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BODELSTADT

Itzgrund: Kontroverse um Photovoltaik und Bankfiliale

Eine Photovoltaik-Freifläche in Franken. Foto: SymbolManuel Zeller Bosse

Wieviel Grund und Boden will die Gemeinde Itzgrund für die Zulassung von Photovoltaikanlagen zulassen? Da prallen ideologische Ansichten zusammen, die auch an Parteigrenzen keinen Bestand haben, wie bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Itzgrund in der Oskar-Schramm-Schule am deutlich wurde.

Zweiter Bürgermeister Horst Porzelt, Sozialdemokrat und Landwirt, plädierte für eine sichere Ernährungsgrundlage in Deutschland aus eigener Produktion. Sein Fraktionskollege Jürgen Alt, von Beruf Beamter in der Administration des Landkreises, sah das wiederum gelassener. „Der Boden ist nicht vermehrbar“, warnte Horst Porzelt.

Zum Schluss spitzte sich die Entscheidung auf die Frage zu, ob in der Gemeinde Itzgrund 30 oder 40 Hektar Fläche zur Nutzung für Photovoltaikanlagen bereit gestellt werden sollten. Gemeinderätin Maria Döllinger (Freie Wähler) wies auf andere ökologisch motivierte Projekte im Itzgrund hin, etwa den Windpark bei Welsberg oder die Wasserkraftwerke an der Itz. Döllinger: „Mir reichen die 30 Hektar schon!“ Es blieb bei einer möglichen Begrenzung von 30 Hektar.

Wohl keine neue Kindertagesstätte neben der Schule in Bodelstadt

Es bleibt wohl dabei, dass neben der Schule in Bodelstadt keine neue Kindertagesstätte erbaut wird. Das hat ein Gesprächstermin mit der Regierung von Oberfranken ergeben. Die Kindertagesstätte „Itzgrundstrolche“ bleibt also in Lahm. „Ein Neubau in Bodelstadt macht keinen Sinn“, so Bürgermeisterin Nina Liebermann (CSU). Aber auch in Lahm könnte die Einrichtung an ihre Grenzen stoßen. Dann müsste ein ganz und gar neuer Kindergarten entstehen. Derzeit gibt es im Lahm 75 Kindergartenplätze (drei bis sechs Lebensjahre) und 36 Krippenplätze (maximal drei Lebensjahre).

Ist die Filiale der Sparkasse in Kaltenbrunn noch tragbar?

Weiter keine Ruhe gibt es im Streit um die Notwendigkeit einer Filiale der Sparkasse Coburg-Lichtenfels in Kaltenbrunn. Beide Seiten fühlen sich auf jeden Fall missverstanden. Für Dr. Martin Faber vom Vorstand der Sparkasse machen Filiale und Serviceautomaten keinen Sinn mehr und sollen deshalb ersatzlos wegfallen. Gemeinde und Bürger sind ganz anderer Meinung. Die Verantwortlichen der Sparkasse haben zugesagt, in einer nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates „Tacheles“ zu reden.

Von Martin Koch

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