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VIERZEHNHEILIGEN

Treffen von zahlreichen Ehejubilaren in Vierzehnheiligen

Treffen von zahlreichen Ehejubilaren in Vierzehnheiligen
Aus der gesamten Erzdiözese Bamberg kamen an zwei Wochenenden wieder zahlreiche Jubelpaare, die bereits seit 40, 50, 60 oder gar 65 Jahre verheiratet sind. Foto: Gerd Klemenz

Hochzeitstage beziehungsweise Ehejubiläen sind stets ein guter Anlass, innezuhalten und die Ehebeziehung neu zu bedenken. Aus der gesamten Erzdiözese Bamberg kamen an zwei Wochenenden zahlreiche Jubelpaare, die bereits seit 40, 50, 60 oder gar 65 Jahre verheiratet sind, um in Vierzehnheiligen gemeinsam zu feiern.

Der Geistliche Rektor der Bildungs- und Tagungshäuser Vierzehnheiligen, Domkapitular Professor Dr. Elmar Koziel, hatte dazu ins Haus II (ehemals Haus Frankenthal) eingeladen. Seit einigen Jahren wird hier dieser Brauch gepflegt und sehr gerne angenommen. Der Geistliche Rektor sowie die Franziskusschwester Christina Schirner und die Gemeindereferentin Elfi Lurz hatten wieder ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zusammengestellt. Neben gemeinsamen Gesprächen, Zusammenkünften und Vorträgen standen auch ein bunter Abend sowie eine Matinee mit dem Bamberger Geschichtenerzähler Erik Berkenkamp an.

Aus der Oberpfalz auf den „Heiligen Berg“ in Oberfranken

Die Jubelpaare tauschten untereinander viele Lebenserfahrungen aus. Eine lange Anreise hatte das Ehepaar Elisabeth und Georg Müller aus Thurndorf im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Sie sind seit Juli 40 Jahre verheiratet. „Kirchlich gehören wir zur Erzbistum Bamberg und politisch nach Kirchenthumbach in die Oberpfalz“, sagten sie. „Wir haben davon gelesen und uns dann bereits im Frühjahr angemeldet.“ Es sei ein schönes Wochenende gewesen. „Es gab Gelegenheit, den Bezug zueinander zu vertiefen, aber auch den Blick auf die gegenwärtige Lebensphase zu richten. Nach dem gemeinsamen Mittagessen fahren wir nun wieder zurück, denn wir haben noch 84 Kilometer zu fahren“, so Georg Müller.

Treffen von zahlreichen Ehejubilaren in Vierzehnheiligen
Die Jubelpaar vom zweiten Wochenende. Foto: Gerd Klemenz
„Es war ergreifend und tiefsinnig, was einem hier an den drei Tagen geboten wurde.“
Maria Pflaum, Teilnehmerin

„Kann man nur weiterempfehlen“, lautete das Fazit von Luzia und Josef Wagner aus Gundelsheim, die im Juni ihre Goldene Hochzeit feierten. „Durch Bekannte sind wir aufmerksam worden, die vor drei Jahren auch da waren.“ Herbert und Irene Mahr aus Isling feierten bereits ihre Rubinhochzeit. „Ich war schon zu anderen Vorträgen hier in Vierzehnheiligen und jetzt habe ich meinen Mann mitgenommen“, sagte Irene Mahr. „Ein guter Anlass, um auf die guten und frohen Stunden zurückzuschauen, die man gemeinsam meistern konnte. Der Austausch mit den anderen Teilnehmern war sehr interessant“, fügte Herbert Mahr an.

Das Wiederkommen ist bereits geplant

„Es war ein wunderschönes Erlebnis mit sehr schönen Unterhaltungsabenden. Zum 60. Jubiläum werden wir wiederkommen“, betonte Hildegard Kalb aus Ebing. „Der Festgottesdienst in der Basilika war wunderschön. Jetzt kommen noch unsere Kinder mit ihren Familien, dann feiern wir noch etwas zusammen“, ergänzte ihr Mann Hubert an.

Theodor und Maria Pflaum aus Burgebrach waren bereits vor zehn Jahren da. Im Januar feierten sie ihren 60. Hochzeitstag. „Es war ergreifend und tiefsinnig, was einem hier an den drei Tagen geboten wurde“, schwärmte Maria Pflaum.

Mit ihren Angehörigen, Verwandten und Freunden feierten 37 Jubelpaare am Gnadenaltar in der Basilika an zwei Wochenenden einen feierlichen Dankgottesdienst mit Professor Dr. Elmar Koziel. In seiner Ansprache erklärte der Domkapitular, dass Paare ihr Ehe- und Familienleben recht unterschiedlich anlegen und auslegten, aber es gebe etwas, das sie verbinde. Denn so wünschen und gestalten alle die Partnerschaft als so etwas wie ein Stück Heimat. „Zwei, die vor dem Altar ihre Ehe beginnen, sind ja von Anfang an so realistisch, dass sie nicht nur auf ihre eigenen Möglichkeiten setzen wollen“, so Professor Koziel. „Der Segen Gottes heißt, dass Gott das seine dazugeben soll. Dass er den beiden helfen soll – glücklich zu werden. Gott kann und wird aus den notwendigerweise immer begrenzten eigenen Möglichkeiten doch etwas Großes formen, in Ihren Fall, das große Ganze eines gemeinsamen Lebens als Jubelpaar.“

Treffen von zahlreichen Ehejubilaren in Vierzehnheiligen
: In der Basilika überreicht der Bräutigam Konrad eine Rose an seiner „Liebsten“ Rosemarie, als Zeichen der Verbundenheit. Konrad und Rosemarie Hollhut aus Klosterlangheim feierten bereits ihre Goldene Hochzeit. Foto: Gerd Klemenz

Weil das Feuer der Liebe längst noch nicht erloschen ist

Noch in der Basilika überreichte der Bräutigam eine Rose an seine Liebste als Zeichen der Verbundenheit. Die romantischen Blicke, die sich dabei die Ehepaare zuwarfen, ließen erkennen, dass das Feuer der Liebe noch immer in ihnen brennt.

 

klem

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