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BAD STAFFELSTEIN

Den Wunsch schon von Kindesbeinen an in sich

Jubilar Gerhard Hellgeth mit Domkapitular Foto: Ludwig Alin

Vor kurzem feierte der Pfarrer i. R., Monsignore Gerhard Hellgeth, Jubiläum: Er hat vor 60 Jahren seine Priesterweihe empfangen. Zu seinen Ehren fand in der Pfarrkirche St. Kilian ein festlicher Gottesdienst mit vielen Gläubigen aus der Pfarrei statt. Domkapitular Thomas Teuchgräber und Pfarrer i.R. Thomas Thielscher hielten ihn in Konzelebration mit demt dem Jubilar.

Die musikalische Begleitung übernahm Regionalkantor Georg Hagel aus Vierzehnheiligen mit dem Bläserensemble aus dem Ellerntal . Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Winfried Butz, trug die Fütbitten vor. Franz Gäck trug zur Feier das Kolpingbanner mit.

„Wir danken miteinander

dem Herrgott für deine

Berufung und deinen langen Dienst in der Verkündigung.“

Thomas Teuchgräber, Domkapitular

Der gebürtige Staffelsteiner Thomas Teuchgräber kennt den Jubilar aus seiner eigenen Schul- und Jugendzeit. Hellgeth begleitete den heutigen Domkapititular bis zur dessen Priesterweihe. deshalb übernahm er als Domkapitular besonders gerne die einstimmende Worte zur Begrüßung der Gläubigen, darunter auch die Verwandten dess Jubilars, die Familien Hellgeth und Simon aus Steinwiesen.

Vor 60 Jahren habe der Erzbischof Dr. Josef Schneider im Bamberger Dom 18 Diakonen die Priesterweihe gespendet, 14 aus unserem Bistum und je zweien für den Karmelitenorden und die Kongragation der Herz-Jesu-Missionare, blickte Teuchgräber zurück. „Heute dürfen wir mit dir, lieber Gerhard, deswegen dein diamantenes Priesterjubiläüm feiern. Wir danken miteinander dem Herrgott für deine Berufung und deinen langen Dienst in der Verkündigung.“

Hellgeth betrachte es als schöne Fügung, dass er an einem Hochfest des heilgen Josef zum Priester geweiht wurdest. „Deine Mutter , Klara Hellgeth, war eine Verehrerin des Heiligen. Sie holte den Nährvater Jesu sozusagen mit in eure Familie herein“, da sein Vater in Hellgeths Kindheit acht Jahre lang wegen Krieg und folgender Kriegsgefangenschaft nicht habe daheim sein können, Dieser sei erst wieder zurückgekehrt, „als du deine Schulzeit in Bamberg beginnen konntest“, so der Domkapitular.

Parallelen zum Wirken des Heiligen Kilian erkannt

„Du hattest den Wunsch, einmal Pfarrer zu werden, ja schon von Kindesbeinen an!“, berichtete Teuchgräber. Wenige Tage nach seiner Priesterweihe habe Hellgeth dann am Geburtstag seiner Mutter in seiner Heimatpfarrei Maria Geburt in Steinwiesen seine Primiz feiern können.

In seiner Festpredigt stellte Thomas Teuchgräber Vergleiche mit dem Patron der Pfarrkirche St. Kilian an. Er meine gewisse Parallelen zu Hellgeths Arbeit hier erst zwei Jahre als Kaplan, dann 37 Jahre lang als Pfarrer, davon 24 Jahre als Dekan und „ich weiß gar nicht wie viele Jahre als Rundfunk-Prediger“ – zum seinerzeitigen Wirken des Heiligen Kilian zu entdecken.

Domkapitular Thomas Teuchgräber hielt den Festgottesdienst. Foto: Ludwig Alin

Als Kilian von seinem Kloster in Irland übers Meer geschickt worden sei, „wusste er noch nicht, wo er einmal landen würde.“ Die Kilianslegende erzähle: Nach harten Entbehrungen auf seiner langen Missionsreise führt ihn der Weg über den Rhein ins Maintal. Als Kilian mainaufwärts mit seinen Gefährten nach Würzburg kommt, meint er :„Hier ist es schön, dieser Ort ist so lieblich anzuschau'n. Und die Menschen sind so freundlich zu uns. Hier lasst uns bleiben.“ Deswegen sei Kilian im Würzburger Land hängen geblieben.

„Du bist halt im Gottesgarten bei uns ,hängengeblieben' und hast dich hier tief eingewurzelt. Ja,wir dürfen glauben, dass uns Gott an den Ort führt, zu dem man passt, an dem jede/r gut zum Wohle von Menschen wirken kann. An einen Ort, wo ich die Menschen verstehe und diese dankbar sind, dass ich da bin. An einem Ort, wo ich mit meinen Begabungen Menschen zu Diensten sein kann.“

Grundvertrauen in Gottes gutes Weggeleit

Dieses Grundvertrauen in Gottes gutes Weggeleit habe den Monsignore in all seinen Jahren in Höhen und Tiefen begleitet. „Du wolltest einfach hier Pfarrer sein, Seelsorger inmitten der Menschen – als Fachlehrer in der Volks- und Realschule, bei regelmäßigen Krankenbesuchen in Kliniken, als Begleiter, Präses der kirchlichen Verbände wie Caritas, Kolping, Frauenbund, Pfadfinder, katholische Landjugend... Als Dekanatsjugendseelsorger warst du auch als seinerzeit junger Pfarrer jährlicher Wallfahrtsbegleiter nach Gößweinstein“ erinnerte der Redner..

„Du hast mir erzählt, dass du schon in deinem Elternhaus zu so einer Offenheit erzogen wurdest, dass dir nie der Mund verboten war und du alles sagen durftest. Dass es sich aber genauso gehört, auch andere Meinungen aufmerksam anzuhören. Auf ein gedeihliches Miteinander sind wir eben alle angewiesen!“

 

Von Ludwig Alin

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