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OBERKÜPS

Hans Gaars Lieblingsplatz ist an der Küpser Linde

Hans Gaars Lieblingsplatz ist an der Küpser Linde
Weit reicht der Blick von der Küpser Linde. Als Symbol für die Achtsamkeit am Weg hat Hans Gaar mit den "Lindenkids" eine Steinpyramide errichtet, die weiter wächst. Foto: red

Wo verbringen Sie, liebe Leser, Ihre Zeit am liebsten? Auf dem Balkon, in der Stammkneipe, einem stillen Platz am See, im Wald, am Staffelberg oder dem Kordigast? Natürlich bietet unser schöner Landkreis jede Menge Orte und Plätze, an denen Sie sich am wohlsten fühlen.

Lassen Sie uns an Ihrem Lieblingsplatz teilhaben und beschreiben Sie uns in Ihren Worten – gerne in Ich-Form –, was diesen Platz für Sie so einzigartig macht. Vergessen Sie bitte nicht, Ihrem Text, der zwischen 3000 und 4000 Zeichen lang sein kann, auch einige schöne Bilder anzufügen. Senden Sie alles unter dem Stichwort „Lieblingsplatz“ per E-Mail an redaktion@obermain.de. Zur Anregung empfehlen wir Ihnen die Eindrücke von Hans Gaar aus Oberküps:

Der Platz an der Küpser Linde, ist mein Lieblingsplatz – seit 45 Jahren. Als ich mit meiner Familie 1975 von München nach Oberküps gezogen bin, habe ich natürlich die nähere Umgebung meine zukünftigen Heimat, erkundet. Den Platz an der Küpser Linde habe ich sofort ins Herz geschlossen. Es ist nicht nur die tolle Aussicht, über Bamberg bis weit in den Steigerwald, nein es ist das besondere Flair, das dieser Platz ausstrahlt. Seitdem, habe ich immer wenn ich von Oberküps aufsteige, das Gefühl, hier ist meine Heimat, hier bin ich daheim.

Zwei Linden und ein markantes Kreuz

Leider steht die sagenhafte Küpser Linde, schon seit 40 Jahren nicht mehr. Meine Kinder sind noch auf dem vom Blitz getroffenen Stumpf herum geklettert. In den 1930-er Jahren sind zum Glück zwei neue Linden gepflanzt worden, die zusammen mit dem weithin sichtbaren Kreuz, das 2016 von der Oberküpser Feuerwehr erneuert wurde, das Symbol der Küpser Linde bilden. 1990 habe ich zusammen mit der CSU Kelbachgrund eine Einheitslinde gepflanzt. Zusammen mit den neuen Austrieben der Sagenlinde, bildet die Gruppe ein schönes Ensemble.

Hans Gaars Lieblingsplatz ist an der Küpser Linde
Zwei Linden und ein weithin sichtbares Kreuz markieren die Küpser Linde, den Lieblingsplatz von Hans Gaar. Foto: red

Mittlerweile gehört die von den Küpsern vor etwa 30 Jahren errichtete Schutzhütte und die 2018 errichtete Panoramatafel auch dazu.

Vor sechs Jahren habe ich das erste Gipfelbuch abgelegt, in das Wanderer ihre Eindrücke und Gedanken schreiben können. Mittlerweile ist es vom Sockel in das Kästchen am Kreuz gewandert. Es gibt nun schon sechs vollgeschriebene Büchlein und es ist für mich sehr interessant, die durch die Bank lobenden Einträge zu lesen.

Als Symbol für die Achtsamkeit am Weg haben wir mit den Lindenkids bei unserer ersten Winterwanderung 2015 begonnen eine Steinpyramide aufzuschichten. Sie hat mittlerweile eine beachtliche Große erreicht, obwohl sie zwischenzeitlich einmal zerstört wurde.

Es gibt ein Ritual für mich, wenn ich das Lindla, wie wir Küpser den Platz nennen erreiche. Stein auf die Pyramide, ins Gipfelbuch eintragen und von dem Schnaps trinken, den ich in einem Depot versteckt habe.

Das alljährlich am Vatertag stattfindende Lindenfest, hat natürlich zur Vergrößerung des Bekanntheitsgrades beigetragen. Deshalb, ist man – egal zu welcher Jahreszeit oder Witterung – fast nie allein dort oben.

Sogar ein Gipfelbuch gibt's an der Küpser Linde

Für meine Lindenkids, ist das Lindla auch immer wieder Anlaufstelle. Sei es zum Osternester suchen, bei der Winterwanderung, bei der Bärlauchwanderung, oder beim Wandern auf dem Küpser Rundweg, den der Gartenbauverrein 1984 angelegt hat und seitdem regelmäßig pflegt.

Das alles zusammen, macht den Charme und die Schönheit meines Lieblingsplatzes aus und ich hoffe und wünsche, dass ich noch viele Jahre die Anlaufstelle für meine Wanderungen in der Heimat mit meinen Freunden und den Lindenkids an diesem herrlichen Ort in intakter Natur genießen kann.

 

Von Hans Gaar

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