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KLOSTER BANZ

In Kloster Banz werden 14 Jugendliche gefirmt

In Kloster Banz werden 14 Jugendliche gefirmt
14 Firmlinge empfingen in der Banzer Klosterkirche das Sakrament der Firmung durch Domkapitular Thomas Teuchgräber. Foto: red

Ein wichtiger Schritt im Leben junger katholischer Christinnen und Christen ist der Empfang des Sakraments der Firmung. Dies bedeutet die religiöse Mündigkeit. Denn durch die Firmung sollen Jugendliche mehr Verantwortung für sich, für die Kirche und für die Gesellschaft übernehmen.

Am Freitagvormittag haben 14 Firmlinge der Pfarreien Sankt Laurentius Altenbanz sowie Sankt Peter und Sankt Dionysius Banz diesen Schritt getan. Hierzu waren nur beschränkte Besucherzahlen erlaubt; alle Anwesenden mussten Masken tragen und die entsprechenden Abstandsregeln einhalten.

In Kloster Banz werden 14 Jugendliche gefirmt
Domkapitular Thomas Teuchgräber spendete das Sakrament der Firmung in Kloster Banz. Foto: red

Weltweit gibt es unterschiedliche Modelle, in welchem Alter man die Firmung erhält. Im katholischen Seelsorgebereich Gottesgarten wird nach Jahrgängen gefirmt. Das bedeutet, wenn das getaufte Kind im entsprechenden Alter ist (normalerweise 14 Jahre) kann es gefirmt werden.

Firmung für 33-Jährigen ein großes Anliegen

Bei der Firmfeier im Banzgau war diesmal auch ein Erwachsener unter den Firmlingen. „Mir war es ein großes Anliegen, gefirmt zu werden. Ich möchte Taufpate meines Neffens werden und später eventuell auch noch kirchlich heiraten. Zu meiner Jugendzeit hatte es nicht geklappt, dafür hole ich es jetzt nach“, erzählte der 33-jährige Firmbewerber.

In Kloster Banz werden 14 Jugendliche gefirmt
Sigi Trütschel und Christiane Dicker schmückten den Gottesdienst gekonnt musikalisch aus. Foto: red

Den eindrucksvollen Gottesdienst in der Banzer Klosterkirche zelebrierte Domkapitular Pfarrer Thomas Teuchgräber aus Kronach. Christiane Dicker (Gesang und Keyboard) und Sigi Trütschel (Gesang und Gitarre) schmückten ihn gekonnt musikalisch aus. Domkapitular Teuchgräber erklärte den Firmlingen zunächst den Zusammenhang des Satzes des Auferstandenen „Der Friede sei mit Euch“ mit der Firmung. Die Firmung sei das Sakrament der Stärke. Der Geist Gottes sei ein Teamgeist, der helfe, wenn es notwendig ist oder wenn Entscheidungen zu treffen sind.

Vorbild und Begleiter auf dem Glaubensweg

„Wir bekommen den Geist Gottes zugesprochen mit der Salbung“, fügte er dann an und erläuterte, warum für die Salbung Chrisam-Öl verwendet wird. Die Patinnen und Paten bat Teuchgräber, nicht nur heute bei der Firmung zu begleiten. „Ihr sollt ein gutes Vorbild sein. Es wäre schön, wenn Ihr sie auch in der Zukunft auf ihrem Glaubensweg begleitet.“

Nachdem die Firmlinge ihr Taufversprechen erneuert hatten, spendete der Regionaldekan das Sakrament der Firmung. Dazu traten die Jugendlichen jeweils einzeln mit ihren Patinnen und Paten an den Altar. Dabei mussten sie Masken tragen. Der Domkapitular zeichnete ihnen ein Kreuz mit Salböl auf die Stirn – als Symbol für die Übertragung der Gaben des Heiligen Geistes. Um Abstand zu halten und Körperkontakt zu vermeiden, verwendete er dafür nicht die Finger, sondern einen Wattebausch.

Zu den Fürbitten war Marie Christ in den würdevollen Gottesdienst mit eingebunden. Im Anschluss richteten Paula Schmitt und Laura Bramann Dankesworte an Domkapitular Teuchgräber und überreichten ihm eine Spende für das Bonifatiuswerk. Am Ende des Gottesdienst legte der Domkapitular den Firmlingen zwei liturgische Handy-Apps ans Herz. (red)

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