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BAD STAFFELSTEIN

Umrüstung der Straßenlampen in Bad Staffelstein auf LED

Umrüstung der Straßenbeleuchtung: Bei den 332Pilzleuchten wie in der Bahnhofstraße muss nur das Innere umgerüstet werden. Peitschenleuchten, Vierkant- und Zylinderleuchtenwerden teils komplett umgestaltet. Foto: Monika Schütz

Zum ersten Mal tagte der neue Ausschuss Klima und Energie am Donnerstagabend in der Adam-Riese-Halle. Die Sitzung hatten Erwin Richter und Jörg Breidenbach (beide Freie Wähler) beantragt und eine Tagesordnung mit fünf Themen beigefügt.

Den ersten Punkt, die Konstituierung des Ausschusses, kommentierte Bürgermeister Jürgen Kohmann vor fünf erschienenen Mitgliedern (zwei weitere waren entschuldigt) nur kurz: „Zu konstituieren gibt es da leider nichts, das ist in der Geschäftsordnung festgelegt.“ Der Bürgermeister sei Vorsitzende, die Mitglieder gleichberechtigt. Auch für den zweiten Punkt, die Festlegung der Zahl der Sitzungen sah er keine Grundlage. „Wir können nicht sagen, wir tagen einmal im Monat, wenn es keine Themen gibt. Wir berufen Sitzungen ein, wenn es Sinn macht, wenn Themen da sind, die man behandelt“, betonte Kohmann. Auf Wunsch von Erwin Richter (FW) nach eine Mindestzahl von Sitzungen im Jahr wurde auf Anregung des Bürgermeisters eine Sitzung pro Quartal plus zusätzliche bei Bedarf festgelegt. „Wir werden auch öfters einmal raus müssen und uns etwas anschauen“, ergänzte er und schlug vor, die Termine daher auf den Nachmittag zu legen. Sie würden im neuen Sitzungskalender

Viele Ideen zum Thema Energie hat der Stadtrat schon in Arbeit

Auf die Frage nach vorrangigen Themen gab's zahlreiche Vorschläge. Sandra Nossek (SBUN) schlug vor, sich mit dem Thema Energie, etwa dem Umgang mit Solarparks oder ähnlichem, nachhaltiger Energiegewinnung und der Stärkung der Regionalvermarktung zu befassen. Im Stadtrat sei das Thema Energie längst angekommen, meinte der Bürgermeister. Er wies auf ein Blockheizkraftwerk zur Energiegewinnung, großflächige Photovoltaikanlagen auf Schulen und Bauhof hin: „Nach der ALKA sind wir der größte Stromerzeuger in Bad Staffelstein.“ Großes Sparpotenzial bringe die Umrüstung auf LED bei den Straßenleuchten in dem vom Bayernwerk versorgten Gebiet. Eine Tischvorlage informierte über ein Angebot zur kompletten Umstellung und die Kosten.

Auf der großen Grünfläche in der Nähe der Arztpraxen in der UnterzettlitzerStraße könnten bald Blühflächen entstehen. Foto: Monika Schütz

Sandra Nosek wünschte sich außerdem mehr Baumpflanzungen: als Beispiel nannte sie die Nachbarstadt Lichtenfels, wo bei der Neuerrichtung von Stellplätzen darauf zu achten ist. Als Schattenspender und Frischluft-Oasen würden sie die Stadt bereichern. Kohmann antwortete, dass dies bereits in Bebauungsplänen vorgeschrieben sei, bei Einzelvorhaben jedoch nur als Empfhlung, nicht verpflichtend. Wer von den Bürgern außerdem weitere Ideen hätte, könne sich gerne melden. Vorschläge seien sehr willkommen.

„Wenn ein Thema wichtig ist, kann das durchaus mehr sein. Wir müssen nur vorrausschauend arbeiten, damit die Sachen auch im Haushalt drin sind.“
Bürgermeister Jürgen Kohmann zur Diskussion um ein Budget

Pauschal zu sagen, welches Budget dem Klimaausschuss für seine Arbeit zur Verfügung stehe, sei nicht realisierbar. „Wenn ein Thema wichtig ist, kann das durchaus mehr sein“, gab er zu bedenken. Auch das sei bereits in der Geschäftsordnung festgelegt. „Wir müssen nur vorrausschauend arbeiten, damit die Sachen auch im Haushalt drin sind“, riet Jürgen Kohmann.

Ein weiteres Thema war das Angebot von Bayernwerk für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED sowie die Kosten. Auch liefen die Vorbereitungen und Planungen, beziehungsweise die Einholung von Angeboten bereits. Die Kosten mit Demontage, Montage und Entsorgung belaufen sich auf 446 300 Euro. Pro Jahr würden dadurch Stromkosten von circa 83 600 Euro eingespart. Bisher habe die Stadt sowohl mit Energiesparlampen gut gewirtschaftet, als auch mit einer Reduzierung der Beleuchtung auf die Zeit von 22 bis fünf Uhr (50 Prozent weniger). Würde das Angebot von Bayernwerk so angenommen, könnte die Stadt den Betrag, der als Rate vorgeschlagen ist, mit der Summe begleichen, die bei den Stromkosten einspart werden. „Ich glaube nicht, dass da jemand was dagegen hat“, sagte Stefan Dinkel (CSU). Einstimmig befürwortete der Ausschuss denn auch das Angebot von Bayernwerk.

Blühfläche auf ehemaligem Spielplatz an Unterzettlitzer Straße

Die Anlage von Blühflächen regte die Fraktion Grüne/SBUN an. Rasenflächen sollte in Blühflächen umgewandelt werden, um einen Beitrag zur Insektenvielfalt zu leisten und Lebensraum für Kleinsttiere zu schaffen. Allerdings sind die vorgeschlagenen Flächen nicht alle realisierbar. An allen Randbereichen von Fahrradwegen und Straßen (so der Antrag) stehe die Verkehrssicherheit im Vordergrund, erklärte Bürgermeister Kohmann. Und das angedachte Areal im Kurpark rechts vom Ausgang falle in die Zuständigkeit des Zweckverbandes und nicht in den der Stadt. Geeignet wäre allerdings eine Rasenfläche neben den Arztpraxen im Bereich Unterzettlitzer Straße, wo nach dem Abbau des Spielplatzes wegen der Kontamination des Bodens die Möglichkeit bestehe, eine Blühfläche anzulegen. Besprochen werden soll der Vorschlag bei einem Ortstermin vor der nächsten Ausschusssitzung. Auch die Idee, ein Insektenhotel aufzustellen, kam gut an.

Abschließend informierte Kohmann über die in Kürze beginnende Dämmung des Dachbodens des Rathauses. Dazu werde man das Dach des historischen Gebäudes öffnen. Auch frühere Bausünden könnte so beseitigt werden. Die nächste Sitzung des Ausschusses für Klima und Energie wird im Januar einberufen.

 

Von Monika Schütz

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