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UETZING

Endlich ist der Fuchsbau in Uetzing eingeweiht

Endlich ist der Fuchsbau in Uetzing eingeweiht
Kinderhauskinder umrahmten gesanglich die Segnung des Fuchsbaus. Foto: red

Freundlich, hell und kindgerecht, so präsentiert sich der Erweiterungsbau für Mädchen und Jungen im Alter von 18 Monaten bis vier Jahren des Uetzinger Kinderhauses St. Johannes der Täufer, der jetzt offiziell eingeweiht wurde. Bei diesem Bau handelt es sich um ein Gemeinschafts-Projekt zwischen der Kirchenstiftung Uetzing und der Stadt Bad Staffelstein.

Am Kinderhausbetrieb wird sich nichts ändern, Träger bleibt weiterhin die Kirche mit Pfarrer Georg Birkel als leitender Pfarrer des katholischen Seelsorgebereichs Gottesgarten und Vorsitzender der katholischen Kirchenstiftung Uetzing. Die Bausumme des Uetzinger „Fuchsbaus“ mit 20 neuen Betreuungsplätzen beträgt 840 000 Euro und somit wurde der Kostenrahmen eingehalten. Gefördert wurde der Bau durch die Regierung von Oberfranken und für die Ausstattung gab es Zuschüsse des Erzbistums Bamberg. Der Eigenanteil der Stadt Bad Staffelstein beziffert sich auf rund 274 500 Euro.

Planungsbeginn war im September 2018 und im November 2019 erfolgte der Spatenstich, jetzt 22 Monate später wurden die neuen Räume ihrer Bestimmung übergeben. Vertreter von Politik, von Baufirmen, von Kirche, die Vorschulkinder und natürlich die Fuchsbau-Kinder, die schon seit drei Wochen den Neubau mit Leben füllen, waren anwesend, um der Feier im Garten des Kinderhauses einen würdigen Rahmen zu verleihen. Aufgrund der Coronasituation war es nicht möglich, alle Kinderhaus-Familien einzuladen.

Kinderhausleiterin Anna Schnapp berichtete, dass die Zeit vom Spatenstich bis jetzt für ihr eine sehr spannende und aufregende, aber auch nervenaufreibende und kräftezehrende Zeit war. Immer wieder kam es zu langen Baustillständen, die die Fertigung immer weiter nach hinten schoben. Besonders die Eltern deren Kinder, die bereits seit 2019 im zur Notgruppe umfunktionierten Turnzimmer untergebracht waren, wurden mit der Zeit etwas ungeduldig. „Ich möchte mich bei der Kirchenverwaltung mit Kirchenpfleger Josef Weis und Bürgermeister Jürgen Kohmann bedanken, dass sie es möglich gemacht haben, dass hier im Lautergrund mehr Kitaplätze geschaffen wurden“, so Anna Schnapp.

Ein toller Auftakt für ein neues Kindergartenjahr

Bürgermeister Kohmann hatte sich im Namen der Stadt dazu bereit erklärt, die Bauträgerschaft zu übernehmen. „Wir alle haben versucht das Beste aus der beengten Situation im Kinderhaus zu machen, wozu man sagen muss, dass Corona uns das nicht gerade leichter gemacht hat. Und gerade wegen all den Schwierigkeiten freue ich mich umso mehr und bin ein bisschen stolz, dass wir das neue Kindergartenjahr mit dem neuen und wie ich finde schönen Fuchsbau beginnen konnten“, fügte sie an.

