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KÜMMEL

Simon Herold ist neuer Ortssprecher in Kümmel

Simon Herold ist neuer Ortssprecher in Kümmel
Simon Herolf (3.v.li) löst Rudi Hornung (li) ab. Ein glückliches Händchen wünschten Zweite Bürgermeisterin Gabriele Böhmer und Dritter Bürgermeister Anton Schatz. Foto: Monika schütz

Der Ebensfelder Ortsteil Kümmel ist einer der kleinsten der Marktgemeinde: 37 Einwohner leben hier, es gibt eine kleine Kapelle, ein Gemeinschaftshaus, die Freiwillige Feuerwehr und den Gartenbau Verein. Zu erreichen ist Kümmel auf einer ausgebauten Gemeindeverbindungsstraße von Kleukheim aus kommend oder auf einem kleinen Waldweg. Die ehemals eigenständige Gemeinde schloss sich 1972 Kleukheim an und kam 1978 zum Markt Ebensfeld.

Am Donnerstag wählten die Kümmler einen neuen Ortssprecher. Rudi Hornung, der - wie die zweite Bürgermeisterin Gabriele Böhmer schmunzelnd bemerkte - „18-Jahre plus“ das Bindeglied zwischen Bürger und Verwaltung war, machte den Platz frei für einen jüngeren Nachfolger. Mit 14 Ja-Stimmen wählten die anwesenden 17 Stimmberechtigten in der Ebensfelder Schulturnhalle den erst 23-Jährigen Simon Herold zu ihrem neuen Ortssprecher.

Simon Herold ist Außendienstmitarbeiter im Vertrieb (für EON). „Ich werde mir erstmal anhören, was wir anpacken müssen“, blickt er zuversichtlich auf seine Amtszeit, die wegen diverser Verschiebungen nun viereinhalb Jahre andauern wird. Eine Aufgabe hat der junge Ortssprecher bereits ganz oben auf seine Agenda gesetzt: nicht nur, weil dieses Thema in der Ortsversammung und auch schon einige Male zuvor angesprochen wurde, sondern weil es Simon Herold auch persönlich ein Anliegen ist: Seit Monaten „drängt“ und wuchert die Hecke eines Anwesens in der Weingasse in Kleukheim auf die Fahrbahn, Fahrzeuge müssen auf die Gegenfahrbahn ausweichen um ihr Gefährt nicht von den Dornen verkratzen zu lassen, Radfahrer und Fußgänger müssen auf die Straße ausweichen, um sich nicht zu verletzen. Die Familie, denen das Anwesen gehört, sei bereits mehrere Male von der Marktgemeinde aufgefordert worden, ihre Hecke zu schneiden, beziehungsweise zu stutzen - das bestätigte auch die zweite Bürgermeisterin Gabriele Böhmer, die die Ortssprecherwahl leitete - bisher sei aber noch nichts dergleichen geschehen.

Ein sehr gutes Verhältnis zum Rathaus gehabt

Viel Lob gab es dann zum Abschluss der Versammlung von Rudi Hornung. In den mehr als 18 Jahren habe er als bisheriger Ortssprecher - mittlerweile mit einer „6“ vor seiner Altersangabe - ein sehr gutes Verhältnis zum Rathaus gehabt. Dass jetzt auch noch in kürzester Zeit ein neuer kleiner Wanderparkplatz am Ortseingang errichtet worden war, freute ihn sehr. Gerade rechtzeitig zum Obstmarkt, der das Dorf weit über die Grenzen von Ebensfeld hinaus bekannt gemacht hatte. Seit 22 Jahren gibt es ihn schon - heuer sollte er allerdings wie in viele anderen Orten auch - in abgewandelter Form und mit Ergänzung durch online- Angebote stattfinden. Und auch Rudi Hornung bekam etwas zurück: für „18-Jahre plus“ überreichten Gabriele Böhmer im Auftrag der Gemeinde und Elvira Hornung vom Kümmler Gartenbau Verein ein Dankeschön - Überraschungsgeschenk.

Von Monika Schütz

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