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VIERZEHNHEILIGEN

Trotz Lockdown: Programm der Bildungshäuser Vierzehnheiligen

Trotz Lockdown: Programm der Bildungshäuser Vierzehnheiligen
Das Bildungsteam in Vierzehnheiligen: (v.li.) Schwester Christina, derRektor der Bildungs- und Tagungshäuser, Domkapitular Professor Dr. Elmar Koziel, Sandra Brückner und Bildungsreferent Johannes Löhlein (Archivfoto). Foto: Fotostudio ProMedia Bad Staffelstein

Das Corona Virus hat nicht nur die Wallfahrten, sondern auch die Arbeit in den Bildungs- und Tagungshäusern Vierzehnheiligen jäh unterbrochen. Angebote waren nur mit Einschränkungen möglich. „Was für ein Kontrast zum lebendigen Treiben, das die Wallfahrtssaison üblicherweise prägt, und zu den vielen einzelnen und Gruppen, die in unserem Haus Bildungsangebote wahrnehmen“, sagte Domkapitular Professor Elmar Koziel bei der Online-Vorstellung des Bildungsprogramms. In der darauffolgenden Phase der Öffnung hätten sich wieder viele Teilnehmer der Hauskurse eingefunden und einen sicheren Aufenthalt gefunden.

„Seit November befinden wir uns nun in einer Zeit, da der reguläre Kursbetrieb durch die geltenden Vorschriften erneut unterbunden ist, zunächst im Rahmen eines Teil-Lockdowns, danach in der verschärften Variante“, so Elmar Koziel. „Wir hoffen, dass unser Programm für die Monate März bis September möglich sein wird.“ Theoretisch bestehe die Möglichkeit, das Haus zu öffnen. „Wir können aber nicht selbst entscheiden, wann wir öffnen“, so Koziel. Anders als bei Schulen, haben Bildungshäuser keine Priorität. „Wir zählen als Kultur- und Bildungseinrichtungen, sind aber auch in der Gastronomie beheimatet und bieten Verköstigungs- und Übernachtungsmöglichkeiten, ohne die viele unsere Kurse nicht möglich sind“, erklärte der Domkapitular.

Wenn ein Kurs nicht stattfinden kann, werden die Teilnehmer informiert

Dankbar zeigt er sich über die finanzielle Unterstützung der Häuser durch die Erzdiözese, ohne die eine finanzielle Schieflage entstanden wäre. Er freue man sich darauf, bald wieder Kursteilnehmer in Vierzehnheiligen begrüßen zu dürfen. „Für jeden Kurs sind Anmeldungen möglich, auch wenn wir derzeit nicht sagen können, ob die Kurse auch wirklich stattfinden können“, sagte Elmar Koziel „So haben wir auf alle Fälle eine Planungssicherheit. Jeder Angemeldete wird von uns informiert, falls ein Kurs nicht stattfinden kann.“ Ausgewählte Veranstaltungen könnten auch online im Internet angeboten werden.

Trotz Lockdown: Programm der Bildungshäuser Vierzehnheiligen
Online wurde das neue Halbjahresprogramm der Bildungs- und Tagungshäuser Vierzehnheiligen vorgestellt. Foto: erd Klemenz

Das vorgestellte Programm der Bildungs- und Tagungshäuser Vierzehnheiligen bietet Kurse zu verschiedenen Schwerpunkten mit etwa 20 verschiedenen Referenten. Eine Ausbildung zum Wallfahrtsführer findet am 19. und 20. März und am 23. und 24. April statt. Der erste Teil der Ausbildung findet nur in digitaler Form statt. Welche Elemente des zweiten Teils in Vierzehnheiligen stattfinden können, wird den aktuellen Vorgaben entsprechend entschieden.

