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BAD STAFFELSTEIN

Schallschutz und Deckenheizung in der Adam-Riese-Schule

Schallschutz und Deckenheizung in der Adam-Riese-Schule
Der Bauausschuss besichtigt einen sanierten Klassenraum der Adam-Riese-Schule mit Deckenheizung, Whiteboard und Schallschutzwand. Foto: Mario Deller

Trotz der Covid-19-Pandemie machen die größeren Bauprojekte in Bad Staffelstein Fortschritte. Zufrieden zeigte sich der Bauausschuss bei Ortsbesichtigungen zur Dorferneuerung in Romansthal, der Generalsanierung der Adam-Riese-Schule und der Sanierung der „Alten Darre“.

Im Zuge einer Dorferneuerung werden in Romansthal die Alte Schule und der Betsaal saniert und für eine andere Nutzung umgebaut. Knapp eine Million Euro kostet das Vorhaben im Ortskern, das von EU und Freistaat Bayern mit rund 400 000 Euro bezuschusst wird.

Platz für die Jugend, Vereine und Direktvermarktung

So soll die „Alte Schule“ unter anderem als Jugendraum, Obstpressraum, Versammlungsraum oder zum Zwecke der Direktvermarktung genutzt werden. Der künftige Keltenraum könnte als Ausgangspunkt für Naturexkursionen dienen. Im Beisein des Leiters der örtlichen Projektgruppe, Marius Kober, sowie Ortssprecher Ulrich Schmitt verschaffte sich das Gremium einen Überblick.

Schallschutz und Deckenheizung in der Adam-Riese-Schule
Die Dorferneuerung in Romansthal soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Vom Baufortschritt machte sich der Bauausschuss ein Bild - auch an der alten Schule. Foto: Mario Deller

Fenster, Fassade, Dach und Dämmung am Gebäude der „Alten Schule“ sind bereits erneuert, noch im Juni soll der Fliesenleger seine Arbeit aufnehmen. Die Romansthaler hatten sich seit der ersten Zusammenkunft vor einigen Jahren schon in der Konzeption eingebracht. Bürgermeister Jürgen Kohmann lobte das große Engagement im Ort.

Anders als bei der Fassadenneugestaltung der „Alten Schule“ mit Schieferplatten waren für die Dorferneuerung auch Arbeiten erforderlich, die wenig ins Auge fallen: So mussten die Wurzeln der rund 120 Jahre alten Linde am ebenfalls zu sanierenden Betsaal freigelegt werden. Das neu geschaffene Fundament dieses Gebäudes wurde um die Wurzeln herum geschalt. Man wolle am Ziel festhalten, die Dorferneuerung mit der Sanierung von „Alter Schule“ und Betsaal sowie der Neugestaltung der dortigen Außenbereiche bis zum Jahresende abzuschließen, betonte Bürgermeister Jürgen Kohmann.

Die „Alte Darre“ bietet künftig Platz für 100 Zuschauer

Schallschutz und Deckenheizung in der Adam-Riese-Schule
Ein Entwurf der künftigen Außengestaltung an der Alten Schule in Romansthal mit einem barrierefreien Zugang durch eine runde Rampe. Foto: red

Verzögerungen gibt es bei der Sanierung und Erweiterung der „Alten Darre“ in Bad Staffelstein. Zusammen mit dem Leiter der Kulturinitiative (KIS), Hermann Hacker, besahen sich die Stadtvertreter die Baustelle. Durch die Schaffung eines barrierefreien Zugangs und den Einbau einer behindertengerechten Toilette soll die „Alte Darre“ als Aufführungsort unterschiedlichster kultureller Veranstaltungen künftig den heutigen Anforderungen genügen. Durch Umbau werden 40 Quadratmeter mehr Platz gewonnen, so dass bis zu 100 Zuschauer die Veranstaltungen besuchen können. Die großen Säulen, die bislang bei Darbietungen und Vorträgen manchen Gästen die Sicht nahmen, wurden entfernt. Möglich macht dies ein modernes Statikverfahren unter Verwendung von Luftaufhängungen mit Eisenträgern.

Nicht zuletzt wegen der aufwändigen Arbeiten im Eingangsbereich für den barrierefreien Eingang mit Rampe war schon länger klar, dass der angedachte Eröffnungstermin am 31. März nicht eingehalten werden konnte. Die Pandemie brachte weitere Verzögerungen, so dass die Arbeiten wohl noch bis Juli oder noch zwei Monate länger dauern werden. Ein Eröffnungsdatum könne noch nicht benannt werden, baten die Stadtvertreter um Geduld. „Das wird etwas Besonderes“, freute sich der Bürgermeister dennoch über den Baufortschritt.

Investition von 6,7 Millionen Euro für die Schulsanierung

Noch zwei Hausnummern größer gestaltet sich die Generalsanierung und Modernisierung der Adam-Riese-Schule für rund 6,7 Millionen Euro. So wird die Elektrik komplett neu verlegt, das Schulhaus energetisch saniert und barrierefrei erschlossen. Zusammen mit den Architekten Gerd-Peter Lauer und Joachim Schlund sowie Schulleiterin Astrid Balzar besichtigten die Stadträte das Schulhaus.

Obwohl bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2021 noch allerhand zu tun ist, geht es den Umständen entsprechend gut voran. Mittlerweile 60 bis 70 Prozent der Gewerke sind vergeben, auch einzelne Klassenzimmer sind bereits nutzbar. Lobend äußerte sich Rektorin Balzar über die modernen Schallschutzwände, mit denen alle Klassenräume ausgestattet werden. Dem Raumklima zugute kommt die moderne Deckenheizung, die gleichmäßig Wärme spendet.

Schallschutz und Deckenheizung in der Adam-Riese-Schule
Der Bauausschuss am alten Bethaus in Romansthal. Foto: Mario Deller

Das Angebot des Kinderhorts wird 100 Betreuungsplätze umfassen. Damit die Hortkinder leichter zum Turnraum kommen, wurde eine doppelte Betonwand herausgerissen. „Trotz dieser Zusatzmaßnahme befinden wir uns aber weiterhin im Kostenrahmen“, betonte der Rathauschef. Verzögerungen habe es trotz Covid-19 nicht gegeben. Der Bürgermeister hob das gute Miteinander von Vertretern der Schule, Firmen, Planern und der Stadt hervor, die sich zur Abstimmung wöchentlich träfen. Der Aufwand sei gerechtfertigt und biete den Kindern und Lehrkräften künftig gute Bedingungen, so der Grundtenor des Ortstermins. „Wenn wir fertig sind mit der Generalsanierung, haben wir ein Vorzeigeobjekt“, betonte Bürgermeister Kohmann.

Wohnungen in der ehemaligen Uetzinger Metallfabrik

Genehmigt wurde außerdem ein Antrag auf Nutzungsänderung in der Uetzinger Pfarrer-Krapf-Straße, wo ein aufgelassenes Betriebsgebäude einer Metallfabrik zu Wohnzwecken, als Möbellager und für Garagen genutzt werden soll. Die 15 notwendigen Stellplätze wurden nachgewiesen.

Von Mario Deller

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