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BAD STAFFELSTEIN

Ein Bulldog der Star beim Ford-Treffen in Bad Staffelstein

Ein Bulldog der Star beim Ford-Treffen in Bad Staffelstein
Außergewöhnlicher Blickfang beim Ford-Treffen: Walter Mackert fährt mit einem Bulldog Ford 3600 aufs Gelände. Foto: Monika Schütz

Eigentlich hieß es beim Ford-Treffen in Bad Staffelstein ja: „Eintreffen der Fahrzeuge ab 11 Uhr.“ Wegen der vielen angemeldeten Gruppen hatte sich das Team um Organisator Stefan Walter aber anders entschieden. Für die Gruppen war die Zufahrt bereits eine Stunde früher geöffnet. „Wir wollten vermeiden, dass es bei der Einfahrt zu einem größeren Rückstau auf die Hauptstraße kommt“, erklärte Stefan Walter. Kurzfristig wurde auch Kontakt zum Filialleiter des benachbarten Aldi-Marktes aufgenommen und um Parkerlaubnis für diesen einen Tag gebeten.

Drei Firmenparkplätze fassen den Andrang kaum

Ein Bulldog der Star beim Ford-Treffen in Bad Staffelstein
Traumauto: Ein Ford Mustang aus den 1970er Jahren. Foto: Monika Schütz

„Danke an Aldi, Rewe und Rossmann, dass es so problemlos geklappt hat“, sagte Walter. Mit so vielen Teilnehmern hatte an diesem heißen Sonntag wohl keiner gerechnet: 168 Fahrzeuge nahmen am sieben Ford-Contakt Meeting teil, 60 mehr, als beim vorigen Treffen im Jahr 2019. Wie damals auch, wurden die Fahrzeuge registriert und für das Publikumsvoting mit Nummern versehen. Natürlich gab es auch endlich wieder Pokale in den Kategorien: Best of Van und Kombi, Best of Pick-Up und SUV und „Der Schönste“.

Sogar ein Teilnehmer aus dem Berchtesgadener Land

Ein Bulldog der Star beim Ford-Treffen in Bad Staffelstein
Glückwunsch: Publikumsliebling war Markus aus Roth mit seinem aubergine-schwarz-metallicfarbenen Escort Cosworth. Foto: Monika Schütz

Den Sonderpreis für das Fahrzeug mit der weitesten Anreise nahm Ford-Fahrer Florian entgegen: Er kam mit seinem Ford Focus aus dem 430 Kilometer entfernten Berchtesgadener Land. Ebenfalls ein Focus-Fahrer, Sebastian aus Gotha, gewann den Pokal Best of Van/Kombi. Der Preis für den besten SUV oder Pick-Up ging an den Ranger-Fahrer Andreas aus Kemnath und der Pokal für den Publikumsliebling nach Mittelfranken. Markus aus Roth hieß der Gewinner, sein Ford Escort Cosworth mit der Voting-Nummer 111 erhielt die meisten Zuschauerstimmen. „Das ist Aubergine Dark Metallic“ sagte er und wies stolz auf sein „Schätzchen“. Sein Escort aus dem Jahr 1995 schimmert je nach Lichteinfall von schwarz bis hin zu verschiedenen Lila-Tönen. Ein Hingucker.

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Organisator Stefan Walter (li.) und Helfer Christian Lang aus Tirschenreuth übernehmen mit Stadtrat und Ford-Bulldog-Fahrer Walter Mackert (Mitte) die Preisverteilung und die Übergabe der Pokale. Foto: Monika Schütz

Auch ein Hingucker, aber aus einem ganz anderen Grund war ein Ford 3600 aus dem Jahr 1981. „63 PS und 1720 Betriebsstunden“, sagte der Besitzer Walter Mackert mit einem Lächeln. Er war an diesem Sonntag mit seinem Ford-Bulldog zum Treffen gekommen und überbrachte als Stadtrat die Grüße der Stadt.

Über einen 200–Euro-Gutschein von der Lichtenfelser Firma Friedrich Motorsport durfte sich schließlich eine Familie aus Kehlheim freuen: ihnen gehörte der knallrote Mustang aus dem Jahr 2015.

Das zweitgrößte Tagestreffen in Deutschland

Ein Bulldog der Star beim Ford-Treffen in Bad Staffelstein
Individuell foliert: dieser Fordfahrer aus Forchheim hat sein Design selbst kreiert. Foto: Monika Schütz

Rückblick: Vor fünf Jahren, im Juni 2017, war in Bad Staffelstein der Erstkontakt gewesen – der Begriff „Contact Meeting“ bezeichnete ihn passend. Bereits im September 2017 gab es ein zweites Treffen. Bei Facebook wurde die Gruppe „Fordfahrer Franken“ gegründet, die „Contact Meetings“ wurden schnell über Franken hinaus bekannt. Mittlerweile ist das Treffen in Bad Staffelstein das größte Ford-Tagestreffen in Bayern und (nach dem RST-Treffen am Nürburgring) das Zweitgrößte in Deutschland.

Ein Bulldog der Star beim Ford-Treffen in Bad Staffelstein
Gespräche rund ums Auto gehören bei den Treffen immer dazu. Foto: Monika Schütz

Handelsübliche und getunte Fahrzeuge, Oldtimer, Youngster, mit Tageszulassung, H-Kennzeichen oder roter Nummer: es ist alles willkommen, was „Ford“ heißt. Vor zwei Jahren war Walter Mackert schon einmal zu Gast, allerdings ohne seinen Ford-Bulldog. Das nächste Treffen ist 2023 geplant, allerdings mit einer kleinen Änderung, wie Stefan Walter nach der Preisverleihung bekannt gab: „Ich muss euch leider mitteilen, dass das heute das letzte Treffen war, das mit freiem Eintritt funktioniert hat“. Wegen des großen Besucherandrangs und der vielen Teilnehmer entschloss sich das Organisationsteam, ab dem nächsten Treffen in einen mobilen Toilettenwagen zu investieren.

Von Monika Schütz

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