Neu ins Programm aufgenommen wurde die Lesereihe „Laudato Si“ mit Bildungsreferent Johannes Löhlein – ob in Präsenz oder online – findet die Lesereihe ab 23. März statt. Das Lehrschreiben von Papst Franziskus habe nichts von seiner Dringlichkeit verloren. Für die Lesereihe sind keinerlei Vorkenntnisse notwendig und eine Teilnahme an einzelnen Terminen ist möglich. Rund um Ostern sind Angebote für Senioren, Besinnungstage für Menschen mit körperlichen Einschränkungen sowie ein Besinnungswochenende geplant. „Aber hinter allem steht ein großes Fragezeichen“, so Elmar Koziel. Zum Tagesseminar „Mut zur Veränderung: Der Weg in mein selbstbestimmtes Leben“ am 10. April referiert die Expertin für Unternehnungskultur, Melanie Ebert. Dabei gehen die Teilnehmenden auf Spurensuche nach Wünschen, Träumen, Werten und Bedürfnissen. Die Vortagsexerzitien vom 13. bis 16. April stehen unter dem Thema „Vom Glauben zu allen Jahreszeiten.“

Zwei Informationsveranstaltungen befassen sich mit den Pfarrgemeinderatswahlen im nächsten Jahr. So geht es am 17. April und 7. Mai vor allem um die neue Satzung und Wahlordnung. Der Wanderführer Thomas Rößner will anhand verschiedener Wanderrouten die Vielfalt der oberfänkischen Fauna und Flora näherbringen. Die erste Wanderung findet am 18. April, statt. Auch Land und Leute sowie die Kultur am Obermain und Jura werden bei dieser Wander-Tour ein Thema sein. „Corona, Kirche, Kohle – Wie eine Krise die Kirche verändert“ ist ein Wochenende für konfessionsverbindende Paare und ökumenisch Interessierte und findet von 23. bis 25. April statt.

Karikaturen-Ausstellung zum Umgang mit der Schöpfung

„Karikaturen aus West- und Osteuropa beleuchten Umgang mit der Schöpfung“ heißt es im Diözesanhaus am 30. April. Im Rahmen einer Vernissage mit musikalischer Untermalung findet die Premiere der Karikaturenausstellung statt. Die Ausstellung wurde anlässlich der bundesweiten Feierlichkeiten der Renovabis-Pfingstaktion im

Erzbistum Bamberg neu zusammengestellt. Vom 30. April bis 16. Mai findet die Ausstellung „Palmen auf dem Nordpol?! – Karikaturen aus West- und Osteuropa beleuchten Umgang mit der Schöpfung“ statt.

Das Vierzehnheiligener Glaubensseminar „Stärke deinen Glauben“ findet am 11. und 12. Juni unter der Leitung von Professor Koziel satt. Mit Schwester Christina Pilgern heißt es am 19. Juni bei „Ein Tag auf dem Nothelferweg“ von Vierzehnheiligen nach Klosterlangheim. An den Skulpturen, die die Nothelfer entlang des Weges symbolisieren, wird man rasten, die Heiligen mit ihren Attributen kennenlernen und überlegen, was sie zu sagen haben. Den Jubelpaaren Gelegenheit zu einer Rückschau geben und sie zugleich dazu anregen, den Blick auf die gegenwärtige Lebensphase zu richten soll ein Paar-Wochenende vom 30. Juli bis 1. August sowie vom 6. bis 8. August ermöglichen. Es richten sich an Ehepaare, die ihr goldenes, rubinenes oder diamantenes Ehejubiläum begehen.

Bergzeit und Wochendseminar „Beten und meditieren“

Neben der monatlichen „Berg-Zeit“ gibt es ein Wochenendeseminar (4. bis 6. Juli) zum Thema „Beten und meditieren mit Ikonen. Ikonen sind ein Heilmittel gegen die allgegenwärtige Bilderflut in Menschen und ihrer Umgebung. In der Versenkung sollen sie Stille und Frieden vermitteln. Ein Kurs nur für Frauen steht vom 20. bis 22. August zum Thema „Wenn du nur wüsstest – Biographiearbeit mit der „Frau am Jakobsbrunnen“ an.

Das ausführliche Programm der Bildungshäuser Vierzehnheiligen findet man im Internet.

 

Von Gerd Klemenz

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