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LICHTENFELS

Adventliche Erwartung und Weihnachtsfreude

Das Vokalensemble „Nuova Canzone“ trug unter der Leitung von Jitka Maisel mit mehreren Beiträgen zum Erfolg des Adventskonzertes bei. Foto: Alfred Thieret

Ein adventliches Konzert mit der Chorgemeinschaft Liturgischer Chor/Sängergilde, der Vokalgruppe Nuova Canzone, Anne-Rose Werners (Blockflöte) und der Kirchenmusikerin Jitka Maisel (Orgel, Gesamtleitung) fand am Sonntagabend in der Stadtpfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ trotz des plötzlichen Wintereinbruchs sehr großen Anklang.

Eindrucksvoll an der Orgel

Jitka Maisel leitete das Konzert sehr eindrucksvoll an der Orgel auf der Empore mit einer Pastorale in drei Sätzen von Johann Sebastian Bach (1685-1750) ein. Zurück in den Kirchenraum begleitete sie die Flötistin Anne-Rose Werners am Klavier. Die Sonate B-Dur mit den Sätzen Adagio, Dolce und Vivace von Georg Philipp Telemann (1681-1767) gab Werners die Gelegenheit die Klangvielfalt ihres Instrumentes hervorragend zu demonstrieren.

Telemann hatte eine besondere Beziehung zur Blockflöte, die er selbst meisterhaft beherrschte, weshalb auch seine Blockflötensonaten von einer hohen Kunstfertigkeit geprägt sind. Die Chorgemeinschaft Liturgischer Chor/Sängergilde brachte mehrere Lieder aus dem Bereich Neue Geistliche Musik unter der Klavierbegleitung von Jitka Maisel zu Gehör.

Das Lied „So wird Gott selbst euch nahe sein“ möchte die Menschen gerade in der Adventszeit dazu bewegen, zur Ruhe zu finden und in sich zu gehen und entsprechend der Weihnachtsbotschaft auf Gott zu vertrauen, um selbst zum Licht der Welt zu werden.

In „Einem Stern, der Wege weist“ wird die Weihnachtsgeschichte erzählt mit der Verkündigung der Geburt des Messias durch die Engel und der Huldigung durch die Hirten, denen der Stern den Weg zum neugeborenen Jesuskind wies. „Lass dein Licht leuchten“, das von Nuova Canzone gesungen wurde, soll die Hoffnung auf ein glückliches und friedvolles Leben im Vertrauen auf Gott zum Ausdruck bringen.

Mit „Maria durch ein‘ Dornwald ging“ widmete sich die Chorgemeinschaft einem bekannten Adventslied aus dem Jahr 1850, in dem die schöne Geschichte von einem abgestorbenen Dornwald erzählt wird, der beim Vorübergehen von Maria mit dem göttlichen Kind „unter dem Herzen“ wieder zu blühen begann.

Die adventliche Meditation von Patrick Liebergen, die der Chor sehr harmonisch und gefühlvoll unter der Klavierbegleitung von Jitka Meisel und der Blockflötenbegleitung von Anne-Rose Werners sang, basierte auf dem Kanon „Donna nobis pacem“ und richtete sich an den neugeborenen Jesus mit der Bitte um Frieden.

Dann setzte sich Jitka Maisel noch einmal an die Orgel, um die Elevation Nr. 2,1,4 aus den weihnachtlichen Weisen „Noels“, op. 60, des französischen Organisten und Komponisten Alexandre Guilmant (1837-1911) zu interpretieren, wobei sie von den Blockflötenklängen von Anne-Rose Werners wundervoll unterstützt wurde.

Zum Schluss folgten noch einige Lieder in englischer Sprache, die von der Vokalgruppe Nuova Canzone sehr innig gesungen wurden, darunter die weihnachtlichen Lieder „Christmas Lullaby“ und „All Bells in Paradise“ des zeitgenössischen englischen Komponisten John Rutter (geboren 1945). Eindrucksvoll war auch der Song „Carol of the bells“, also das Lied der Glocken, mit vielen „ding, dong, ding, dong“ und „ding, ding, dong, ding“.

Brillantes Blockflötenspiel

Die zahlreichen Besucher belohnten die Leistung der hervorragend von Jitka Maisel eingestimmten Chöre, das virtuose Orgelspiel der Kirchenmusikerin und das brillante Blockflötenspiel von Anne-Rose Werners mit viel Beifall, so dass die vereinten Chöre die Zuhörer noch mit einer Zugabe erfreuten. Pfarrer Roland Neher, selbst Chormitglied, verabschiedete die Besucher mit dem Segen Gottes.

Anne-Rose Werners begeisterte mit ihrem perfekten Blockflötenspiel. Foto: Alfred Thieret

Von unserem Mitarbeiter

Alfred Thieret

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