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VIERZEHNHEILIGEN

Ein neuer Blick auf die Basilika Vierzehnheiligen

Ein neuer Blick auf die Basilika Vierzehnheiligen
Architekturfotograf Uwe Gaasch mit einer seiner 35 Farbfotografien, die im Haus 1 in Vierzehnheiligen zu sehen sind. Foto: Gerd Klemenz

Als Musiker ist Uwe Gaasch auf den Bühnen in der Region und darüber hinaus bekannt. Im Hauptberuf als Architekturfotograf ist er Spezialist für dokumentarische Aufnahmen bei Restaurierungen und für kunsthistorische Fotografien. Außerdem fotografiert er Architektur auf künstlerische Weise. Anlässlich des 250-jährigen Weihejubiläums der Basilika Vierzehnheiligen werden 35 seiner Farbfotografien der Basilika und der Wallfahrt im Haus 1 (ehemals Diözesanhaus) unter dem Motto „Augenblicke einer Basilika 2.0“ präsentiert.

Bisher sind diese Werke nur in Ausschnitten und schwarz-weiß in den Gästezimmern zu sehen. Die farbigen Originale waren der Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich. Nun laden sie dazu ein, Vierzehnheiligen und seine Geschichte neu zu entdecken. Die Besonderheit und Faszination dieses Gebäudes und des Wallfahrtswesen kommen in den Fotografien zum Ausdruck. Dem 73-jährigen gelingt es, durch einen besonderen Blickwinkel und die Fokussierung auf Details, den Betrachterinnen und Betrachtern einen neuen Zugangsweg zur Basilika zu eröffnen.

Ein neuer Blick auf die Basilika Vierzehnheiligen
Diese Fotografien von Uwe Gaasch können auch als Postkarten erworben werden. Aktuell sind fünf verschiedene Motive erhältlich. Foto: Gerd Klemenz

1500 Aufnahmen hat Gaasch für die Restaurierung gemacht

„Seit der großen Restaurierung, die sich von 1982 bis 1990 hinzog, fotografiere ich die Basilika“, berichtet Uwe Gaasch. Er lieferte die grundlegenden Fotografien für die Arbeiten. Damals wurde noch analoge Aufnahmen mit Film gemacht. So kamen rund 1500 Aufnahmen zusammen.

Ein neuer Blick auf die Basilika Vierzehnheiligen
Bisher sind diese "Augenblicke" nur in Ausschnitten und schwarz-weiß vorwiegend in den Gästezimmern zu sehen. Uwe Gaasch zeigt das farbige Original dazu. Foto: Gerd Klemenz

Bei einer Vernissage stellte die Leiterin der Hauptabteilung Kunst und Kultur des Erzbistums Bamberg, Dr. Birgit Kastner, die Arbeiten vor. Außerdem gab der Architekturfotograf Uwe Gaasch einen Einblick in seine Arbeit und die Ausstellung. Für die musikalische Umrahmung sorgte Sabrina Catowiez.

Die Ausstellung ist ein gelungener Beitrag der Bildungs- und Tagungshäuser Vierzehnheiligen zum Basilikajubiläum. „Das 2.0 kommt daher, dass Uwe Gaasch die Dauerausstellung seiner schwarz-weiß Fotografien bereits den Titel 'Augenblicke einer Basilika' genannt hat. Die jetzige Ausstellung ist somit ein Update der bisherigen schwarz-weiß Bilder“, erklärt Bildungsreferent Johannes Löhlein.

Ein neuer Blick auf die Basilika Vierzehnheiligen
Ungewöhnliche Perspektive: Uwe Gaasch fotografiert auch Menschen. Foto: Gerd Klemenz

Der Balthasar-Neumann-Bau in Vierzehnheiligen zählt zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten in Bayern. Er prägt zusammen mit Kloster Banz und dem Staffelberg den Gottesgarten am Obermain. Die Wallfahrtsbasilika sticht gerade auch durch ihre Rokoko-Innenarchitektur und die barocke Fassade hervor. „Dieses beschwingende und schöne helle und nicht das erdrückende, das leichte Rokoko“, schwärmt Uwe Gaasch. „Ich bin ein Fan von Balthasar-Neumann, der diese Kirche gebaut hat und das hat mich schon immer fasziniert. Diese durchflutete, helle Räumlichkeit, wo man nicht hineingeht und zum Sünder wird. Man freut sich an allem, was da so ist.“

Ein neuer Blick auf die Basilika Vierzehnheiligen
Ein Bildausschnitt vom Gnadenaltar. Foto: Gerd Klemenz
„Diese durchflutete, helle Räumlichkeit, wo man nicht hineingeht und zum Sünder wird. Man freut sich an allem, was da so ist.“
Uwe Gaasch, Architekturfotograf

Als weiteren Beitrag der Bildungs- und Tagungshäuser Vierzehnheiligen zum Jubiläum der Basilika hält Pfarrer Josef Treutlein aus Würzburg einen Vortrag am 26. November er um 13 Uhr. Er wird aus seinem bewegten Wallfahrtsleben berichten und aufzeigen, wohin sich seiner Ansicht nach das Wallfahrtswesen weiterentwickeln wird.

Ein neuer Blick auf die Basilika Vierzehnheiligen
Sabrina Catowiez bringt die Fotos auf die richtige Höhe. Bildungsreferent Johannes Löhlein stellt den Laser ein. Foto: Gerd Klemenz

Bis zum 23. Dezember können die Fotografien im Haus 1 von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr bewundert werden. Auf Nachfrage besteht die Möglichkeit auch samstags und sonntags die „Augenblicke einer Basilika 2.0“ zu bewundern.

Besucher können auch Fotos als Postkarte erwerben. Aktuell sind fünf Motive erhältlich, die immer wechselnden Editionen werden auch über den Zeitraum der Ausstellung im Haus 1 und im Info Point der Basilika angeboten.

 

Von Gerd Klemenz

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