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BAD STAFFELSTEIN

Bad Staffelstein: Christina Gründel und Rica Kohmann sind Jugendbeauftragte

Jugendbeauftragte Christina Gründel treibt in ihrer Freizeit gerne Sport. Foto: pRIVAT

Kinder und Jugendliche nehmen einen wichtigen Platz in der Gesellschaft ein. Jedoch sind oftmals junge Menschen mit bestimmten Situationen oder politischen Entscheidungen unzufrieden. Im Amt der Jugendbeauftragten einer Stadt kann somit sehr viel Arbeit stecken. „Zu zweit kann man dem einfach besser gerecht werden“, berichten Christina Gründel und Rica Kohmann, die Jugendbeauftragten der Stadt Bad Staffelstein.

„Besonders gefreut hat uns, dass wir das Amt gemeinsam übernehmen konnten und somit ein Jugendteam bilden“, meint Gründel. Politik habe sie schon immer interessiert: „Deshalb setzte ich innerhalb meines Lehramtsstudiums den Schwerpunkt auf die Politikwissenschaft, um mich noch tiefgreifender damit auseinanderzusetzen“, erinnert sie sich. Seit knapp vier Jahren ist die Grundschullehrerin nun auch Ortsvorsitzende des CSU-Ortsverbandes Uetzing/Serkendorf.

Zwei Pädagoginnen im Einsatz

Rica Kohmann ist hauptberuflich Sozialpädagogin an einer Förderschule. Auch sie war schon immer an Politik interessiert. „Aber wenn mir vor drei Jahren jemand gesagt hätte, dass ich heute im Stadtrat bin, hätte ich es selbst nicht geglaubt.“ An sich sei nicht die Politik ausschlaggebend gewesen, als sie sich für die SBUN/Grünen zur Stadtratswahl aufstellen lassen habe. Vielmehr liege ihr die Heimatstadt Bad Staffelstein am Herzen. „Ich sehe es als Chance aktiv etwas verändern zu können“, meint Kohmann.

Sport als Energiequelle für neue Ideen

Durch die hauptberufliche Tätigkeit in der Jugendarbeit sind beide somit „nahe dran an den Belangen der Kinder und Jugendlichen.“ Manchmal seien sie selbst unzufrieden mit bestimmten Situationen oder politischen Entscheidungen. Aber nur darüber zu reden und sich anschließend zu ärgern, das möchten die Jugendbeauftragten nicht. „Dadurch, dass wir die Jüngsten im Stadtrat sind und beide aus dem pädagogischen Bereich stammen, war es naheliegend“, erinnert sich Gründel an ihre Entscheidung, das Amt der Jugendbeauftragten zu übernehmen.

„In meiner Freizeit mache ich viel Sport, fahre Fahrrad und gehe zum Crossfit. Um ein bisschen Ruhe in den teilweise stressigen Alltag zu bringen, mache ich Yoga“, erzählt Kohmann. Am liebsten ist sie aber in der Turnhalle vom TSV Staffelstein, wo sie als Übungsleiterin im Kinderturnen und Leistungsturnen tätig ist. Nebenbei unterstützt sie auch die elterlichen Betriebe. „Gerne bediene ich immer Sonntag bei meiner Mutter im Stadtcafé. Für eine Bäckerei liefere ich früh morgens manchmal Brötchen aus“, sagt sie.

Christina Gründel arbeitet an der Grundschule in Michelau. „Neben der Schule und Politik steht meine kleine Familie im Fokus und ähnlich wie bei Rica, der Sport. Der Sport gibt uns beiden wieder Energie für neue Ideen.“

Alle Ansprechpartner auf einer Plattform

Rica Kohmann ist Sozialpädagogin und Jugendbeauftragte der Stadt Bad Staffelstein. Gerne packt sie auch in der Gastro mit an. Foto: Esther SchaDT

Das erste Projekt ist bereits vollbracht: Die Erstellung einer eigenen Homepage. „Im Stadtgebiet gibt es sehr viele Vereine mit einer ausgezeichneten Jugendarbeit.“ Diese zu vernetzen und ihnen eine Plattform zu bieten, sei eine der Funktionen der Homepage. „Wir wollen über sämtliche Veranstaltungen, Aktionen und Angebote informieren. Außerdem haben wir sämtliche Trainingszeiten von den Jugendgruppen auf einem Blick zusammengefasst, so dass alle Interessierten über unsere Website sämtliche Ansprechpartner und Trainingszeiten finden“, meint Gründel.

Hier seien die Jugendbeauftragten natürlich auf eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen angewiesen. Eltern und Jugendliche finden hier außerdem ein Kontaktformular, worüber Anregungen, Ideen, Kritik oder Fragen mitgeteilt werden können. „Außerdem wollen wir transparent sein. Das heißt es ist auch immer zu sehen, was wir bereits erreicht haben, oder woran wir im Moment arbeiten.“

„Wir wollen zusammen mit Kindern und Jugendlichen

erarbeiten, was es in unserer Stadt noch braucht, um sie für junge Menschen lebenswerter zu machen.“

Christina Gründel,

Jugendbeauftragte Staffelstein

Die „Zukunftswerkstatt“ in Zusammenarbeit mit Herrn Böhm und dem damit verbundenen Malwettbewerb sei die Grundlage der Jugendarbeit. Gerade läuft der Malwettbewerb zum Thema „Bad Staffelstein – so wie es mir gefällt“. Hierbei sind alle Grundschulkinder angehalten, ihre Wünsche und Ideen für die Stadt zu malen. Der Einsendeschluss ist der 15. November und „es gibt tolle Preise zu gewinnen“.

Die eingesendeten Bilder werden dann in der Stadtratssitzung am 17. November ausgestellt. „So rücken wir die Wünsche der Kinder in den Vordergrund und können uns Anregung holen, was es in Staffelstein braucht, um unsere Kinder glücklich zu machen.“ Außerdem sei dies ein erster Schritt zur Mitbestimmung.

Für Kinder ab der vierten Klasse wird am 6. November eine Zukunftswerkstatt veranstaltet. „Hier wollen wir gemeinsam diskutieren, Ideen sammeln und kreativ werden. Wir wollen zusammen mit Kindern und Jugendlichen erarbeiten, was es in unserer Stadt noch braucht, um sie für junge Menschen lebenswerter zu machen“, berichten die beiden.

Neue Impulse sind das Ziel

Neben den Projekten seien die Jugendbeauftragten auch auf unterschiedlichen Veranstaltungen vertreten, um sich „innerhalb dessen weiterzubilden und neue Impulse für Bad Staffelstein zu erlangen“.

In Corona-Zeiten sind die Jugendbeauftragten virtuell über die Homepage und unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen bei Jugendsprechstunden ansprechbar.

 

Von Esther Schadt

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