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STUBLANG

„Decken-Tag“ statt „Brücken-Tag“ in Stublang

„Decken-Tag“ statt „Brücken-Tag“ in Stublang
Rechts am Gemeindehaus ist der neue Anbau - die Deckenelemente müssen mit schwerem Gerät oben drüber gehieft werden. Foto: Monika Schütz

Nachdem bereits im 2015-er-Bedarfsplan der Feuerwehren des Landkreises festgestellt worden ist, dass die Freiwillige Feuerwehr Stublang ein Tragkraftspritzenfahrzeug erhalten soll, geht es nun endlich vorwärts: Die Vorbereitungen laufen, damit es nächstes Jahr endlich angeschafft und dann auch untergebracht werden kann.

Denn „das Transportfahrgestell ohne Wassertank“ – so beschrieb Kommandant Markus Engert das TSF im September 2021 – braucht ja einen Platz. Das bisherige Feuerwehrhaus in der Ortsmitte mit fünf auf siebeneinhalb Quadratmetern Fläche ist dafür zu klein. Ein Umbau wurde 2021 geplant und genehmigt.

Bis zu 15 Feuerwehrler auf der Baustelle

2022 ging es nun endlich los. Als erstes wurde im Februar der große Schlauchturm zurückgebaut. „Da kamen einige Mulden an Bauschutt zusammen“, resümiert der Kommandant. Die Totenglocke des Dorfes, die sich im Turm befand, wurde zuvor natürlich in Sicherheit gebracht und eingelagert.

„Decken-Tag“ statt „Brücken-Tag“ in Stublang
Günther Senger "Jackie" und Vorsitzender Simon Hümmer (re.) nehmen die Betonteile entgegen und helfen beim Platzieren. Foto: Monika Schütz

April 2022: Jetzt kam der Bauhof der Stadt mit ins Spiel. Das Ausbaggern und Verlegen der Bodenplatten des neuen Anbaus klappte reibungslos. „Es war ja schon von vornherein geklärt, wer was macht“, lobt der Kommandant sein Team. Bis zu 15 Feuerwehrler waren in Stoßzeiten auf der Baustelle und haben in ihrer Freizeit kräftig mit angepackt: geschaufelt, gemauert, zugereicht und vieles mehr. So sind bis Mitte Juni schon rund 1200 Stunden an Eigenleistung zusammen gekommen, rechnet 2. Kommandant Johannes Hellmuth nach.

Kompliziertes Manöver mitten im Dorf

„Der Plan ist, dass wir heuer fertig werden, vielleicht schaffen wir´s ja“, hofft er. Gut möglich. Am Brückentag nach Fronleichnam ist das Bauvorhaben nämlich wieder ein Stück vorangekommen: Die Deckenelemente für den neuen Anbau wurden geliefert. Das interessierte auch Wolfgang Lilie vom Bauaumt, er war zügig vor Ort und zufrieden. Überhaupt klappe die Zusammenarbeit der Stublanger Wehr mit dem Bauhof gut: „Da gibt es es nix“, lacht Kommandant Markus Engert.

Wegen der geringen Tragfähigkeit der kleinen Brücken über die Döritz musste der der Fahrer seinen Kranwagen allerdings mittig im Dorf platzieren und mit dem 33 Meter langen Auslieger die Teile einzeln über das komplette Gemeinde- und Feuerwehrhaus drüber heben, um sie dann auf der anderen Seite wieder herabzulassen. Dort standen schon FFW-Vorsitzender Simon Hümmer und seine Helfer bereit. Sie gaben den Teilen vorsichtig die richtige Richtung und halfen beim Platzieren.

Im nächsten Jahr soll das TSF nun kommen. Es ist ein Fünf-Tonner: wer noch den alten 3er-Führerschein besitzt, darf das Fahrzeug ohne Lehrgang fahren, die anderen Feuerwehrmänner können es, wenn sie den internen „Feuerwehrführerschein“ haben.

 

Von Monika Schütz

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