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UETZING

Uetzinger Blaskapelle spielt Polka zum Dämmerschoppen

Uetzinger Blaskapelle spielt Polka zum Dämmerschoppen
Die Musiker hielten zueinander großen Abstand. Dirigent Petr Horejsi hätte schon fast Weitwinkelaugen gebraucht, um alle Musiker beim Dirigat im Blickfeld zu haben. Foto: Gerd Klemenz

Der Künstler lebt vom Applaus, heißt es. In Zeiten von Corona war es fast unmöglich, welchen zu erhalten. Jetzt darf wenigstens wieder miteinander geprobt werden, für die Uetzinger Blaskapelle ein kleines Highlight.

Die Musikgruppen haben eine schwere Zeit hinter sich, vielleicht auch noch vor sich. Sehnsüchtig wurde deshalb von den Mitgliedern der Uetzinger Blaskapelle unter Leitung von Petr Horejsi zumindest die erste gemeinsame Probe herbeigesehnt.

Die Musiker hielten sich dabei streng an die Vorschriften, sei es bei den Proben oder, wie beim Dämmerschoppen bei strahlendem Sonnenschein am späten Samstagnachmittag auf dem Marktplatz. Die Blaskapelle hielt großen Abstand zum Publikum. Und auch die Musiker hielten zueinander großen Abstand. Dirigent Petr Horejsi hätte schon fast Weitwinkelaugen gebraucht, um alle Musiker beim Dirigat im Blickfeld zu haben.

Mit der Polka „Am Seehafen“ von Alexander Pfluger wurden die anwesenden Blasmusikfreunde begrüßt. Passend zu den heißen Temperaturen spielten die „Uetzicher Musiker“ von Rudi Fischer den Marsch „Die Sonne geht auf“.

Musikalische Liebeserklärung entwickelt sich zum Klassiker

„Polka mit Herz“, die absolute Erfolgskomposition von Mathias Gronert, begeisterte mit Sicherheit das Publikum. Mit der Polka „Wir Musikanten“ spricht Kurt Gäble nicht nur sich selbst, sondern auch vielen Musikern aus dem Herzen. So entwickelte sich diese „musikalische Liebeserklärung“ bereits nach kurzer Zeit zu einem wahren Klassiker und kann nicht ohne Stolz im selben Atemzug mit der Polka „Auf der Vogelwiese“ genannt werden. Beide Stücke standen im Repertoire der Blaskapelle.

Die Sensationspolka „Böhmische Liebe“ von Mathias Rauch eroberte in Kürze die Herzen der Blasmusikwelt. Diese wunderschöne Polka konnte man auf dem Uetzinger Marktplatz genießen.

Nach 90 Minuten Blasmusik pur endete mit der Polka „Ein halbes Jahrhundert“ schließlich das abwechslungsreiche Programm. Die Uetzinger Blaskapelle bot Blasmusik, die bei den Besuchern sehr gut ankam.

Seit 1970 wird im „Land der Nüsse“ erfolgreich musiziert. Wer im Verein eine Instrument erlernen möchte, kann sich unter der E-Mail „ausbildung@blaskapelle-uetzing.de“ melden.

Pfingsten 2021 soll Jubiläum nachgeholt werden

Pfingsten wollte man in Uetzing das 50-jährige Bestehen feiern, verbunden mit dem Kreismusikfest, aber dann kam Corona. Neuer Termin ist jetzt Pfingsten 2021. „Unterstützt wurde der Auftritt von einer heimischen Bäckerei, um der Bevölkerung etwas musikalisches anzubieten und die Gastwirte sowie uns zu unterstützen“, erklärte Vorsitzender Markus Krappmann. „Wir sind dafür sehr dankbar, da durch die aktuelle Situation die kompletten Einnahmen ausgefallen sind und wir nichts zu spielen haben. Aus dieser Sicht war das für mich als Dirigent und für die Musiker wieder mal ein Ziel, auf das man hin proben kann. Die Probenarbeit ist aktuell sehr schwer durch die Bedingungen“, fügte der Dirigent an.

Von Gerd Klemenz

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