aktualisiert:

Streuobstmarkt in Bad Staffelstein

Streuobstmarkt in Bad Staffelstein
Frank Schelhorn vergleicht die Kerne des unbekannten Apfels, den die Besucherin bestimmt haben möchte, mit den alten Sorten in seinem umfangreichen Archiv. Foto: Monika Schütz

Bad Staffelstein

Die Anbieter von Streuobst und Streuobstprodukten hatten am Sonntag alle Hände voll zu tun. Produkte aus der Region, ob Honig, Kartoffeln, Obst oder Gemüsesorten

,

waren ebenso heiß begehrt wie die ersten selbst gebackenen Weihnachtsplätzchen.

In der Bärengasse und im direkt daneben angrenzenden Innenhof des Amtes für Landwirtschaft war schon zu Marktbeginn ab 9.30 Uhr reger Betrieb. An vielen Ständen der Erzeuger durfte man probieren, konnte kosten, wie süß und fruchtig auch Ende Oktober noch Zwetschgen und bayerische Kiwis schmecken.

Unbekannte Geschmackserlebnisse mit Rezept zum Nachkochen

Streuobstmarkt in Bad Staffelstein
"Woll'n Sie's mal schmecken?": Gesunde Smoothies aus Karotte und Sellerie boten Adriana Bischoff (li.) und Kerstin Rother von der Landwirtschaftsschule an. Foto: Monika Schütz

An den Ständen der Staatlichen Landwirtschaftsschule Coburg durfte man Wirsing-Chips und Smoothies versuchen: tatsächlich ein unbekanntes Geschmackserlebnis für die vielen Marktbesucher, die sich hier über die regionalen Produkte und ihre Verwendung in der Küche informieren wollten. Die Rezepte gab es glücklicherweise gleich mit dazu, einem Nachkochen oder Ausprobieren zuhause steht also nichts im Weg.

Streuobstmarkt in Bad Staffelstein
An den herbstlich dekorierten Marktständen waren stets viele Besucher - kein Wunder: Die einheimischen Produkte wurden attraktiv und ansprechend präsentiert. Foto: Monika Schütz

An den liebevoll dekorierten Verkaufsständen wurde angeboten, was die Ernte 2021 hergegeben hatte. Äpfel, Birnen und Quitten, Tomaten in allen möglichen Variationen und natürlich Spezialitäten wie Obstbrände, -liköre, Fruchtaufstriche und Chutneys wanderten über die Ladentheken. „Die Aktion Streuobst ist wichtig, um unsere fränkische Kulturlandschaft mit ihrer Arten- und Sortenvielfalt zu erhalten“, informierte der ausliegende Flyer die Besucher. Wer wollte, konnte an einem weiteren Stand seine Sinne testen und an verdeckten Gewürz- und Kräuterproben schnuppern. Interessantes gab es auch am Stand von Frank Schelhorn zu hören und zu sehen. Der Pomologe hatte seine Apfelsortenausstellung mit mehr als 40 alten Sorten mitgebracht und versuchte, bei mitgebrachten Äpfeln der Marktbesucher die Sorten zu bestimmen. Oft auf den ersten Blick, manchmal aber auch erst, nachdem er die Kerne der Früchte näher unter die Lupe genommen hatte, konnte der Apfel-Fachmann sagen, um was es sich handelte.

Was die Sortenbestimmung bei Äpfeln erschwert

Oft hätten Äpfel nicht nur eine unterschiedliche Färbung und Form, auch wenn sie vom selben Baum kommen. Sogar die Pflege des Apfelbaumes spiele eine Rolle. Ungeschnittene Bäume neigten sehr dazu, Früchte mit Schorf zu entwickeln. Das erschwere die Sortenbestimmung ebenso.

Von Monika Schütz

Weitere Artikel