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VIERZEHNHEILIGEN

Wallfahrtsjahr in Vierzehnheiligen

Würdevoll führte Kirchenschweizer Daniel Reiz die Geistlichkeit und die Ministranten in die Wallfahrtsbasilika. Foto: Gerd Klemenz

Seit dem Jubiläumsjahr der Erzdiözese Bamberg 2007, wird das Wallfahrtsjahr in Vierzehnheiligen mit einem Tag der Wallfahrt eröffnet. So feierte in diesem Jahr der Provinzialvikar Pater Markus Fuhrmann aus München einen festlichen Eröffnungsgottesdienst in der Wallfahrtsbasilika, zu dem zahlreiche Gläubige gekommen waren.

Würdevoll führte Kirchenschweizer Daniel Reiz die Geistlichkeit und die Ministranten durch das Hauptportal zum Hochaltar. „In diesem Jahr begehen wir ein Doppeljubiläum: Vor 250 Jahren wurde unsere wunderschöne Wallfahrtskirche nach 30-jähriger Bauzeit fertiggestellt und eingeweiht und vor 125 Jahren hat Papst Leo XIII. sie als päpstliche Basilika ausgezeichnet. Es ist uns eine große Ehre, dass du, lieber Pater Markus, als Stellvertreter unseres Provinzials heute die Eröffnung der Wallfahrt mit uns feierst“, so Guardian Pater Maximilian in den Grußworten.

„Seht Gottes Haus auf Erden“

Die Franziskaner von Vierzehnheiligen stellen die Wallfahrten dieses Jahr unter das Leitwort „Seht Gottes Haus auf Erden“. Der Guardian Pater Maximilian beschreibt seine Betrachtungen auf dem diesjährigen Wallfahrtsbild wie folgt: „In jeder Kirche ist Gott daheim und dort hat er ein offenes Ohr für unsere Bitten, Klagen und unseren Dank. Aus unvergänglichem Stein von göttlicher Meisterhand erbaut ist das `Haus voll Glorie? mit seinen mächtigen Türmen weithin über alle Land sichtbar und lädt uns ein, es zu besuchen und uns darin behütet zu wissen. So verheißt uns das Kirchenlied `Ein Haus haus voll Glorie schauet`. Im Gotteshaus wird uns stets neu Gottes Wort verkündet, und mit seiner frohen Botschaft werden wir ausgesandt, diese in unserem Umfeld weiterzuerzählen und in die Tat umzusetzen“.

„Ohne Ort kein Glück“

Den festlichen Eröffnungsgottesdienst bereicherte Organist Markus Ritzel an der großen Rieger-Orgel. „Ohne Ort kein Glück“, so meinte einst der Schriftsteller Peter Handke. Wir alle brauchen Orte, die uns vertraut sind, wo wir so sein dürfen, wie wir sind und wo wir wachsen können. Solche vertaute Orte sind Indentitätsstützen, sie geben uns Halt und sind notwendig. Gerne ziehen wir uns auch an solche Orte zurück. Wenn wir in Not sind, Problem haben oder traurig sind. Dann geben uns solche Orte Kraft“, erklärte Provinzialvikar Pater Markus zu Beginn seiner Predigt. Wir brauchen heilige Orte, die uns mit Gott in Berührung bringen. „Welche Orte sind für uns heilige Orte und wo fühlen sie sich von Gott angesprochen, berührt, herausgefordert?“, fragte der Prediger.

Dabei ging er auf das Tagesevangelium ein. Hier wurde der See von Tiberias, ein Ort des vermeintlich grauen Alltags, für die Jünger zu einem Ort der ermutigenden Gottesbegegnung. „Seht Gottes Zelt auf Erden, verborgen ist er da“, wurde im Eingangslied gesungen. Die Liedzeile inspirierte das Leitwort in diesem Jubiläumsjahr der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen. „Zum Jubiläum der Kirchweih der Basilika vor 250 Jahren und anlässlich 125 Jahre zur Ernennung der päpstlichen Basilika sind wir eingeladen, dieses großartige Gotteshaus außen und innen liebevoll in den Blick zu nehmen, es zu bestaunen und darin Gott zu suchen und zu ihm zu beten“, so Pater Markus.

Kraft schöpfen und neu hoffen

Vielleicht ist dieser Kirchenraum für manchen von uns auch ein heiliger Ort, ein Ort, der etwas ahnen oder womöglich sogar spüren lässt von der Gegenwart Gottes. Ein Raum, der einem aufatmen, Kraft schöpfen und neu hoffen lässt. „Ohne Ort kein Glück - Wir brauchen heilige Orte. Möge in diesem Jubiläumsjahr die Wallfahrtsbasilika für viele Menschen auf der Suche ein solcher heiliger Ort sein und werden“, wünschte sich der Provinzialvikar zum Schluss.

Provinzialvikar Pater Markus Fuhrmann ofm aus München war Hauptzelebrant am Tag der Wallfahrt in Vierzehnheiligen. Foto: Gerd Klemenz

Von Gerd Klemenz

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