Neulinge in der Herrenkonkurrenz täuschten sportliche Harmlosigkeit nur vor. „Lattendicht“ schaffte es nach problemloser Vorrunde und Siegen gegen SC Hütte, anschließend eben genannte „Rasselbande“ sowie im Halbfinale gegen Turbine Michelau gar bis ins Endspiel.

Nervenstark aus neun Metern

Dort wartete mit der erfahrenen „Hamsterbande“ aus Ebensfeld freilich ein ordentliches Kaliber. Die Gewinner von 2013 und 2014 bewiesen Nervenstärke, als es im Viertelfinale gegen die „Sandmännchen“ und im Halbfinale gegen Lok Lichtenfels jeweils ins Neunmeterschießen ging. So bot sich der „Hamsterbande“ die Gelegenheit, als erstes Team in der Historie des Islinger Beachsoccer-Cups zum dritten Mal den Wettbewerb zu gewinnen – und sie nutzten sie: Die „Hamster“ gingen früh in Führung, „Lattendicht“ verpasste einige Chancen zum Ausgleich. Kurz vor Spielende machten die Ebensfelder „den Deckel drauf“ und gewannen letztlich das Finale mit 2:1. Nicht weniger engagiert zur Sache ging es bei den Frauen. Dabei zogen die „Michlaarer Beachkrüetla“ zum vierten (!) Mal in Folge ins Finale ein. Natürlich wollten die Michelauer „Mädels“ wie im Vorjahr erneut den Beachsoccer-Thron besteigen. Im Endspiel hatten sie es mit dem „FC Liletten“ aus Stegaurach zu tun. Das Team aus dem Nachbarlandkreis sorgte im Lauf des Turniers mit einer makellosen Vorrundenbilanz (vier Siege) und ungefährdeten Siegen im Viertelfinale (4:0 gegen die „Früchtchen mit Schuss“ aus Michelau/Hochstadt) und im Halbfinale (3:0 gegen die „Fränkischen Pflaumen“ aus Schwabthal) sportlich für Aufstehen – aber auch in Sachen Stimmung.

„Gaasmoos-Fred“ in die Luft gehievt

Als sich der beim Beachsoccer-Cup schon zur Ikone gewordene „Gaasmoos-Schirmherr“ Fred als Fan der „Liletten“ outete, machten die Akteurinnen aus Stegaurach den Spaß mit und trugen ihn mit vereinten Kräften in die Höhe gehievt über den Platz. „Hoffentlich haben sich die Mädels keinen Bruch geholt“, meinte anschließend ein grinsender Fred. Und so gönnte am Ende jeder den „Liletten“, die bei ihrem Debüt auch das Finale mit 3:2 gewannen, diesen Triumph von Herzen. Fair gratulierten die „Beachkrüetla“, die zwischenzeitlich mit 2:1 geführt hatten. Doch die „Liletten“ drehten noch das Spiel und sangen – zusammen mit Fred – ausgelassen „Humba, Humba, Humba tätärää.“

Ehrgeiziger Nachwuchs

Ebenfalls aufs Podest kletterten als jeweils Drittplatzierte Lok Lichtenfels bei den Herren und „Barfußbetrieb“ aus Bad Staffelstein bei den Damen. Verdienten Applaus erhielt auch der E-Jugend-Nachwuchs für sein Einlagespiel. Die Jungen und Mädchen des FV Mistelfeld und des FC Hochstadt standen in Sachen Ehrgeiz den „Großen“ in nichts nach. „Toll, dass ihr alle mitgemacht habt“, sprach Volker Denscheilmann vom Organisationsteam der einmal mehr kompetent ausrichtenden Islinger Spielvereinigung allen teilnehmenden Teams seinen Dank aus. Sein Dank galt ebenso den hunderten Helfern, die während der Beachsoccer-Tage in Isling wieder im Einsatz waren, vom Ausschank bis zum Roten Kreuz. „Nächstes Jahr werden wir wieder durchstarten“, versprach Denscheilmann grinsend. Wer die tolle Stimmung in Isling miterleben durfte, weiß gewiss schon jetzt, was er an Pfingsten 2019 vorhat.

Weitere Fotos vom Beachsoccer-Cup finden Sie im Internet unter www.obermain.de.

Der Torhüter der „Milfbusters“ streckt sich vergeblich. Das Team der „Turbine Michelau“ setzt sich in einem der spannenden Neunmeterschießen durch und schaffte es damit ins Halbfinale. Foto: Mario Deller
Zwei Debütteams, die aufhorchen ließen: Im Viertelfinale setzte sich die Lokomotive Lattendicht aus Lichtenfels knapp mit 1:0 gegen die Ebensfelder „Rasselbande“ durch, erreichte am Ende sogar das Endspiel. Foto: Mario Deller
Die „Hamsterbande“ durfte zum dritten Mal den Siegerpokal in Empfang nehmen. Foto: Mario Deller
Sie kamen aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus: Die „Liletten“ aus Stegaurach hatten bei ihrer Premiere riesigen Spaß. Foto: Mario Deller

Von unserem Mitarbeiter Mario Deller

Weitere Artikel