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EBENSFELD

Photovoltaik in Ebensfeld: Die Ein-Prozent-Grenze bleibt

Zwei Betriebe möchten sich auf Flächen nahe der Bayerstraße in Ebensfeld ansiedeln. Dafür müssen zunächst die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Ein erster wichtiger Schritt hierzu erfolgte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Es bedarf zunächst eines qualifizierten Bebauungsplans. Da in Ebensfeld nicht nur nördlich des bestehenden Unternehmens aus dem EDV-Bereich Gewerbeansiedlungen zu erwarten sind, sondern auch in westlicher Richtung Anfragen vorliegen, empfahl es sich, den Geltungsbereich des Bebauungsplans auf alle im dortigen Flächennutzungsplan als „gewerblich“ charakterisierten Flächen auszudehnen.

15,1 Hektar für neue Gewerbeansiedlungen

Der Gemeinderat genehmigte den Bebauungsplan mit der Bezeichnung „Gewerbegebiet Ebensfeld-Nord III“ einstimmig. Er umfasst eine Fläche von rund 15,1 Hektar. „Das ist heute quasi der Startschuss. Dieses Thema wird uns sicher noch das ganze Jahr beschäftigen“, verdeutlichte Bürgermeister Bernhard Storath die Dimensionen.

Tobias Engel (SPD) gab zu bedenken, dass bei der Ausweisung als Industriegebiet beispielsweise die zulässigen Lärmemissionsgrenzen höher angesiedelt wären als beim Gewerbegebiet. Storath entgegnete, dass einer der Interessenten sich nur bei Ausweisung „seiner“ Fläche als Industriegebiet ansiedeln wolle. Es seien aber durchaus Beschränkungen seitens der Gemeinde möglich. Bei der Entscheidung handle es sich nur um einen ersten Grundsatzbeschluss.

Verkehrskonzept entsteht im Rahmen des Städtebauförderungsprojekts

Heinrich Kunzelmann (Freie Wähler) nannte für die zu erwartende Zunahme des gewerblichen Verkehrsaufkommens ein Verkehrskonzept für unabdingbar. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass dieser Aspekt im angelaufenen Städtebauförderungsprojekt der Gemeinde enthalten sei.

Ferner genehmigte das Gremium in seiner Sitzung die Haushaltspläne 2020/2021 für die Waldkindergartengruppe und das „Haus Mainzwerge“ der Kindertagesstätte Sankt Michael.

Abschließend gab Bürgermeister Storath die bereits festgelegten Termine der diesjährigen Bürgerversammlungen des Marktes Ebensfeld bekannt. Diese sind am 12. Oktober in Ebensfeld, am 13. Oktober in Kleukheim sowie am 14. Oktober in Messenfeld, jeweils ab 19.30 Uhr. Aufgrund der Corona-Pandemie habe man sich entschieden, die Termine auf den Herbst zu legen. Der Bürgermeister verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass 2022 die Bürgerversammlungen wieder im gewohnten Turnus stattfinden können.

Von Mario Deller

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