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BODELSTADT / ITZGRUND

Sparkasse schließt Filiale in Kaltenbrunn

Die Sparkasse zieht sich fast komplett aus der Gemeinde Itzgrund zurück und schließt ihre Filiale in Kaltenbrunn. Foto: Markus Drossel

Die Sparkasse Coburg-Lichtenfels will sich fast komplett aus der Gemeinde Itzgrund zurückziehen. Diese Nachricht gab Bürgermeisterin Nina Liebermann in der Gemeinderatssitzung in der Bodelstadter Oskar-Schamm-Schule bekannt. Die Filiale macht dicht; übrig bleibt ein Bankomat. Das hat die Bürgermeisterin und den Gemeinderat ganz und gar nicht erfreut.

„Die massive Ausdünnung des Filialnetzes und vor allem die Schließung der Filiale Kaltenbrunn ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die darauf vertraut haben, ihre Bankgeschäfte in die Hände einer öffentlich-rechtlichen Bank in kommunaler Trägerschaft zu legen“, sagte Bürgermeisterin Liebermann. Gerade die älteren Menschen im ländlichen Raum seien besonders betroffen; gerade dieser Personenkreis habe der Sparkasse lange Jahre die Treue gehalten.

„Die massive Ausdünnung des Filialnetzes und vor allem die Schließung der Filiale Kaltenbrunn ist ein Schlag ins Gesicht.“
Nina Liebermann, Bürgermeisterin

Liebermann erinnerte daran, dass die Gemeinde der Sparkasse in den 1990-er Jahren einen attraktiven Standort im Ortszentrum Kaltenbrunn ermöglicht habe. Sie vermutet bei den Entscheidern mangelnde Ortskenntnis. So sei Dr. Martin Faber, Vorstandsmitglied der Sparkasse, in einem Gespräch über das Vorhandensein dieses „lebendigen Ortskerns“ überrascht gewesen. „Die Sparkasse hat nicht mehr die Kunden im Blick“, schlussfolgerte die Bürgermeisterin. „Es zählen nur noch Zahlen und die Filiale als Kostenfaktor!“ Angesichts der jüngst veröffentlichten Bilanzzahlen der Sparkasse Coburg-Lichtenfels vermutete Liebermann, dass die Sparkasse eigentlich doch „erfreulich gesund“ sei. Gerade der persönliche Kontakt mache doch den Mehrwert für den Kunden im Vergleich mit sogenannten Online-Banken aus. „Ich erwarte ein klares Bekenntnis zum öffentlichen Auftrag“, appellierte die Bürgermeisterin.

TSV Gleußen gerät wegen Pandemie in Geldnot

Der Turn- und Sportverein (TSV) Gleußen gerät finanziell ins Schlingern. Schuld ist die Corona-Krise. Es fehlen die Einnahmen, zum Beispiel Eintrittsgeld, aber die Kosten bleiben, vor allem für die Immobilien. Die Gemeinde könnte zum Beispiel bei der Grundsteuer oder bei den Gebühren für Trinkwasserversorgung und die Abwasserbeseitigung, Hallen- und Platzmieten entgegenkommen. Grundsätzlich ist der Gemeinderat den Geldnöten der Gemeinde in der Coronakrise durch aus aufgeschlossen. Gemeinderat Matthias Schorn (Kommunale unabhängige Liste KUL) schlug aber erst einmal vor, sich einen Überblick über den Bedarf zu verschaffen. Gemeinderat Matthias Bauer (Freie Wähler) sagte: „Bei manchen wird es mehr, bei einigen wird es weniger sein!“ So mache es individuell etwa einen Unterschied, ob ein Verein über eine Gaststättenlizenz verfüge oder eben nicht.

Es gibt keinen individuellen Feuerwehrbeauftragten mehr im Itzgund. An seine Stelle tritt jetzt der Arbeitskreis Feuerwehr als Kollektivorgan. Mitglieder sind: Matthias Schorn, Michael Schramm, Maria Döllinger, Horst Porzelt, Norbert Köhler und Hubert Rädlein an. Gemeinderätin Salome Porzelt (Freie Wähler) wurde zur Integrationsbeauftragten der Gemeinde Itzgrund gewählt.

Matthias Bauer erinnerte daran, dass die Bauarbeiten zur Ortsdurchfahrt Gleußen noch ausstünden Salome Porzelt, regte ein optisches Update der Fahrradunterstände und der Rastplätze dort an.

Von Martin Koch

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