aktualisiert:

BAD STAFFELSTEIN

Monsignore Gerhard Hellgeth feiert 85. Geburtstag

Monsignore Gerhard Hellgeth feiert 85. Geburtstag
Am Reformationstag fand in der Pfarrkirche ein Gottesdienst statt, den das Geburtstagskind Monsignore Gerhard Hellgeth zusammen mit Stadtpfarrer Georg Birkel zelebrierte. Foto: red

Pfarrer i.R. Monsignore Gerhard Hellgeth hat am Reformationstag im Kreise seiner Pfarrgemeinde Sankt Kilian das Erreichen seines 85. Lebensjahres gefeiert.

Am Sonntagmorgen fand zunächst ein Gottesdienst in der Pfarrkirche statt, den das Geburtstagskind zusammen mit Stadtpfarrer Georg Birkel zelebrierte. Im Anschluss musste der ehemalige Dekan viele Hände schütteln und er wurde mit Dankesworten überhäuft.

Zahlreiche Glückwünsche und Spenden statt Geschenke

Statt Geschenken hatte der gebürtige Frankenwälder um Spenden für die Kongregation der Schwestern des Erlösers erbeten. Diese betreibt weiterhin eine Einrichtung in Nayamba/Tansania zur medizinischen Versorgung von Kindern und Familien, die Schwester Margarete Zeis lange Zeit betreut hat.

Bürgermeister Mario Schönwald überbrachte die Glückwünsche der Stadt Bad Staffelstein. Der Kirchenpfleger von Sankt Kilian, Peter Würker, gratulierte im Namen der Pfarrgemeinde und schenkte ihm ein Orgelkonzert, das am späten Nachmittag in der Pfarrkirche stattfand. Barbara Vetter beglückwünschte als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates den Jubilar für sein langes Wirken in der Pfarrei und dankte für alles, was er in dieser Zeit auf die Beine gestellt hat.

Jedes Jahr ein Highlight für ihn: die Gößweinsteiner Wallfahrt

Aus der Landeshauptstadt bekam er eine Glückwunschkarte des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Die Nothelferkapelle hatte dem Jubilar nach dem Gottesdienst vor der Pfarrkirche „Sankt Kilian“ ein Ständchen dargebracht.

Monsignore Gerhard Hellgeth feiert 85. Geburtstag
Bürgermeister Mario Schönwald gratuliert Pfarrer i.R. Monsignore Gerhard Hellgeth im Namen der Stadt Bad Staffelstein zum 85. Geburtstag. Foto: red

In all den Jahrzehnten seines Schaffens als Pfarrer und Dekan hat er sich in kirchlichen und sozialen Vereinen engagiert, etwa als Präses der Kolpingfamilie Bad Staffelstein, als Vorstand des Caritasverbands Lichtenfels sowie für den Katholischen Frauenbund, die Pfadfinder oder die Katholische Landjugend. Jahr für Jahr ein besonderes Ereignis war für den früheren Stadtpfarrer die Gößweinsteiner Wallfahrt. Meist pilgerte die ganze Strecke mit und hielt vier Gottesdienste gehalten.

Sein Steckenpferd: die Liebe zur Mundart

Seit er seinen Ruhestand angetreten hat, wohnt Gerhard Hellgeth in einem Apartment neben der Katholischen Kindertagesstätte Sankt Anna. Weil er altersbedingt nicht mehr gut zu Fuß ist und das Autofahren aufgegeben hat, ist er auf die Unterstützung hilfreicher Menschen angewiesen.

Sein Steckenpferd ist die Liebe zur Mundart, die er Mitte der 1990-er Jahre für sich entdeckte. Über 800 Geschichten und auch eine Reihe von Theaterstücken umfasst seine Sammlung.

Gerhard Hellgeth wurde in Steinwiesen im Landkreis Kronach geboren. Dort besuchte er die Volksschule, am Gymnasium in Bamberg machte er sein Abitur. In der dortigen Theologischen Hochschule studierte er Theologie.

Schon als Kaplan für zwei Jahre in Staffelstein

Am 19. März 1962 wurde Hellgeth in Bamberg zum Priester geweiht. Er kam zunächst nach Staffelstein, wo er zwei Jahre als Kaplan wirkte. 1965 wurde Hellgeth in das Aufseesianum nach Bamberg berufen, wo er die Schüler des Studienseminars als Präfekt bis 1972 betreute.

Monsignore Gerhard Hellgeth feiert 85. Geburtstag
Die Nothelferkapelle spielte nach dem Gottesdienst vor der Pfarrkirche „Sankt Kilian“ für den Jubilar Gerhard Hellgeth ein Ständchen. Foto: red

Als er 36 Jahre alt war, bekam er endlich selbst eine Pfarrei – Staffelstein. Er war für die damalige Zeit ein sehr junger Pfarrer. Hilfreich war, dass er Staffelstein schon von seiner Kaplanzeit her kannte. In der Adam-Riese-Stadt wirkte er 37 Jahre bis zu seiner Pensionierung als Stadtpfarrer.

Ehrenbürger, Monsignore, „Päpstlicher Kaplan“

Als Dekan leitete der Jubilar das katholische Dekanat Lichtenfels von 1984 bis 2008. Ab September 2006 war er der leitende Pfarrer des Seelsorgebereichs Banzer Stift – Bad Staffelstein – Lautergrund und ab September 2007 auch Pfarradministrator von Uetzing und Frauendorf.

Für seinen nimmermüden Einsatz erhielt Pfarrer i.R. Hellgeth viele Auszeichnungen. So ist er Träger der Ehrenmedaille der Stadt Bad Staffelstein und Ehrenbürger. Er erhielt die Oberfrankenmedaille und das Bundesverdienstkreuz. Der Titel Monsignore ist für ihn nicht so wichtig, aber für die Kirche und das Gemeindeleben hat er eine wichtige Bedeutung. Aufgrund seiner Tätigkeit als Rundfunkprediger für den Bayerischen Rundfunk wurde er 1999 von Papst Johannes Paul II. auf Vorschlag des damaligen Bamberger Erzbischofs Karl Braun zum „Päpstlichen Kaplan“ ernannt. (red)

Weitere Artikel