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BAD STAFFELSTEIN

Schön Klinik: „Jerusalema“ statt Corona-Blues

Die Laufzeit des Videos beträgt zwei Minuten 38 Sekunden. Insgesamt brachten sich 60 Mitarbeiter ein. Foto: Repro: Monika sCHÜTZ

Die „Jerusalema Dance Challenge“ sorgt seit Monaten weltweit für Furore, es gilt als der virale Hit in der bisherigen Corona-Zeit. Jüngst haben Mitarbeiter der Schön Klinik aus Bad Staffelstein für Aufsehen gesorgt, als sie zum Song des südafrikanischen Künstlers Master KG tanzten und das Ergebnis als Video ins Netz stellten. Den zwei Minuten und 38 Sekunden dauernden Clip haben weit über 11 000 Menschen im Internet aufgerufen.

„Drehort“: Im Therapiebereich der Klinik, vor dem Haupteingang, in den Fluren und Gängen und in den Mitarbeiter–Räumen. Es wird getanzt, gelacht und rhythmisch geklatscht. Ein Skelett muss als Requisite herhalten. Bälle und andere Sportgeräte werden in den Tanz als besondere Pointe integriert. Eine große Dosis gute Laune zeigt sich in den Gesichtern der teils weihnachtlich gekleideten Tänzer.

Weil Zusammenhalt sehr wichtig ist

Wir haben mit Gaby Friesner vom Sekretariat der Schön Klinik gesprochen. Geantwortet haben auch Anke Weber und Denise Weschenfelder, zwei Physiotherapeutinnen der Klinik, die den Tanz mit den Mitarbeitern einstudiert haben.

„Es geht um Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten. Da wir tagtäglich mit dem Thema Corona konfrontiert werden, sahen wir diese Challenge als Chance, nach langer Zeit wieder etwas Positives zusammen zu erleben.“
Die Organisatorinnen der Aktion

„Es geht um den Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten. Da wir tagtäglich mit dem Thema Corona konfrontiert werden, sahen wir diese Challenge als Chance, nach langer Zeit wieder etwas Positives zusammen zu erleben. Für die Beteiligten war der Moment des gemeinsamen Tanzens ein tolles Erlebnis, welches im weiteren Sinne als nicht-vorhandene Weihnachtsfeier gesehen werden konnte“, erklärten die Klinik-Mitarbeiterinnen. Leider konnten aus verschiedenen Gründen nicht alle Mitarbeiter an der Tanz Challenge teilnehmen, da viele Abteilungen noch für die Patienten arbeiten mussten.

Die Initiative kam von der Schwesterklinik, der Schön Klinik Düsseldorf. Umgesetzt haben das Tanzprojekt in Bad Staffelstein Anke Weber und Denise Weschenfelder. Beide sind Physiotherapeutinnen. Es wurde eine Rund-Email an die Abteilungsleiter geschrieben und daraufhin hatten sich einige Abteilungen gemeldet.

Selbst eine Drohne im Einsatz

Zwischen Aufruf per Mail und Videodreh sind circa sieben Tage vergangen. Zwei der Physiotherapeuten haben ein kleines Tutorial, eine filmische Gebrauchsanleitung, gedreht, mit dem die Mitarbeiter üben konnten. Teilweise wurden in den Abteilungen auch Videos beim Üben gedreht. „Die endeten teils sehr kreativ, und konnten in der finalen Version richtig gut eingebunden werden“, so die Bad Staffelsteiner Filmemacherinnen.

Dann wurde ein fixer Termin für den „Gruppentanz“ ausgemacht – bei dem sogar eine Drohne zum Einsatz kam. „Zu diesen Termin erschienen dann erfreulicherweise noch mehr Mitarbeiter als eingeplant. Es hat auch auf Anhieb alles wunderbar geklappt“, erklärt Gaby Friesner.

Nach vier Tagen war das Video professionell geschnitten. Sehr zur Freude der teilnehmenden Mitarbeiter, die aus fast allen Bereichen kamen.

Hintergrund

Der südafrikanische DJ Master KG und die Sängerin Nomcebo Zikode vertonten mit „Jerusalema“ ein Gebet auf Zulu und landeten einen der Sommerhits des Jahres. Kaum auf der Plattform TikTok gelandet, startete auch schon die #Jerusalema Dance-Challenge, die millionenfach Menschen dazu gebracht hat, während der Pandemiegemeinsam zu tanzen und in den sozialen Netzwerken mit diesen Videos gute Laune und Zuversicht zu verbreiten. Der Tanz istleicht nachzutanzen: immer in Vierer-Sequenzen bewegt man sich zur rhythmischen Musik vorwärts - seit-, oder rückwärts.

Von Monika Schütz

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