Endlich ist der Fuchsbau in Uetzing eingeweiht
Architekt Johannes Morhard überreicht der Kinderhausleiterin Anna Schnapp zur Einweihung der Flexgruppe ein Luftbild von Uetzing. Foto: red

2Wenn man sich umschaut findet man ein gelungenen Bau. „Nach den Anmeldetagen im März, bei denen deutlich wurde, dass die Nachfrage nach Kitaplätzen sehr hoch ist, war klar, dass der Neubau bis September 2021 fertig sein muss. Dass die Erweiterung gebraucht wurde, stand außer Frage. Denn die geschaffenen Plätze im Fuchsbau sind bereits alle belegt und mit Leben gefüllt. Ich bin sicher, wir haben hier etwas gutes geschaffen zum Wohl der Kinder und deren Familien“, so der kommissarische Bürgermeister Hans-Josef Stich.

Der Kinderhausleiterin und ihrem Team dankte Stich für ihre konstruktive Mitarbeit und ihr Durchhaltevermögen. Die Elternbeiratsvorsitzende Martina Huber und Ortssprecher Manuel Schrüfer schlossen sich mit Dankesworte an. Architekt Johannes Morhard erklärte, dass der Wunsch des Bürgermeisters nach einem einfachen und wirtschaftlich betreibbaren Zweckbau erfüllt wurde. Hervorzuheben ist, dass ausschließlich örtliche und regionale Firmen die Arbeiten ausführten. Alle Räume sind barrierefrei erreichbar und man kann aus jedem Raum im Alarmfall flüchten, da jeder Raum eine Tür nach außen hat.

Dadurch können die Räume natürlich und müssen nicht künstlich belüftet werden, was sich wiederum günstig auf die Baukosten auswirkt. Alle Räume sind lichtdurchflutet und können flexibel genutzt werden. Technisch konnte das Gebäude mit einer Fernwärmeleitung an das Hauptgebäude angeschlossen werden. Im Bestandsgebäude erfolgte zudem die Umrüstung auf eine Pelletheizung. Unterbrechungen wegen Lockdown, Corona Erkrankungen und pandemiebedingte lange Lieferzeiten nannte Morhard als Gründe der langen Bauzeit.

Stadtpfarrer Georg Birkel sprach ein Segensgebet für die neue Flexgruppe und anschließend zogen alle Kinderhauskinder durch den Fuchsbau. Dabei durfte Jule das Weihwasser tragen und Lars mit den Pinsel „kräftig“ die Räume segnen. Die Vorschulkinder und die Fuchsbau-Kinder umrahmten die Feier gesanglich. Den Bezugspersonen der Kinder, Luisa Fischer (Gruppenleitung, Pädagogische Fachkraft), Nadine Pulver (Pädagogische Ergänzungskraft) sowie Anita Wudy (Pädagogische Ergänzungskraft) macht es viel Spaß und es ist wunderschön mit den Kindern. „Die großzügige und helle Platz- und Raumgestaltung wirkt sich sehr positiv aus. Sie gibt den Kindern Rückhalt und Raum für die Entfaltung ihrer Persönlichkeit und ihre Fähigkeiten“, so die Gruppenleiterin Luisa Fischer.

Platz und damit auch Kosten gespart

Auf rund 209 Quadratmeter Nutzfläche wurde ein Gruppenraum, ein Schlafraum, ein Kinderbistro, eine große Garderobe, ein Bad, ein Waschraum mit Toiletten sowie ein Personalzimmer und Lager- mit Technikraum errichtet. Die Raumfolge wurde so entworfen, dass außer dem Windfang keine weiteren Flure nötig waren - was Platz und damit auch Kosten sparte. Weil das Gebäude abgewandt von der Südseite mit seinen Haupträumen Richtung Kindergarten, Richtung Norden blickt, wurden alle Räume mit möglichst großen Fenstern ausgerüstet, um möglichst viel Licht in die Räume bringen zu können. Damit wurde auch erreicht, dass die Kinder im Inneren bei schlechten Wetter den Eindruck haben, im Garten spielen zu können. Wegen der abgesetzten Position der Erweiterung wurde eine verbindende Überdachung zum bestehenden Kinderhaus gebaut, damit die Kinder trockenen Fußes die Flexgruppe erreichen können. (red)

 

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